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Alle Erwartungen übertroffen

Nachlese | Die interpack 2011 ist Vergangenheit, die Weltleitmesse der Verpackungsindustrie wird noch lange Zeit positiv nachwirken. Nach sieben langen Tagen verließen die Aussteller und Besucher bestens gelaunt Düsseldorf: Die einen, weil sie mit vollen Auftragsbüchern und vielen Projekten an ihre Standorte zurückkehrten, die anderen, weil sie mit vielen neuen Ideen eingedeckt wurden.

Besonders auffällig war die im Vergleich zur Vorveranstaltung abermals deutlich gestiegene Entscheiderquote. Beinahe drei Viertel der Fachbesucher stammten aus dem Management. Dazu trugen besonders die Fachbesucher der obersten Entscheiderebene bei, die noch zahlreicher zur interpack gekommen waren. Die Internationalität der interpack weist sie unverändert als die weltweite Leitmesse ihrer Branche aus. Über 100.000 der insgesamt 166.000 Fachbesucher reisten aus dem Ausland an.

Gerald Schubert, Bereichsleiter Verkauf der Gerhard Schubert GmbH, verkündete schon am zweiten Messetag zwei Großaufträge im Gesamtwert von annähernd 8 Mio. Euro. Auch der Vorsitzende des Bosch-Bereichsvorstandes, Friedbert Klefenz, zeigt sich mit den ersten beiden Tagen in Düsseldorf sehr zufrieden, Bosch Packaging Technology werde auch in diesem Jahr organisch und durch Firmenzukäufe wachsen, sagte er während einer Pressekonferenz. „Gemäß unserer Prognosen werden wir aus heutiger Sicht auch in diesem Jahr wieder über dem Markttrend liegen", so Klefenz am Freitag. Wichtige Treiber für diese Entwicklung seien dabei die weitere Internationalisierung vor allem in Asien sowie eine auf die Kunden optimal ausgerichtete Struktur des Unternehmens.

Die Aussagen von Klefenz decken sich mit denen des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau, VDMA. Der gesamte deutsche Maschinen- und Anlagenbau ist gut in das Jahr 2011 gestartet, vermeldete der Verband am Eröffnungstag. In den ersten drei Monaten des Jahres legte die Produktion kumuliert um 17,5 Prozent zu. „Die Weltwirtschaft zeigt sich bislang erstaunlich robust gegenüber den vielfältigen Belastungen und Risiken", sagte Hannes Hesse, Hauptgeschäftsführer des VDMA auf der Pressekonferenz seines Verbandes auf dem Messegelände.

Für das Gesamtjahr bekräftigte er die Prognose eines 14-prozentigen Produktionswachstums. Sollte sich diese Prognose erfüllen, läge das 2011er Produktionsniveau nur noch 6 Prozent unter dem des Vorkrisenjahres 2008. Die Hersteller von Nahrungsmittelmaschinen und Verpackungsmaschinen haben die Wirtschaftskrise gut überstanden. „Nach einem konjunkturellen Dämpfer in 2009 hat sich der dadurch verursachte Investitionsstau schon im vorigen Jahr wieder weitgehend aufgelöst", so Christian Traumann, Vorstand im VDMA-Fachverband Nahrungsmittelmaschinen und Verpackungsmaschinen und Präsident der interpack. 2010 produzierte die Branche Maschinen im Wert von 9,8 Mrd. Euro, nach 9,2 Mrd. Euro im schwachen Jahr 2009. Mit einem Volumen von 6 Mrd. Euro (plus 2 Prozent) ging der Großteil der Maschinen in den Export. Die Nachfrage kam verstärkt aus Schwellenländern. Allein die Lieferungen nach China schossen um 73 Prozent auf einen Wert von 544 Mio. Euro in die Höhe. Der 2010 eingesetzte positive Trend setzt sich im laufenden Jahr fort. Im ersten Quartal nahmen die Auftragseingänge um 16 Prozent zu.

 

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