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Technik

Es kommt doch auf die Größe an

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Großformatdruckmaschinen | Der badische Verpackungsspezialist Karl Knauer KG und die Schweizer Druckerei Schlaefli & Maurer AG setzen beide Großformatdruckmaschinen ein. Neben der hohen Druckqualität überzeugen die Maschinen auch mit der Fähigkeit, kleine Auflagen wirtschaftlicher zu drucken.

Der Verpackungs- und Veredelungsspezialist Karl Knauer KG im badischen Biberach produziert seit Anfang 2010 mit der weltweit ersten Sechsfarben-Speedmaster XL 145 von der Heidelberger Druckmaschinen AG mit Doppellack, Prinect Inpress Control und voll integrierter Materiallogistik. Bei Knauer war die Maschine Bestandteil der größten Investition in der Unternehmensgeschichte von insgesamt zehn Millionen Euro. Mit einer Höhe von vier Metern und über 40 Metern Länge steht diese Maschine für modernste Verpackungs- und Veredelungstechnologie. Bei der Investitionsplanung waren die Mitarbeiter entscheidend involviert. Ein ausschlaggebender Punkt war die Fähigkeit der Maschine, auch kleine Auflagen wirtschaftlicher zu drucken.

Die Speedmaster XL 145 ermöglicht die einfache Steuerung aller Jobparameter vom Anlegen über das Drucken, Lackieren, Trocknen bis hin zum Auslegen und übernimmt die Register- und Farbregelung vollautomatisch. Knauer hatte als Ziel definiert, dass die Verpackungsaufträge nach 250 Rüstbogen in Produktion gehen. Dies bedeutet bei durchschnittlichen Auflagenhöhen von 7.000 Bogen eine erhebliche Zeit- und Materialersparnis. „Trotz der Größe der Maschine ist sie von zwei Mitarbeitern gut zu bedienen", erklärt Produktionsleiter Gerhard Kammerer. „Wir sind sehr stolz, für unsere Kunden einen nennenswerten Mehrwert an Qualität, Kapazität und Vielfalt schaffen zu können", bestätigt Kammerer weiter. Insgesamt reduzierten sich die benötigten Einrichtebogen und die Rüstzeiten durch die Speedmaster XL 145 um jeweils 50 Prozent.

Die Karl Knauer KG ist Mitglied in der Copaco-Allianz. Die Produktion verteilt sich auf Verpackungen und Werbemittel, hier vor allem Schreibtisch- und Schreibwarenartikel, für den europäischen Markt. Das dritte Standbein ist das Segment der maßgeschneiderten Premium-Präsentverpackungen. In diesem Bereich ist Knauer marktführend und hat sich auf den hochwertigen Wein- und Spirituosenhandel spezialisiert.

Premiere in der Schweiz
Die Schweizer Druckerei Schlaefli & Maurer AG hatte im Jahr 2009 für ihren neuen Produktionssitz in Uetendorf bei Thun einen Großauftrag über rund zehn Millionen Schweizer Franken für eine komplette Lösung aus dem Hause Heidelberg investiert. Seit Anfang 2010 produziert das Unternehmen mit der Speedmaster XL 145-Fünffarben plus Lackierwerk und dem CtP-System Suprasetter 145 - beides Premieren in der Schweiz. Alle Komponenten sind komplett mit dem Druckerei-Workflow Prinect in einem Produktionssystem integriert. In diesem Paket waren weiterhin eine Speedmaster XL 105 5-L, eine Taschenfalzmaschine Stahlfolder TD 112 und eine Hochleistungsschneidstraße von Polar-Mohr enthalten. Nach über einem Jahr zieht Schlaefli & Maurer eine sehr positive Bilanz und hat mit der Speedmaster XL 145 ein Alleinstellungsmerkmal im hochwertigen Akzidenzdruck in der Schweiz erzielt. Vor allem schätzt die Druckerei die Vielseitigkeit und Flexibilität der Maschine. So kommen qualitativ hochwertige Papiere in den Grammaturen von 80 bis 800 g/qm zum Einsatz. In der Druckmaschine können ebenfalls Inline-Perforationen und Inline-Stanzungen durchgeführt werden - ein weiteres Beispiel für eine schlanke Produktion. „Die Großformatmaschine hat die Taufe bestanden. Durch die hohe Druckqualität und die breiten Anwendungsbereiche haben wir viele neue Kunden gewinnen können", erklärt Rolf Hänni, Vorstandsvorsitzender der Schlaefli & Maurer AG. Die Speedmaster XL 145 hat bereits über 15 Millionen Bogen gedruckt. Für den größten Einzelauftrag wurden 160 Tonnen Papier bedruckt, geschnitten, gefalzt und ausgeliefert. Dies entspricht 300 Paletten.

