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Ein gewinnendes Packmittel

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Lothar Ruhnke, Sprecher des FFI- Vorstands, erfreute sich vor allem daran, dass der FFI-Anteil an der Gesamtbranche wertmäßig auf 78,3 % und mengenmäßig auf 69,7 % angewachsen ist. Die 85 FFI-Mitglieder haben 2011 ihren Produktionswert um 5,9 % auf 1.494 Mrd. Euro und ihre Produktionsmenge um 4,5 % auf 599.000 Tonnen gesteigert. Ruhnke sagte dazu: „Diese prägnante Entwicklung des FFI zeigt sich bereits über einen längeren Zeitraum. Von 2007 bis 2011 haben die Verbandsmitglieder ihren Anteil am Produktionsvolumen der Branche um plus 10,8 Prozentpunkte von 58,9 % auf 69,7 % vergrößert. Analog entwickelte sich der Anteil am Produktionswert um plus 7,3 Prozentpunkte von 71,0 % auf 78,3 %." Die zuvor berichtete Entwicklung der Produktionsmenge in der deutschen Faltschachtelindustrie von -0,3 % für 2011 findet ihren Beleg auch in der Auslastung der Maschinenkapazitäten.

Die hohe Auslastung von 91,5 % im 1. Quartal 2010 wurde in keinem der darauffolgenden Quartale bis Ende 2011 erreicht. Dieser geringere Beschäftigungsgrad hat sich auf Basis der vorliegenden Zahlen leider fortgesetzt und liegt zum Ende des 1. Quartals 2012 bei 82,8 %. Bisher sei nicht eindeutig zu erklären, welche End-Use-Segmente der abpackenden Industrie für den Rückgang der Kapazitätsauslastung bei der Herstellung von Faltschachteln verantwortlich zeichneten. Zu den wesentlichen End-Use-Segmenten für die Faltschachtelindustrie im Bereich Food zählen nach wie vor Cerealien, Süßwaren, Tiefkühlkost und Fertiggerichte sowie Tiernahrung. Für das Non-Food Segment sind zu nennen: Körperpflege, Kosmetik, Zigarette und Pharma.

Anforderungen an
Faltschachtelhersteller wachsen

Die Konzentration der Branche hält weiter an. Wie Ruhnke betonte, ist die Anzahl der an das Statistische Bundesamt meldepflichtigen Faltschachtel-Unternehmen, das sind Betriebe mit mehr als 20 Mitarbeitern, weiter rückläufig. Bei einer geschätzten Anzahl von etwa 200 Herstellern von Faltschachteln in Deutschland zeigt die Bundesstatistik nur noch 99 Betriebe, die der Mindestgröße für die Berichterstattung entsprechen. Ruhnke verdeutlicht hierzu: „Die Entwicklung und Produktion von Faltschachteln sind durch vielfältige Herausforderungen und Maßnahmen gekennzeichnet. Beispiele dafür sind die Weiterbildung der Fachkompetenz der Mitarbeiter und die Sicherstellung hoher Finanzkraft, um Modernisierungen in allen Stufen der Produktion realisieren zu können. Nicht zu vergessen sind steigende Ansprüche in der Beherrschung moderner Supply-Chain-Manage-
ments sowie ertragsorientierter Strategien im Einkauf, Verkauf und Marketing. Dies sind nationale und europäische Erfolgsbedingungen, die nicht jeder alleine erfüllen kann. Weitere Zusammen-
schlüsse in der Faltschachtelindustrie sind deshalb nicht auszuschließen."

Faltschachtelmarkt in Europa
Interessant erscheint der Vergleich der deutschen Branchenentwicklung mit den anderen europäischen Märkten. So nimmt die deutsche Faltschachtelindustrie nach wie vor Platz 1 im europäischen Ranking ein, allerdings mit mittlerweile gut 25 % des gesamten europäischen Marktes. Mit deutlichem Abstand folgen Italien und England mit jeweils 14 % EU-Marktanteil sowie Frankreich mit 12% EU-Marktanteil. Alle anderen EU-Länder liegen beim Ranking im einstelligen Prozentbereich. Dabei wird in Deutschland und der Türkei ein deutliches kumuliertes Wachstum über den fünfjährigen Betrachtungszeitraum 2006 bis 2010 verzeichnet.

Alle anderen nationalen Faltschachtelindustrien sind im gleichen Zeitraum geschrumpft. „Damit werden die deutschen Faltschachtelhersteller auch immer bedeutender als Kunden für national und europäisch agierende Lieferanten", so Ruhnke. „Wir stellen uns der Aufgabe, die Position als Marktführer in Europa zu behaupten und weiter zu stärken. Dies geht aber nicht ohne die Unterstützung der Zulieferindustrie. Als Branchenverband haben wir deshalb eine neue Aufgabe gestartet, die sich den Rahmenbedingungen des Einkaufs von Rohstoffen widmet. Damit werden wir für die FFI-Mitglieder neben unserem Vertriebsmarketing auch das Beschaffungsmarketing etablieren."

Lothar Ruhnke, Sprecher des FFI-Vorstandes: „Diese prägnante Entwicklung des FFI zeigt sich bereits über einen längeren Zeitraum. Von 2007 bis 2011 haben die Verbandsmitglieder ihren Anteil am Produktionsvolumen der Branche um plus 10,8 Prozentpunkte von 58,9 % auf 69,7 % ver-
größert.“


Für Sie entscheidend
Faltschachtelindustrie in Zahlen
Die deutsche Faltschachtelindustrie ist gut aufgestellt. 2011 haben annähernd 200 Unternehmen Faltschachteln hergestellt. 99 Unternehmen davon wurden 2011 vom  Statistischen Bundesamt erfasst, da sie mit mehr als 20 Mitarbeitern prduzieren. 85 Faltschachtelhersteller gehören dem Fachverband Faltschachtel-Industrie an.
Die deutsche Faltschachtelindustrie hält inzwischen ein Viertel des europäischen Marktes. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes hat die Gesamtbranche den Produktionswert auf 1.907 Mrd. Euro (plus 4,5 %) gesteigert. Im Dreijahreszeitraum (2009 bis 2011) ergibt sich eine deutlich langsamere Veränderung beim Produktionsvolumen. 2011 „stagniert“ die Produktionsmenge der Gesamtbranche bei 860.000 Tonnen (-0,3 %).

 

Über die Firma
FFI Fachverband Faltschachtel-Industrie e. V.
Frankfurt am Main
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