Märkte

Fachpack und Brau locken

Fachpack 2012 vom 25. bis 27. September

In großen Schritten naht die Fachpack, die Ende September wieder über 35.000 Besucher nach Nürnberg locken soll. Auf einer Fläche von netto 50.000 m? zeigen die Aussteller in Nürnberg Packstoffe und Packmittel, Verpackungsmaschinen, Kennzeichnungs- und Markiertechnik, Verpackungsdruck und -veredelung sowie Lösungen aus der Verpackungslogistik.


Nach Bratislava, der Hauptstadt der Slowakei, entführte die Messe Nürnberg im Vorfeld der Fachpack und der Brau die große Schar der internationalen Fachpresse. Auch, um zu untermauern, dass die Fachpack längst keine rein deutschsprachige Messe mehr ist. Längst zählen Slowaken, Tschechen und Polen nicht mehr nur zu den Besuchern, sondern eben auch zur Ausstellerschaft der Messe. Der Osten Europas entwickelt sich und mausert sich weiter. Der größte slowakische Safthersteller, der sich aus einer tollen Laune der Gründungsväter heraus heute McCarter nennt (Carter, weil der Ex-US-Präsident so hieß; Mc, weil das doch nach McDonalds klingt und Erfolg verheißt), setzt nur auf feinste deutsche Abfülltechnik. Eine Stunde von Bratislava entfernt, ließ das alte Gebäude aus sozialistischen Zeiten den technischen Glanz im Innern beim ersten Anblick nicht erahnen.

Modernste Abfüll- und Verpackungstechnik

Doch die jungen innovativen Gründer brauchten für die Umsetzung ihrer Ideen modernste Maschinen- und Anlagentechnik. McCarter-Säfte sind nämlich anders, als wir Fruchtsäfte kennen. Sie glänzen mit ungewöhnlichen Verpackungen - PET in unterschiedlichsten Varianten und Formen mit kreativen Verschlüssen und Deckeln - und Inhalten. Die Inhalte sind stückig und faserig oder es handelt sich um Zusatzstoffe wie Vitamine, die als sogenannte Balls sichtbar in den Säften schwimmen und erst vor dem Trinken zerkaut werden müssen. Natürlich setzt McCarter auch auf den Getränkekarton, doch der ist dem Massengeschäft vorbehalten, da er zu wenig kreativ sei, bemängelte einer der Geschäftsführer. Das junge Unternehmen hat sich inzwischen mit seinen eigenen Marken und den innovativen Getränken bis nach Russland einen Namen gemacht und produziert Private Labels, aber auch importierte Marken (Teekanne). Eine spannende Erfolgsgeschichte, die zeigt, welches Potential noch Osteuropa entdeckt werden kann.

Fachpack als Innovationsschau

Platz, Energie, Material sparen - das sind Themen, die die Verpackungs-industrie derzeit bewegen. Die treibenden Kräfte für stetige Innovationen sind vielschichtig: wirtschaftliche Rahmenbedingungen, politische Vorgaben und technologischer Fortschritt. Diese Herausforderungen zur Weiter-entwicklung ihrer Produkte nimmt die Verpackungswirtschaft an. Letztlich sorgt schonender Umgang mit Ressourcen auch für mehr Effizienz in der Wertschöpfungskette. Fleisch stellt besondere Anforderungen an industrielle Verpackungen, weil es aussaftet. Eine Vakuum-Weichfolien-Verpackung aus zwei Kammern sorgt für trockenes Lagern in der Verpackung. Dabei nimmt die getrennte Aktiv-Vakuum-Kammer Fleischsaft und Luftsauerstoff aus den Randbereichen des Produktes auf. Das Fleisch behält die vom Verbraucher geschätzte rote Färbung. Die zweite Verpackungskammer vermeidet beim Öffnen den Kontakt mit dem abgegebenen Fleischsaft, ein Rückfließen ist systembedingt ausgeschlossen. Das neue Konzept spart auch Kosten in der Herstellung: Durch das Vakuum-System der zweiten Kammer wird auf Saugeinlagen verzichtet. Eine spezielle Folienzusammensetzung ist nicht erforderlich. Die Standardfolien-Lösungen eignen sich für ein breites Produktspektrum.

