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Tiefkühl-Verpackung | Die neuen Tiefkühlsuppen von Frosta fallen optisch und inhaltlich auf. Für die Markteinführung der Produktneuheit hat Frosta eine ungewöhnliche Verpackung in Form des Unterneh-
menslogos entwickelt. Um diese Idee ressourcen-
schonend und kostensparend umzusetzen, sollte der neue Packstil mit den bestehenden Verpackungs-
maschinen realisiert werden. Frosta benötigte lediglich ein halbes Jahr für die technische Entwicklungsarbeit, um seine Maschinen gemeinsam mit Bosch Packaging Services erfolgreich umzurüsten.

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Pünktlich zur geplanten Markteinführung im Oktober 2011 lagen sie in den Kühltruhen der Supermärkte aus: die neuen Tiefkühlsuppen von Frosta. Bisher konnten Kunden Fertig-suppen lediglich in Dosen oder in Pulverform erwerben. Tiefkühlsuppen von Frosta hingegen bieten mehr Frische, knackigeres Gemüse, einen höheren Vitaminanteil durch schonende Herstellung und ein optisch ansprechendes Äußeres. „Ein solches Konzept wollten wir auch durch eine neue, attraktive Verpackung hervorheben“, erläutert Ralf Finck, Leiter der Verpackungsentwicklung bei Frosta.
Bei der Suche nach einer besonderen Verpackungslösung für die neuen Tiefkühlsuppen drängte sich das Frosta-Logo förmlich auf: Die Welle wird zur Verpackung. „Unser Markenvorstand Hinnerk Ehlers war von dieser Idee begeistert. Sie greift die bewährte Verpackung für Tiefkühlprodukte auf und zieht gleichzeitig durch ihre innovative Form die Aufmerksamkeit der Verbraucher auf sich. Dank Wellenform schaffen wir einen zusätzlichen Bezug zur Marke Frosta“, so Finck. Nach den Unternehmensanfängen im Bereich Fischprodukte kamen im Laufe der Jahre Tiefkühlgerichte und Gemüse zum Sortiment von Frosta hinzu. Entsprechend wurde auch das Logo kontinuierlich angepasst. Heute symbolisiert es Land und Wasser, Gemüse und Fisch. Diese Markenentwick-
lung setzte Frosta nun auch konsequent in der neuen Verpackung um.

Verlässlicher Partner mit flexiblen Anlagen
Einerseits bestand für Frosta die Herausforderung in der Entwicklung eines komplett neuen Tiefkühlprodukts, andererseits in der Realisierung des unkonventionellen Verpackungskonzepts. Parallel zur Ausarbeitung der Rezeptur, trieben der Marken-
vorstand, die Verpackungsentwicklung und das Marketingteam die Beutelidee weiter voran und finalisierten im Herbst 2010 das Konzept für die Verpackung der innovativen Tiefkühlsuppen. Anschließend galt es, eine Lösung zur Umsetzung des neuen Beutelformats zu finden. Da Frosta großen Wert auf einen nachhaltigen Ressourceneinsatz legt, sollte der bestehende Maschinenpark dabei nicht extra für die neue Produktreihe ausgetauscht, sondern möglichst durch ein Upgrade für das Wellenformat nachgerüstet werden. Im November 2010 fanden dazu erste Gespräche zwischen Frosta und Bosch statt.

Die vertikale Schlauchbeutelmaschine SVK 3600 L erschien für die Aufrüstung auf den neuen Packstil besonders geeignet. Seit Mitte der siebziger Jahre produziert Frosta bereits auf Maschinen von Bosch und vertraute auch bei der Entwicklung des unkonven-
tionellen Verpackungsformats auf deren Kompetenz. „Wir brauchten einen verlässlichen Partner, dessen Anlagen so flexibel konzipiert sind, dass sie sich auch für die Verarbeitung neuer Packstile nutzen lassen. Die SVK Maschinen erfüllen alle technischen Voraussetzungen und das Team von Bosch Packaging Services war sehr engagiert, für uns die passende Lösung zu entwickeln“, betont Ralf Finck.

Erfolgreiche Zusammenarbeit auch unter Zeitdruck
Bis Frühjahr 2011 feilte Frosta noch am neuen Produkt. Erst nach Freigabe durch die Produktentwicklung im März 2011 begann die konkrete technische Umsetzung des neuartigen Packstils. In einem gemeinsamen Workshop wurden die Vorgehensweise für die Maschinenaufrüstung festgelegt und die erforderlichen Arbeitsschritte eingeleitet. „Für diese Art von Packstil gab es keine bestehende Lösung. Auch bei Bosch haben wir hier Neuland betreten“, erinnert sich Werner Ruhmann, Verkaufsleiter Deutschland bei Bosch Packaging Services. „Wir mussten die geschwungene Siegelnaht der Verpackung berücksichtigen. Insbesondere der geforderte Messerradius zum Trennen der Beutel stellte eine große Herausforderung dar. Wir haben das neue Verpackungskonzept analysiert und in unserem Werk einen geeigneten Formatsatz entwickelt. Dieser wurde zunächst auf unseren eigenen Maschinen getestet und optimiert bevor er schließlich auf die bei Frosta stehenden Maschinen übertragen wurde“, erläutert Ruhmann den Prozess.

