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Management

Entscheiden – eine Inventur von Kopf, Herz und Bauch

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Beim Aufstehen geht's schon los: Die ersten Entscheidungen des Tages stehen an - viele werden folgen. In Erinnerung bleiben meist jene, mit denen wir uns gequält haben, die große Auswirkungen hatten oder die so richtig in die Hose gegangen sind. Klug und kraftvoll zu entscheiden ist eine Kunst - und ein lebenslanger (schmerzlicher) Erkenntnisweg.

Beobachten statt bewerten: Unser Gehirn liebt Geschichten. Sie helfen, Informationen zu speichern - beim Entscheiden stören sie eher. Man sagt, die Grundlage von Entscheidungen sollten Fakten sein. In Wirklichkeit geben Bewertungen, Geschichten, Hoffnungen, Befürchtungen oder Fantasien den Ton an. Also: Wie schaut die Sache aus, wenn Sie beobachten, hinhören, was gesagt wird, ohne Emotionen, ohne Bewertungen, ohne Fantasien und Träume? Sie werden überrascht sein, wie leicht Entscheidungen dann fallen.

Glücksgefühl (Liebe) macht blind
Sie lancieren ein Projekt. Das Thema liegt Ihnen am Herzen liegt. Sie ziehen mit anderen an einem Strang. Skeptiker und Zweifler verbannen Sie dabei nach und nach aus Ihren Überlegungen. Anstehende Entscheidungen werden auf diese Weise immer optimistischer, die Realität immer mehr geschönt. Skeptiker und Verlangsamer sind Unterstützer - selbst wenn Sie diese bisweilen als lästig empfinden. Sie ernst zu nehmen, forciert realistische Entscheidungen.

Angst (und Stress) essen Seele auf - und stoppen den Verstand
Gehirnforscher sagen: Angst blockiert unser Denken. Je größer die Angst, desto urzeitlicher die Reaktionen und damit unsere Entscheidungen. Was hilft? Reden! Angst wirkt besonders, wenn man sich alleine fühlt. Suchen Sie sich einen vertrauten Menschen und reden Sie darüber. Schon im Gespräch relativiert sich das Angstgefühl und der Verstand nimmt wieder Fahrt auf.

Loslassen ist eine Kunst
Die Entscheidung, Dinge zu beenden (und möglicherweise einen Verlust oder eine gefühlte Niederlage in Kauf zu nehmen) ist hart. Die Hoffnung stirbt zuletzt - und mit ihr die Gelegenheit, rechtzeitig eine gute Entscheidung zu treffen. Es gehört mehr Mut zum Aufhören, als zum Beginnen - gerade wenn wir uns unserer „Niederlagen" schämen.

Gewissheit ist eine Illusion
Was unternehmen wir nicht alles, um - vermeintliche - Gewissheit zu erlangen. Noch eine Recherche, noch mehr Zahlen. Am Ende sehen wir den Wald vor lauter Bäumen nicht. Weniger ist (häufig) mehr. Menschen können höchstens sieben Informationen gleichzeitig verarbeiten. Wer mehr will, riskiert den Systemabsturz im Kopf.

Die Macht des Moments
Wie oft verharren Sie, bevor Sie eine Entscheidung treffen? An der Haustüre, wenn Sie innehalten bevor Sie sie schließen? In aller Regel will Ihnen dieser Moment etwas mitteilen. Haben Sie den Schlüssel tatsächlich eingesteckt? Diese Sequenzen sind Chancen, nutzen Sie sie. Meist gibt es einen (unbewussten) Grund, der uns zögern lässt.

Fazit: Je besser Sie sich selbst kennen, umso besser werden Ihre Entscheidungen. Wenn Sie wissen, was Sie antreibt oder die Punkte kennen, an denen Sie besonders verletzlich sind, laufen Entscheidungen bewusster ab. Treten Sie zu Seite, betrachten sich selbst und überlegen Sie, wie Ihre Entscheidungsmuster aussehen.

*Josef Beil ist Gründungsgesellschafter beim
Beratungs- und Trainingsunternehmen Janus
in Aying. (www.janusteam.de)

 

 

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