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Weidenhammer mit Umsatzplus

Die Weidenhammer Packaging Group (WPG), Europas führender Anbieter von Kombidosen, Kombitrommeln und Kunststoffbehältern, hat im zurückliegenden Geschäftsjahr 2011 ihren Gesamtgruppenumsatz auf 230 Millionen Euro (2010: 215 Millionen Euro) gesteigert. „Damit konnten wir einen doppelt so hohen Zuwachs als geplant erreichen", freut sich Ralf Weidenhammer, Geschäftsführer der WPG. Ganz ungetrübt ist die Freude jedoch nicht: „Wir müssen mehr arbeiten, um das Gleiche zu erwirtschaften", schränkt er mit Blick auf die steigenden Rohstoffpreise ein, die den Ertrag belasten.

Wichtige Investitionen in Werke und Personal konnten 2011 erfolgreich abgeschlossen werden und stärken den Wachstumskurs der Gruppe. Der Ausbau des Geschäfts in wichtigen Märkten wie Großbritannien schreitet gut voran. Beide Geschäftsbereiche, Karton und Kunststoff, trugen zu dem guten Ergebnis bei. Allerdings habe die Kunststoffsparte, die rund 10 Prozent des Gruppenumsatzes der WPG beisteuert, unter Plan abgeschlossen. „Die Konsumgüterhersteller wollen keine Investitionen in neue Maschinen tätigen. Deshalb ist es schwierig, neue Produkte zu platzieren", so Weidenhammer. Um die Umstellungskosten in der Produktion zu reduzieren, sei es deshalb wichtig, dass die Lebensmittelhersteller die bestehenden Maschinen weiter nutzen können.

Den Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr beschreibt Weidenhammer als „abwartend vorsichtig" und geht davon aus, dass der Umsatz trotz eines verhaltenen Starts auf Vorjahreshöhe stabil bleiben wird. „Besonders erfreulich ist, dass 2012 erstmals jeder unserer Standorte voll profitabel sein wird", so Ralf Weidenhammer. Bisher hatten die Standorte in Frankreich und insbesondere USA keine schwarzen Zahlen geschrieben. Als zunehmend problematisch schätzt die WPG die derzeit angespannte Lage am internationalen Rohstoffmarkt ein: Die steigenden Rohstoffpreise stellen die Gruppe vor ernste Herausforderungen. Als Maßnahme will die Gruppe neue Lieferanten identifizieren. So seien asiatische Anbieter um 10 bis 20 Prozent günstiger, so Weidenhammer.

Umfangreiche Investitionen
Insgesamt 33 Millionen Euro und damit wiederum den gesamten Cash Flow hat die WPG im vergangenen Jahr in den Neu- und Ausbau ihrer Werke investiert. 2012 plant die WPG nochmals Investitionen im Umfang von rund 27 Millionen Euro. Ein beträchtlicher Teil davon wird auch in die Umsetzung des Nachhaltigkeitskonzeptes der Gruppe fließen, insbesondere in den Ausbau der erneuerbaren Energien. Derzeit unterhält die WPG auf ihren Werken 12 großflächige Photovoltaikanlagen, die bereits im laufenden Jahr rund 20 Prozent des Strombedarfs der Gruppe decken. „Damit sind wir auf einem guten Weg", so Ralf Weidenhammer. „Unser Ziel ist es, 2015 rund ein Viertel unseres Energieverbrauchs aus erneuerbaren Energien zu speisen."

Mit der Eröffnung des neuen Werks von Weidenhammer UK im nordenglischen Bradford wurden im November 2011 die Weichen für eine weitere Expansion im attraktiven britischen Markt gestellt. Bereits 2010 wurden größere Werk-Neubauten in Griechenland und Hockenheim realisiert. 2012 hingegen wird der Fokus vor allem auf der Erweiterung der Kundenbasis und dem Ausbau weiterer Produktionskapazitäten liegen.

Am Standort Zwenkau wird derzeit ein zweites, rund 10.000 Quadratmeter großes Kunststoff-Werk gebaut, in dem ab Mitte des Jahres In-Mould-Labelling-Verpackungen für den deutschen und europäischen Markt produziert werden.

Stärkung des Kerngeschäfts mit Kombidosen
Kerngeschäft der Gruppe bleibt jedoch das Geschäft mit Kombidosen. Auch hier baut die WPG ihre Produktion in Deutschland weiter aus: Am Standort Bunde in Ostfriesland starteten im Oktober 2011 die Bauarbeiten an einer zweiten, rund 4.000 Quadratmeter großen Halle, die den Umfang des bisherigen Werks verdoppelt.

