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Entscheidend ist die Funktion

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Schlauchbeutelmaschinen | Cloetta ist ein führender skandinavischer Hersteller von Süßwaren, mit einer langen Tradition in der Herstellung von Schaum-, Waffel- und Schokoladenprodukten. Derzeit betreibt Cloetta an einer Produktionsanlage drei Schlauchbeutelmaschinen verschiedenen Alters. Im Zuge einer Optimierung soll die gesamte Produktionsleistung dieser Anlage künftig mit zwei Verpackungsanlagen bewältigt werden.

Anstelle von drei Schlauchbeutelmaschinen mit einer Leistung von jeweils ca. 75 Beutel/min, kommen nun modernere Maschinen mit einer Leistung von jeweils 110 Beutel/min. zum Einsatz. Geliefert wurden diese von der Rovema GmbH, Fernwald. Die Redaktion der neuen verpackung unterhielt sich über das Projekt mit Kjell Lundqvist, der seit 1972 bei Cloetta angestellt ist. In den Anfangsjahren arbeitete er im Labor. Später übernahm er Aufgaben im Bereich Prozesstechnologie. Seit 1992 ist er Projektleiter Produktionstechnik und ist damit verantwortlich für die technischen Projekte in der Produktion, für deren Expertise von der Rezeptur bis zur Endverpackung der Produkte. Für Rovema saß Lars Andersen, Area Sales Manager, mit am Tisch.

neue verpackung: Herr Lundqvist, Sie sind mit einigen Kollegen hier in Fernwald, um eine weitere Verpackungslinie für Cloetta abzunehmen. Wie würden Sie die Zusammenarbeit mit Rovema beschreiben?

Kjell Lundqvist: Ja, die erste Maschine haben wir in den frühen 80er Jahren bei Rovema gekauft. Aber zugegebenermaßen waren wir nicht über die ganze Zeit hinweg Rovema treu. Dann bei der letzten Ausschreibung in 2009 nahmen wir zu sechs Verpackungsmaschinenherstellern Kontakt auf. Nach den ersten Stufen blieben zwei Unternehmen übrig, ganz am Ende bekam Rovema den Zuschlag.

neue verpackung: Nach welchen Kriterien bewerten Sie eine solche Investition?

Kjell Lundqvist: Wir betrachten jedes Projekt ganz spezifisch und auch jedes Projekt ganz neu. Natürlich spielt der Preis der Anlage eine Rolle aber vor allem entscheidet die Funktion. Also das wirklich wichtigste Kriterium ist, dass die Linie auch nachhaltig funktioniert. Wissen Sie, wir fahren in unserer Produktion mit drei Schichten, rund um die Uhr, und da ist nicht zu jeder Zeit ein technischer Spezialist vor Ort. Da sind keinerlei ungeplante Stillstandzeiten akzeptabel.
Lars Andersen: Und wenn mal was passiert, dann muss zumindest die telefonische Hotline funktionieren.
Kjell Lundqvist: Genau! Also wenn es Probleme gibt, dann brauchen wir natürlich schnellstmögliche Hilfe. Da hilft auch das gute Gefühl, dass der lokale Händler ganz in der Nähe ist und vor allem auch das Know-how besitzt, schnell helfen zu können. Das ist bei Rovema und Rovema's Händler in Schweden absolut gegeben.

neue verpackung: Kommen Sie bei den Rovema-Maschinen mit den Komponenten des Rovema-Standards zu Recht ober haben Sie spezielle Wünsche?

Kjell Lundqvist: Natürlich haben wir einige spezielle Wünsche. Schließlich müssen unsere Leute aus der Werksunterhaltung auch mit allen Komponenten zurechtkommen. So haben wir uns beispielsweise in der Antriebstechnik auf einen einzigen Frequenzumrichterlieferanten festgelegt. Andererseits haben wir Rovemas PC-basierte Maschinensteuerung P@ck-Control akzeptiert, obwohl wir an sich in einem bestimmten Automationsumfeld zu Hause sind. Da haben wir uns dann als Kompromiss darauf geeinigt, P@ck-Control auf einem Industrie-PC dieses Umfelds zu installieren.

neue verpackung: Bieten Rovema Maschinen auch technische Besonderheiten, auf die Sie nicht mehr verzichten wollen?