Die Großformatmaschinen von Heidelberg basieren auf der Technologie der Speedmaster XL 105 und punkten durch kürzeste Rüstzeiten, größte Makulatureinsparung, hohe Flexibilität bei unterschiedlichen Bedruckstoffen und hohe Maschinenverfügbarkeit. Damit bieten sie eine ideale Antwort auf globale Markttrends wie Lean Manufac-turing, also einer industriellen Druckproduktion, die heute hauptsächlich durch Prozessoptimierung geprägt ist. Weiterhin verlangt der Markt nach immer größeren Formaten bei gleichzeitig kleiner werdenden Auflagen. Im Verpackungsdruck ist ein Trend zu Print-on-demand beziehungsweise Wiederholjobs bei kleiner werdenden Auflagen zu erkennen, welcher eine optimale Lagerhaltung bei kürzesten Durchlaufzeiten voraussetzt. Für die Differenzierung der Druckprodukte durch vielfältigste Veredelungen und damit einer Abhebung vom Wettbewerb sind die Maschinen aus dem Hause Heidelberg besonders geeignet.

Konzipiert für industrielle Prozessabläufe
Die Speedmaster XL 145 und XL 162 sind für Druckereien mit industriellen Prozessabläufen konzipiert. Alle Merkmale, wie flacher Bogenlauf in der Maschine, automatisierter Plattenwechsel und optimierte Kompensationsprozesse bei der Plattenmontage sowie die Inline-Qualitätsmessung im laufenden Betrieb mit Prinect Inpress Control, genügen höchsten Ansprüchen in Sachen Druckqualität und Materialausnutzung. Die stabile Konstruktion und das Design der Maschinen sind auf einen Dauerbetrieb ausgelegt. Die in dieser Formatklasse einzigartige Farbwerkstechnologie und der Maschinenleitstand Prinect Press Center mit der IntelliStart-Bedienerführung unterstützen zudem einen standardisierten Druckprozess.

Die benötigten Einrichtebogen und die Rüstzeiten durch die Speedmaster XL 145 reduzieren sich um jeweils 50 Prozent.

Anders als bei herkömmlichen Großformat-Auslegern wird der Bogen nicht nur durch eine Greiferbrücke an der Bogenvorderkante, sondern mittels zweier Greifersysteme an Vorder- und Hinterkante in die Auslage transportiert. Dort wird er mit einem weiteren Greifersystem gebremst und ausgelegt. Durch diese Innovation kann auf das Bogenleitblech und die Bogenbremsen in der Maschinenauslage verzichtet werden. Als Ergebnis wird eine wesentlich höhere Druckqualität ermöglicht, da ein Markieren frischer Farbe auf dem Bogenleitblech oder den Bogenbremsen ausgeschlossen ist. Durch den Entfall der sonst üblichen Bremskorridore kann darüber hinaus ein rund 50 mm schmaleres Rohbogenformat verwendet werden. Bei einer beispielhaften Druckleistung von 30 Millionen Bogen pro Jahr lassen sich hier bis zu 200.000 Euro im Jahr an Materialkosten einsparen. Außerdem können Sammelformen mit unterschiedlicher Nutzengröße und bei völlig flexibler Anordnung auf einem Bogen produziert werden. Weitere Vorteile durch den Wegfall der Bogenbremsen sind reduzierte Rüstzeiten, da das Einstellen der Bogenführung im Auslegerbereich entfällt, sowie eine sehr gute Stapelqualität, die durch die Kontrolle des Bogenfalls in der Auslage erreicht wird.

Für Sie entscheidend
Verpackungsdruck im Fokus

Die Heidelberger Druckmaschinen AG stellte ihre Großformatmaschinen auf der drupa 2008 erstmalig vor und fertigt diese seit Anfang 2009 in Serie. Die Maschinen werden mit Schwerpunkt im Verpackungsdruck und im Segment Short-run-color eingesetzt. Die anderen Maschinen verteilen sich auf POS- und Displaydruck sowie auf Verlags- und Akzidenzbetriebe. Besondere Vorteile:
Großformatmaschinen decken durch hohe Anwendungsflexibilität wichtige Markttrends ab,

Kostenführerschaft durch kürzeste Rüstzeiten und höchste Automatisierung – je kleiner die Auflagen, desto höher die Stückkostenvorteile,

industrielle Druckproduktion mit den niedrigsten Herstellkosten pro Druckbogen.

Über die Firma
Heidelberger Druckmaschinen AG Print Media Academy
Heidelberg
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