Bereits im März werden zwei weitere Linien für die Produktion der jüngsten Generation der Kombidose, der EvoCan, installiert. Von Bunde aus, wo die WPG ausschließlich Kombidosen produziert, werden deutsche und holländische Kunden beliefert. Die Gesamtinvesitionen für das Projekt belaufen sich auf über zehn Millionen Euro.

Um das Geschäft mit bestehenden und neuen Kunden auszubauen, setzt die WPG auch im Kombidosenbereich auf die Entwicklung neuer „dichte Dose"-Lösungen. Der Peel-off Top-Verschluss eignet sich besonders zum Verschließen von Kombidosen, wenn eine hohe Gasdichtigkeit gefordert ist, beispielsweise für Milchpulver oder Kaffee. Dieses Segment wird bislang weitgehend von Weißblechdosen dominiert. „Für uns ist das ein wichtiger Schritt, um neue Kunden für unser Kombidosengeschäft zu gewinnen", so Ralf Weidenhammer. „Deshalb bildet die Weiterentwicklung der ‚dichten Dose‘ einen Schwerpunkt im laufenden Jahr. Sie macht unsere Verpackungslösungen noch attraktiver ? für Hersteller, Handel und auch den Verbraucher."

Software für Ökobilanzen
Um in Zukunft eigene Produkte besser beurteilen zu können, hat Weidenhammer die Software PIQET (Packaging Impact Quick Evaluation Tool) angeschafft. Damit erstellt WPG Ökobilanzen ihrer Verpackungen und vergleicht diese mit anderen Verpackungsarten. So können die Kunden die für sie optimale Lösung auswählen. „Großkonzerne fällen keine Entscheidung ohne Ökobilanz", weiß Ralf Weidenhammer. Die Software bietet ein Cradle-to-grave System in den Kategorien Treibhauspotential, Energieverbrauch, Ressourcenverbrauch, Photosmog, Landverbrauch, Wassserverbrauch sowie Abfall.

Außerdem hat WPG die Stelle eines Managers für den Bereich Regulatory Affairs neu eingerichtet, da die Anforderungen in Bezug auf Produktsicherheit sowohl von Seiten der Behörden als auch der Kunden beständig gestiegen seien.

Für Sie entscheidend
Weidenhammer Packaging Group

Die Weidenhammer Packaging Group ist mit zwölf Produktionsstätten, über 1.000 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von 230 Millionen Euro in 2011 weltweit einer der beiden führenden Anbieter von Kombidosen, Kombitrommeln und Kunststoffbehältern. Das 1955 in Hockenheim gegründete mittelständische Familienunternehmen hat sich in den vergangenen fünf Jahrzehnten zum Markt- und Technologieführer in seinem Marktsegment entwickelt. Zum Kundenkreis zählen internationale Markenartikler wie Nestlé, Unilever, Procter & Gamble, Rügenwalder Mühle, Imperial Tobacco oder BAT.

Würstchen in der Kunststoffverpackung
Seit Ende Februar 2012 vertreibt der Wurst- und Fleischwarenspezialist Metten sein neuestes Produkt, die „Leckeren Landwürstchen", in einem PermaSafe-Becher von Weidenhammer Plastic Packaging, der Kunststoffsparte der Weidenhammer Packaging Group. Die Maße der Barriereverpackung aus Kunststoff entsprechen denen einer handelsüblichen Konservendose. So kann ein handelsüblicher Metallverschluss aufgesetzt werden, so dass die bestehenden Verpackungsmaschinen weiter genutzt werden können. Ein Vorteil am Point of Sale: Durch das transparente Sichtfenster im PermaSafe-Becher kann der Verbraucher den Produktinhalt sehen. Mit der klassischen Wurstspezialität in der Kunststoffverpackung will Metten gezielt neue Käufersegmente ansprechen.

Im Vergleich mit herkömmlichen Konservendosen überzeugt die Kunststoffverpackung vor allem dank ihrer höheren Convenience: Der Becher ist mit einer leicht zu entfernenden Peel-Folie abgedeckt, die den Produktinhalt luftdicht versiegelt. Ein Schnappdeckel sorgt dafür, dass sich die Verpackung leicht öffnen und wieder verschließen lässt. Dank PermaSafe ist die Verpackung zudem nahezu undurchlässig für Sauerstoff und Wasserdampf. Dadurch halten sich die Würstchen bis zu sechs Monate ohne Kühlung.

Über die Firma
Weidenhammer Packungen GmbH & CO. KG
Hockenheim
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