Kjell Lundqvist: In der 2009er Maschine war die Linearantriebstechnik etwas Besonderes. Diese Technik hat uns komplett überzeugt. In Kombination mit Rovemas besonderem Siegelprozess „Sense and Seal" bekommen wir ein sehr gutes Arbeitsergebnis mit beinahe null Stillstandzeit.
Lars Andersen: Durch „Sense and Seal" wird kein Verpackungsprodukt in den Siegelbacken verpresst, es gibt keine Verschmutzung und keine Beschädigung des Messers und der Siegelbacken. Vor allem kommt es aber nicht zu einer Prozessunterbrechung. Somit steigt die Verfügbarkeit der Verpackungsanlage.
Kjell Lundqvist: Das können wir aus den Erfahrungen der letzten zwei Jahre absolut bestätigen. Mit dieser Technologie sind die Rovema Schlauchbeutelmaschinen dem uns bekannten Wettbewerb einiges voraus. Außerdem arbeiten die Maschinen von Rovema auch sehr leise. Sie wissen, dass Geräuschemissionen bei uns in Skandinavien ein großes Thema des Arbeitsschutzes sind, jede Lärmquelle weniger, desto besser. Auch da passen die Rovema-Maschinen voll in das Anforderungsprofil.

neue verpackung: Zwischen dem Kauf 2009 und heute lag die schwierige Insolvenzzeit von Rovema. Gab es in dieser Periode irgendwelche Schwierigkeiten für Sie?

Kjell Lundqvist: Nein, die Insolvenz brachte für uns überhaupt keine Probleme. Die 2009er Linie war gerade installiert, als die Nachricht der Insolvenz eintraf. Da wurde keinerlei Zeit verloren. Wir mussten zwar rein juristisch auf Gewährleistungsansprüche verzichten, aber da wir mit den Maschinen überhaupt keine Probleme hatten, haben wir dadurch auch keine Nachteile gehabt. Wir waren bis zur Installation und auch später stets in engem Kontakt mit dem Projektteam von Rovema und der hielt auch während der Insolvenzzeit an. Wir können uns überhaupt nicht beschweren.

neue verpackung: Sie haben sich nicht nur für eine Schlauchbeutelmaschine, sondern für eine ganze Verpackungslinie von Rovema entschieden. Was waren die Gründe hierfür?

Kjell Lundqvist: Nun, es gibt gute Schlauchbeutelmaschinen auf dem Markt und es gibt auch sehr gute Endverpacker; gerade schwedische Unternehmen sind bekannt für gute Endverpackungsmaschinen. Aber wir wollten aus verschiedenen Gründen eine ganze Linie von der Dosierung bis zum Endverpacker als Turnkey-Lösung. Das konnte in aller Breite nur Rovema leisten, also mit Maschinen aus eigener Fertigung. Das ist uns deshalb sehr wichtig, weil es uns schlicht und einfach Zeit spart, wenn wir Hilfe vom Lieferanten brauchen. Je weniger Schnittstellen, desto besser. Ein Anruf muss genügen.

neue verpackung: Und das funktioniert?

Kjell Lundqvist: Ja, sicher. Und Rovemas Endverpackungsmaschinen sind richtig okay. Mir gefällt dabei ganz besonders, dass die Verpackung auf einer Ebene geschieht und somit mit den Beuteln recht sanft umgegangen wird. Außerdem sind die Maschinen sehr gut zugänglich, man kommt überall sehr einfach hin.
Lars Andersen: Und wir können auch sehr einfach auf den Wunsch eingehen, in allen Anlagenteilen die Antriebstechnik zu standardisieren.
Kjell Lundqvist: Ja, das stimmt. Ein durchaus wichtiges Argument.

neue verpackung: Haben Sie als schwedischer Kunde von Rovema den Eigentümerwechsel in Fernwald in irgendeiner Weise verspürt?

Kjell Lundqvist: Die neuen Eigentümer? Ja sicher. Wir wurden von Rovemas Vertreter in Schweden immer über den Stand der Dinge informiert, wobei uns der Eigentümerwechsel weniger interessiert hat. Für uns war die Hauptsache, dass das Geschäft bei Rovema weiter läuft.

neue verpackung: Und die Entscheidung für die neue Maschine?

Kjell Lundqvist: Dazu haben die Diskussionen bei uns im Oktober 2010 begonnen. Sie müssen wissen, dass unser Wirtschaftsjahr im September startet. Im Oktober waren deshalb die Budgets freigegeben und wir durften das Projekt angehen. Schon Ende Februar 2011 waren wir mit Rovema einig und die Bestellung ging Anfang März 2011 raus.
Lars Andersen: Und wir haben damals diese Woche als Liefertermin bestätigt.
Kjell Lundqvist: Ja, das stimmt und deshalb sind wir heute auch hier.
Lars Andersen: Wir haben uns gegenseitig in den Projekten sehr gut kennengelernt. Wir wissen was Cloetta braucht und vor allem, worauf Cloetta Wert legt. Cloettas Spezifikationen sind hervorragend ausgearbeitet, jedes Detail ist festgelegt. Das macht auch uns die Arbeit leichter und schützt vor unliebsamen Überraschungen.

neue verpackung: Sind Sie deshalb so ruhig Herr Lundqvist? Weil Sie wissen, dass alles so läuft wie es laufen soll?