Neues für die Mikrowelle

Vielversprechende Verpackungslösungen helfen, fetthaltige, panierte oder brotartige Lebensmittel knusprig und schmackhaft in der Mikrowelle zuzubereiten. Feuchtigkeit und Fett wandern während des Garvorgangs durch eine perforierte Siegelfolie und werden von einer Zwischenlage aufgesaugt. Auch unpanierte Speisen, wie etwa Schinkenspeck, gelingen so in der Mikrowelle deutlich knuspriger. Die Verpackung besitzt zudem thermoisolierende Eigenschaften. Diese senken die Außentemperatur der Verpackung nach der Mikrowellen-Zubereitung und ermöglichen das problemlose Anfassen des Beutels. In Verbindung mit leicht zu integrierenden, komfortablen Öffnungsmechanismen ist so eine zeitsparende, leichte Entnahme des zubereiteten Essens gewährleistet. Ein zusätzliches Dampfventiletikett ermöglicht besonders schonendes Dampfgaren, das natürlichen Geschmack und Vitamine erhält. Die flexible Verpackung kann vollflächig bedruckt werden und besitzt mit einem Sichtfenster ein ansprechendes Design. Sie wird auf herkömmlichen Form-Fill-and-Seal-Anlagen verarbeitet und kann eine Bag-In-Box Suszeptor-Verpackung ersetzen. Suszeptoren bestehen aus einer auf Folie aufgedampften Metallschicht. Sie strahlen Wärme ab, um Lebensmittel zu bräunen. Die neue Mikrowellen-Verpackung spart diese Materialien ein, und wird teilweise aus erneuerbaren Rohstoffen hergestellt.

Technik: Flexible Maschinen verpacken in Höchstgeschwindigkeit

Das Produktionsvolumen für Verpackungsmaschinen und Nahrungs-mittelmaschinen stieg um 7,3 Prozent auf 10,6 Milliarden Euro. „Wir sind also auf gutem Wege, den Spitzenwert 2008 von 11,1 Milliarden Euro wieder zu erreichen", sagte Volker Kronseder, Vorsitzender VDMA Fachverbandes Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen, in der slowakischen Hauptstadt. Im darin enthaltenen Bereich Getränkemaschinen, also Getränkeherstellungs- und -verpackungs-maschinen, sei es noch einen Tick besser gelaufen. Die im Kern etwa 100 Unternehmen mit rund 14.000 Mitarbeitern haben 8,2 Prozent Plus und damit exakt 2,039 Mrd. Euro Produktionsvolumen erwirtschaftet. „Wie Sie wissen, werden Zulieferkomponenten und beispielsweise auch Streck-blasmaschinen nicht in unserem Fachverband, sondern an anderer Stelle statistisch erfasst. Wenn man diese statistischen Gegebenheiten eliminiert, dürfte der Branchenumsatz für den Getränkemaschinenbau etwa doppelt so hoch sein", fügte der Krones-Vorstandsvorsitzende an. Getränkeverpackungsmaschinen und Verpackungsmaschinen insgesamt sind die Nummer Eins auf dem Weltmarkt. Der Exportanteil liegt im Schnitt bei mehr als 80 Prozent. Wichtigste Exportmärkte für Verpackungs-maschinen sind die USA - 2011 auf Platz 1 - und China - 2010 auf Platz 1. Nach Russland auf dem 3. Rang folgen Frankreich und Großbritannien und dann kommt schon Brasilien. Das alles seien positive Aspekte auch für den deutschen Getränke- und Verpackungsmaschinenbau, der zurzeit ein besonderes Augenmerk auf das große Thema Nachhaltigkeit richte. Das gelte für die eigene Produktion ebenso wie für den Lebenszyklus der Maschinen und Anlagen im Abfüllbetrieb

 

Fachpack in Zahlen

Veranstaltungsort und Termin
Messezentrum Nürnberg
Dienstag, 25. bis Donnerstag, 27. September 2012

Öffnungszeiten
25. und 26. September 2012:    9.00 bis 18.00 Uhr
27. September 2012:                9.00 bis 17.00 Uhr

Online Ticketshop
Tickets und Kataloge ab August online bestellen unter:
www.fachpack.de/vorverkauf

