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Verpackung CO2-kompensiert produzieren

Seit den 1970er-Jahren zählt ökologisches Engagement bei der Edelmann Gruppe zur Firmenphilosophie. Dafür steht nicht zuletzt das Label „Packaging CO2-compensated", das eine CO2-kompensierte Faltschachtelproduktion anbietet. Entwickelt wurde das Konzept auf Basis der Initiative „Print CO2-compensated", die vom Bundesverband Druck und Medien ins Leben gerufen worden war. Auf der Fachpack 2012 stellt Edelmann nun das System vor, mit dem sich alle klimarelevanten Werte von Verpackungsaufträgen bilanzieren lassen. Die Besucher können nachvollziehen, wie sich die Klimabilanz eines Auftrags zusammensetzt und wie hoch die Emissionen der verschiedenen Quellen sind - vom Karton bis zum Transport. Den Kunden erschließen sich auf diese Weise Wege zur ökologischen Optimierung ihrer Aufträge.


Doch die Wirkung des Konzepts reicht noch weiter. Die CO2-kompensierte Verpackungsproduktion bietet auch wirtschaftliche Einsparpotenziale. Edelmann kann in der Projektabwicklung auf die einzelnen Prozessschritte reagieren und diese gezielt anpassen. Darüber hinaus ist es dem Kunden möglich, die vom CO2-Rechner bilanzierten Werte zu kompensieren, indem er entsprechende Zertifikate aus Klimaschutzprojekten erwirbt. „Echte Nachhaltigkeit kann nur prozessübergreifend erzielt werden", sagt Klaus D. Breitbach, Edelmann-Geschäftsführer Marketing und Vertrieb, und ergänzt: „Eine ressourcenschonende und energiesparende Produktion steht in vielen Fällen für Kostenreduktion und in jedem Fall für Wettbewerbsvorteile."

Mehr Transparenz für den Kunden
Mit der Einführung des CO2-Rechners erhöht sich auch die Transparenz für den Kunden. Die Entstehung eines Produkts wird in allen Belangen nachvollziehbar. Das schaffe Vertrauen, so Breitbach. Die Einführung eines Logos wie „Verpackung CO2-kompensiert" sieht er als Chance. Es sei allerdings noch ein weiter Weg zum perfekten Nachhaltigkeitsmodell: „Erst wenn sich auf der Seite der Abnehmer eine weitreichende Nachfrage nach ökologisch hergestellten Waren entwickelt, wird sich auch über die gesamte Prozesskette hinweg ernsthaft etwas bewegen." Edelmann ist schon jetzt Vorreiter. Das Engagement geht von der Beratung über die Auswahl ökologisch gerechter Materialien, Druck- und Veredelungsmethoden bis hin zu materialreduzierter Verpackungsproduktion. Aber auch die Optimierung der eigenen Ökobilanz gehört zum Nachhaltigkeitsengagement bei Edelmann. Ökologisches Handeln und Gestalten beeinflusst schon seit Jahrzehnten die Unternehmenspolitik. Zu den Maßnahmen zählen unter anderem die Wärmerückgewinnung zur Einspeisung ins Heizungsnetz, Nutzung des Grundwassers zu Kühlzwecken und die Erzeugung von Solarenergie mittels Photovoltaikanlagen. „Wir dokumentieren jeden Prozessschritt und optimieren unter technologischen wie logistischen Aspekten. Alles kommt immer wieder auf den Prüfstand", erläutert Breitbach. Das bedeute nicht nur ökologischen Gewinn, sondern auch wirtschaftliche Vorteile.

Beispiele der Edelmann Gruppe
Faltschachtel für Pharmos Natur
Erstmals umgesetzt wurde das Konzept „Packaging CO2-compensated“ bei einer Kartonverpackung, die Edelmann für den Naturkosmetikhersteller Pharmos Natur realisierte. Auf der Grundlage der CO2-Quellen ermittelte Edelmann die Emissionswerte des Auftrags und arbeitete auf einen schadstoffärmeren Herstellungsprozess hin. Dazu erwarb Pharmos Natur für sieben Tonnen entstandene CO2-Äquivalente Zertifikate für die Förderung eines Windkraftparks. Mit dem zuerkannten Label „Verpackung CO2-kompensiert“ kann sich Pharmos Natur nun seinen Kunden als ökologisch engagierter Hersteller empfehlen.

