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Packmittel

Neue Prozesse für komplexes Geschäft

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Prozessoptimierung | Das Innovationsfeld der Verpackungshersteller wird sich verstärkt auf die Verbesserung von Abläufen verlagern. Davon profitieren gerade ihre Kunden, sagt Klaus D. Breitbach, Geschäftsführer Marketing & Vertrieb der Edelmann Gruppe.

Natürlich sind es in erster Linie neue Technologien, ausgeklügelte Konstruktionen oder ungewöhnliche optische Effekte, die man bei den rund 2.700 Ausstellern der Interpack im Mai zu sehen bekommt. Innovationen, die Markenartiklern Differenzierung und Wiedererkennbarkeit am P.O.S. bringen oder Verbrauchern Convenience, Nachhaltigkeit oder andere Kaufargumente liefern können. Doch die Branche treibt neben diesen sichtbaren auch Innovationen um, die sich komplexer darstellen.

„Die Bedeutung von Logistik- und Prozessoptimierung, die sich in einer Erhöhung der Produktionsflexibilität, des Servicelevels, der Lieferflexibilität und der Planungsgenauigkeit niederschlagen, wird für die Unternehmen immer wichtiger", hieß es bereits 2010 in der IG-Metall-Studie „Verpackungsindustrie in Deutschland". Es waren Verpackungsunternehmen, die produktionsintern Liefer- und Durchlaufzeiten reduzieren konnten, die laut dieser Studie am besten durch die Wirtschaftskrise gekommen waren. Und, so die befragten Experten einhellig, die Innovationsanstrengungen werden auch künftig in erster Linie der Verbesserung von Abläufen innerhalb des Produktionsprozesses dienen.

Klaus D. Breitbach sieht darin einen klaren Vorteil, von dem Kunden profitieren können. Er ist Geschäftsführer Marketing & Vertrieb der Edelmann Gruppe, die sowohl über ihre internationale Aufstellung als auch über ihre Kerngeschäftsfelder Health Care und Beauty Care das Thema Prozessoptimierung auf ihrer Tagesordnung stehen hat. „Das Verpackungsgeschäft hat sich beschleunigt, gleichzeitig ist es komplexer geworden. Dadurch rückt die eigentliche Prozessleistung stärker in den Vordergrund, ist das wertvollere Produkt als allein die gedruckte Verpackung", so Breitbach.

Systemlösungen & internationale Präsenz
Breitbach macht das fest an zwei wesentlichen Entwicklungen, die in den Edelmann-Segmenten zu beobachten sind. Für das Beauty Care-Geschäft sind Promotions, Saisonaktionen und immer häufiger internationale Markenauftritte typisch. Health?Care-Aufträge sind geprägt von zahlreichen rechtlichen Auflagen, die Rückverfolgbarkeit oder Anwendung erleichtern sollen. Das bedeutet in beiden Fällen schnelle Produktwechsel, Systemlösungen wie Variationen von Packungsbeilagen, Add-ons oder eingespendete Extras und das für den weltweiten Vertrieb. „Das erfordert eingespielte, standardisierte Abläufe", sagt Breitbach.

Edelmann arbeitet dazu an Verpackungslösungen, die Prozessschritte einsparen und Abläufe vereinfachen. Beispielsweise entwickelte die Gruppe Faltschachteln, bei denen die für Kosmetikprodukte typische Liner bereits integriert sind, ein zusätzlicher Konfektionierungsschritt damit entfällt. Die gleiche Lösung lässt sich auch für das Integrieren von Promotion-Beigaben wie Booklets oder Sachets einsetzen. Für Haarcolorationen produziert Edelmann aktuell Packungsbeilagen mit aufgespendeten PE-Handschuhen, eine Lösung, die auch für Health-Care-Produkte, wie zum Beispiel Salben, denkbar ist.

Daneben gilt es auch, Bearbeitungsprozesse zu standardisieren und dadurch zu beschleunigen. Edelmann sorgt beispielsweise mit einer zentral organisierten Prepress-Arbeit für eine durchgängige Druck- und Verpackungsqualität am amerikanischen wie am europäischen P.O.S. Ein einheitlicher Technologiestandard wird an den Standorten über die Implementierung moderner Produktionstechnologie.

Verlässlichkeit gefragt
„Bei der Komplexität des Verpackungsgeschäft muss die Prozessberatung heute eine Hauptrolle spielen", sagt Breitbach und ergänzt: „Das findet keinesfalls nur auf unserer Seite statt. Wir konnten für viele Kunden durch das Betrachten des Gesamtablaufs oder durch integrierte Lösungen Flexibilitäts- oder gar Einsparpotenziale eröffnen." Breitbach sieht hier durchaus noch Entwicklungsmöglichkeiten im Zusammenspiel mit Kunden. „Vom Definieren neuer Farbstandards bis hin zum Loslösen von Kartonfestschreibungen ist eigentlich alles denkbar." Eine Stärke, so Breitbach, von der Hersteller unterm Strich profitieren: „Wir sind dann vielleicht nicht die billigsten, aber die verlässlichsten."

Variationen von Packungsbeilagen, Add-ons oder eingespendete Extras sind im FMCG-Geschäft immer mehr an der Tagesordnung. Das erfordert Verpackungslösungen, die Prozessschritte einsparen und Abläufe vereinfachen, und Verpackungshersteller, die das leisten. Ein Beispiel sind Packungsbeilagen mit aufgespendeten PE-Handschuhen, die Edelmann derzeit fertigt.
Klaus D. Breitbach, Geschäftsführer Marketing & Vertrieb der Edelmann Gruppe: „Das Verpackungsgeschäft ist schneller und komplexer geworden. Dadurch wird die eigentliche Prozessleistung zum wertvolleren Produkt als allein die gedruckte Verpackung."
Vom Definieren neuer Farbstandards bis hin zum Loslösen von Kartonfestschreibungen ist alles denkbar, um Prozesse zu optimieren. Eine Stärke, zum Beispiel von Edelmann, von der vor allem auch Hersteller profitieren.

 

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