Tageskasse
Tages-Eintrittsausweis:
EUR 30
Dauer-Eintrittsausweis:
EUR 35
Dauer-Eintrittsausweis Vorverkauf:
EUR 30

Alle Aussteller und ihre
aktuellen Produktinformationen unter:

www.ask-FachPack.de

 

Brau Beviale 2012: Tradition, Innovation, Natürlichkeit

Die Brau Beviale startet 2012 einen Tag früher, also bereits am Dienstag, 13. November. Rund 1.350 Aussteller und gut 31.500 Besucher erwartet die in diesem Jahr weltweit wichtigste Investitionsgütermesse für die Getränkewirtschaft. Auch wenn Innovationen in den Bereichen Getränke-Rohstoffe, Technologien, Logistik und Marketing im Mittelpunkt stehen, setzt Nürnberg Impulse für internationale Getränketrends.

Laut chinesischem Horoskop steht 2012 im Zeichen des Wasser-Drachens; ein gutes Jahr, gilt doch der Drache als Glücksbringer, symbolisiert Stärke und Reichtum. Beides ist dem asiatischen Getränkemarkt seit Jahren hold. Er sprengt Wachstumsrekorde und bringt Getränkeideen hervor, die weltweit für Anregungen sorgen. Tradition in Verbindung mit Innovation und Gesundheit sind hier die Schlagworte. Sogenannte innovative Getränke beinhalten Zutaten, die seit langem geschätzt werden, wie Teeextrakte oder Holunderblütensirup. Unter dem Aspekt „Back to the roots“ punkten Regionalität und ein damit einhergehendes Vertrauen in heimische Produkte.

Alkoholfreie Getränke begehrter denn je
Vor allem dank Asien legte der weltweite Markt alkoholfreier Getränke 2011 um etwa 4 % zu. 60 % des globalen Wachstums realisierten asiatische Märkte. Derzeit ist Asien mit einem Anteil von 27 % größter Player im Softdrink-Bereich. Nordamerika vereint nur mehr knapp 20 % auf sich, Westeuropa 17 %. Noch im Jahr 2005 rangierte Nordamerika mit einem Viertel der globalen Verkäufe auf Platz eins. Der jährliche Pro-Kopf-Konsum liegt in Asien bei 40 l. Verglichen mit europäischen und nordameri-kanischen Verbrauchern ist das nur ein Sechstel bzw. Achtel und zeigt das hohe künftige Wachstumspotenzial. Auch Lateinamerika, der Mittlere Osten und Nordafrika lassen ein Softdrink-Plus erwarten. In West- und Osteuropa stagnieren die Märkte.

Derzeit enthalten 37 % der weltweit konsumierten alkoholfreien Getränke Kohlensäure. Weil diese aber teilweise hohe Kaloriengehalte haben und in Asien stille Softdrinks bevorzugt werden, könnte bis 2016 der Anteil der kohlensäurehaltigen Erfrischungsgetränke um 4 % schrumpfen. Dann dürfte abgefülltes Wasser die weltweit führende Softdrink-Kategorie sein. Starkes Wachstum im zweistelligen prozentualen Bereich wird für Sport- und Energy Drinks prognostiziert – allerdings ausgehend von einem noch niedrigen Niveau. Sie vereinen gerade einmal 3 % des weltweiten Softdrink-Volumens auf sich (Canadean). In Westeuropa war Dänemark 2011 mit einem Pro-Kopf-Konsum von ca. 15 l der wachstumsstärkste Markt in diesem Segment (Euromonitor).

Deutschland: Plus für Erfrischungsgetränke, Mineral- und Heilwasser
2011 stieg der Pro-Kopf-Verbrauch an Erfrischungsgetränken in Deutschland um 1,6 % auf 120,1 l. Interessant ist das hohe Plus von gut 29 % bei Light-Limonaden und von über 10 % bei Near-Water-Getränken (Wirt-schaftsvereinigung Alkoholfreie Getränke, wafg). Die Zulassung von Stevia als Süßungsmittel bietet Innovationspotenzial u. a. bei kalorienreduzierten Erfrischungsgetränken. Neue Produkte wie weniger süße Orangen- und Zitronenlimonade mit höherem Fruchtgehalt folgen dem Verbraucherwunsch nach mehr Natürlichkeit.

 

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