Drei Produkte – eine Gemeinsamkeit
Für das Pflegeset „Natur pur“ von Charlotte Meentzen realisierte Edelmann eine Verpackung mit Innengefache aus reinem Karton. Nur Lack und feine Prägungen zierten die elegante Box. Auch der Gourmet-Lieferservice Le Nôtre setzte mit Menü-Tabletts und -hauben von Edelmann auf 100 Prozent Karton und reduzierten Einsatz von Druckfarben. Südzucker verzichtete für seine Rohrzuckersticks auf Kunststoff und setzte lieber auf eine Alternative: die prämierte Klappbox mit Originalitätsverschluss aus Karton von Edelmann.

Der 360°-Blick: Wie Prozessplayer Nachhaltigkeit von Verpackungen bewerten
Der Kartonhersteller – M-Real
„Eine Reduktion des Kartongewichts um 15 Prozent entspricht einer Reduktion des CO2-Fußabdrucks um 18 Prozent. Das CO2-Aufkommen der Kartonnutzer verringert sich mit dem Einsatz von Leichtgewichtkartons entsprechend. M-Real hat errechnet, dass wenn für 100.000 Keks-Verpackungen aus Karton ein 25 g/m2 leichterer Karton zum Einsatz kommt, im Jahr so viel CO2 eingespart wird, wie ein Auto auf 1.000 km produziert.“
www.m-real.com

Der Verpackungshersteller – Pro Carton
„Verpackungen können Industrie und Handel beim Erreichen ihrer wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Ziele unterstützen. Europen, die europäische Organisation für Verpackung und Umwelt, fördert die Entwicklung und den Gebrauch von Verpackungen, die der EU-Strategie zur nachhaltigen Entwicklung entsprechen. Verpackungen sollten damit unter anderem ganzheitlich mit dem Produkt entwickelt werden, um die ökologische Performance des Gesamtprozesses optimal zu gestalten, aus verantwortungsvoll erwirtschafteten Ressourcen stammen und nach Gebrauch effizient wieder aufbereitet werden.“ www.procarton.com

Der Markenartikler – Henkel AG, Düsseldorf

„Unsere Verpackungen werden nach Gebrauch zu Haushaltsabfällen. Deshalb folgen wir den Prinzipien ‚vermeiden, vermindern, wiederverwerten’. Um über den gesamten Produktzyklus Verpackungsvolumen zu reduzieren, arbeiten wir eng mit unseren Lieferanten und Kunden zusammen. Allein in Deutschland konnten wir so das Volumen unseres Verpackungsmaterials seit den 1980er-Jahren um rund die Hälfte senken.“ www.henkel.de

Der Handel – Metro Group
„Da sich bereits bei der Verpackungsgestaltung späterer Abfall vermeiden lässt, fordert die Metro Group ihre Eigenmarkenhersteller auf, Verpackungsvolumina auf ein Minimum zu beschränken. Außerdem setzt sich das Unternehmen dafür ein, verstärkt recycelbare Materialien zu verwenden.“ www.metrogroup.de

Der Verbraucher – GFK Panel Services Deutschland

„Nachhaltigkeit von Verpackungen ist für die Verbraucher ein wichtiges Thema. Für insgesamt drei Viertel ist es wichtig, dass diese recyclebar sind. Ebenso viele verzichten bewusst auf Waren, die in ihren Augen unnötig viel Verpackungsmaterial verwenden. Hat der Verbraucher die Wahl zwischen zwei Produkten gleichen Inhalts, aber mit unterschiedlichem Verpackungsmaterial, wählt er das umweltfreundlichere.“ www.gfk.de

 

Über die Firma
Edelmann Group
Heidenheim
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