Kjell Lundqvist: Ja, warum sollte ich denn aufgeregt sein. Die Maschine läuft, ich bin in keinster Weise überrascht, alles arbeitet richtig gut. Wir fordern keine extreme Höchstgeschwindigkeit und deshalb weiß ich, dass alles gut funktionieren wird. Wissen Sie, wir hatten alle drei Wochen Projektmeetings und deshalb waren wir sehr stark in den ganzen Prozess involviert, somit sind auch jetzt hier bei der Abnahme keinerlei Überraschungen zu erwarten. Spannend wird noch der Installationsprozess der Maschine bei uns in Schweden, bei dem ja noch allerhand passieren kann. Deshalb lassen wir die alte Maschine noch an ihrem Platz und in Produktion, bis die Neue komplett abgeschlossen ist. Schließlich läuft sie ja rund um die Uhr und da muss alles bestens funktionieren.

neue verpackung: Herr Lundqvist, wie stark ist der Einfluss des Marketings auf die Produktionstechnik?

Kjell Lundqvist: Nun, die Marketingabteilung versucht immer wieder neue Lösungen zu finden, um den Verkauf einfacher zu machen. In 2009 haben wir viele verschiedene Verpackungsarten ausgetestet. Aber am Ende haben dann doch die Kriterien der Logistik die Oberhand behalten und die vielen schönen Marketingideen waren vom Tisch. In Schweden haben wir diese Pillow-Bags mit dem Aufhängeloch quasi als Standard.
Lars Andersen: Aber beim Endverpacker, da haben wir eine Spezialität. Die Kartons sind für eine Viertelpalette ausgerichtet und haben noch eine „Stacking-Flap", zwei kleine Stapellaschen an der Kartonoberseite. Das ist eine wirkliche Besonderheit für Skandinavien.
Kjell Lundqvist: Ja, diese „Stacking-Flap" ist wirklich wichtig für die leichteren Produkte. Gerade auch im Bereich der Snacks braucht man die, da ansonsten die Kartons nicht stabil gestapelt werden können. Und das Produkt kann damit sicher im Karton direkt am Point of sale präsentiert werden. Aber nochmals zurück zum Marketing: Da konzentrieren sich zwischenzeitlich die Anstrengungen auf den Foliendruck, um mit einem bestimmten Design Produktfamilien zu kreieren.

neue verpackung: Sie haben die Kosten der Maschine angesprochen. Was ist für sie das entscheidende Kriterium. Die Investition oder die Höhe der Total Cost of Ownership?

Kjell Lundqvist: Wir bei Cloetta rechnen da nicht spitz. Wir brauchen schlicht und einfach die richtigen Dinge für unser Geld. Das ist auch eine echte Gefühlssache. Und der After-Sales-Service ist extrem wichtig. Natürlich schauen wir auch auf die Betriebskosten, so werden etwa Energiesparfunktionen immer wichtiger, da die Energiekosten ständig steigen. Aber im Vergleich zu den Energiekosten sind die Materialkosten wesentlich höher, doch das ist dann eher ein Marketing-Thema, weniger das entscheidende Kriterium aus Sicht der Produktion.

neue verpackung: Wenn Sie alles nochmal Revue passieren lassen. Was hat Sie bei Rovema besonders beeindruckt?

Kjell Lundqvist: Als ich das erste Mal Rovema hier in Fernwald besucht habe, war ich sehr erstaunt über die Sauberkeit und die tolle Ordnung in der Produktion. Alles war klar gegliedert und sehr transparent. Wenn Sie im Food-Business arbeiten, dann ist Sauberkeit ein sehr wichtiges Thema. Wir haben ein Auge dafür und sind entsprechend sensibel. Ein guter Eindruck in dieser Hinsicht ist schon die halbe Miete (lacht). Das gilt auch für das Hygienedesign der Maschinen, das bei Rovema dem aktuellen Stand der Technik entspricht. Wie ich auf der Interpack gesehen habe, wird Rovema in dieser Hinsicht sogar noch viel besser. In jedem Fall freue ich mich sehr darauf, mit Rovema zusammenzuarbeiten.

Über die Firma
Rovema GmbH
Fernwald
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