Die Markteinführung der neuen Tiefkühlsuppen, die gemeinsam mit einem namhaften Lebensmittelhändler auf Oktober 2011 beworben und geplant war, konnte dank schneller Entwicklungsarbeit und nahezu reibungslosem Projektverlauf eingehalten werden. „Wären zu irgendeinem Zeitpunkt Verzögerungen in der Packstilentwick-
lung eingetreten, hätten wir das Produkt mit mindestens einem Monat Verzug lanciert“, erläutert Ralf Finck. Frosta hätte in diesem Fall auf den konventionellen Beutel zurückgreifen müssen, was einen Neudruck der Folien erfordert hätte. Neben den damit verbundenen Kosten wäre durch die Verspätung ein Imageverlust für Frosta nicht auszuschließen gewesen. „Das Entwicklungs-
projekt dauerte dank der professionellen Entwicklungsleistung und der partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit Bosch nur ein halbes Jahr. Ende September 2011 konnten wir die neuen Wellenbeutel erstmalig in Bremerhaven produzieren“, bestätigt Finck. Bereits in der ersten Schicht wurden rund 40.000 Suppen in den drei Geschmacksrichtungen Thai Kokos, India Curry und Tomaten Toskana in die wellenförmigen Beutel abgepackt.

Erfolg auf ganzer Linie
„Durch die neuartige Beutelform haben wir den innovativen Charakter unseres neuen Produktes aufgegriffen und gleichzeitig die bewährte Handhabung für den Verbraucher beibehalten. Wir mussten darauf achten, dass sich das neue Produkt attraktiv auf der Verkaufsfläche positionieren lässt“, erläutert Torsten Matthias, Marketingleiter bei Frosta. Anfängliche Bedenken innerhalb des Unternehmens, ob das neue Produkt in den Kühltruhen der Supermärkte optimal zur Geltung kommt, konnten schnell ausgeräumt werden. Es hat sich sogar gezeigt, dass die Wellenform des neuen Beutels einen zusätzlichen Vorteil bietet: In den Tiefkühltruhen liegt nun gleich eine komplette Reihe der neuen Gemüsesuppen, da deren Verpackungsform eine Vermischung unterschiedlicher Packstile nicht zulässt.

„Das Projekt war ein Erfolg auf ganzer Linie“, bestätigt Ralf Finck. „Dank der Flexibilität der Maschinen von Bosch und der kundenorientierten, engagierten Arbeitsweise des Bosch Service-Teams konnten wir unser Projekt in kürzester Zeit umsetzen.“ Die wellenförmige Verpackung führt bereits jetzt zu einer klaren Positionierung am Markt und damit zu einer weiteren Differenzierung gegenüber dem Wettbewerb. Gemeinsam arbeiten beide Unternehmen weiterhin an der Optimierung der Verpackung, so dass einer Übertragung des neuen Packstils auf andere Produkte nichts im Weg steht. Frosta hat sich die Beutelform übrigens patentieren lassen, um sich gegen Nachahmer zu schützen.

Für Sie entscheidend
Über Frosta
Die Marke FRoSTA ist Marktführer für Tiefkühlgerichte in Deutschland und verzichtet seit 2003 als erste Tiefkühlmarke in allen Gerichten auf den Zusatz von Farbstoffen, Aromen, Geschmacksverstärkern, Stabilisatoren und Emulgatoren. Die FRoSTA AG beschäftigt an drei Standorten in Deutschland und einem in Polen 1.520 Mitarbeiter und erzielte 2010 einen Umsatz von 393 Mio. EUR.

Über Bosch Packaging Services
Bosch Packaging Services entwickelt und vertreibt Dienstleistungen für Verpackungsmaschinen. Das Produktportfolio erstreckt sich von rein verfügbarkeitssteigernden Standard-Dienstleistungen, wie Ersatzteilen, Modernisierungen und dem Entsenden von Servicetechnikern, über diverse, die Gesamtan-
lagen-Effizienz steigernde Dienstleistungen. Ein weltweites Netzwerk garantiert Service-Partner von Bosch vor Ort.

 

  • Trotz neuartiger Beutelform wurde die bewährte Handhabung für den Verbraucher beibehalten.
  • Pünktlich zur geplanten Markteinführung im Oktober 2011 lagen die neuen Tiefkühlsuppen von Frosta  in den Kühltruhen der Supermärkte aus.

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Robert Bosch Packaging Technology GmbH

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