Technik

Flexibilität deutlich erhöht

Peter Nilsson, ehemaliger Supply Chain Director Northern Europe und jetzt Vizepräsident Customer Supply Chain Europe bei Carlsberg: „Standardisierung war bei unseren erst kürzlich an den Standorten Fredericia, Dänemark, Kerava, Finnland und Gjellerasen, Norwegen getätigten Investitionen ein ganz wesentlicher Punkt. Gemeinsam mit KHS erarbeiteten wir ein Verpackungskonzept für Dosen, mit dem wir nun dazu in der Lage sind, an genannten drei Carlsberg-Standorten identische Verpackungsvarianten zu realisieren. Neue KHS-Verpackungs-
technik befindet sich mittlerweile in Betrieb und erbringt uns die geplanten Vorteile Flexibilität, Kostenreduzierung, Nachhaltigkeit und Verpackungsattraktivität exakt so wie von uns gewünscht."

Bei Carlsberg handelt es sich um die viertgrößte Brauereigruppe weltweit. Im Fokus stehen hier die drei Regionen Nord- und Westeuropa, Osteuropa und Asien. Vertreten ist die Carlsberg-Gruppe mit ihren Markenprodukten in mehr als 140 Ländern. Wo keine eigenen Braustätten existieren, bestehen entweder Exportaktivitäten oder es wird in Lizenz abgefüllt. Insgesamt gesehen umfasst das Bierportfolio der Carlsberg-Gruppe über 500 Markenprodukte. Als internationale Premium-Biermarken gelten Carlsberg, Tuborg, Baltika und Kronenbourg 1664. Starke nationale Biermarken sind unter anderem Ringnes (Norwegen), Feld-
schlösschen (Schweiz), Lav (Serbien) oder auch Wusu (China). Innerhalb Europas befindet sich die Carlsberg Premium-Biermarke Baltika auf Rang Nummer Eins. Zudem sind die Premium-Biermarken Carlsberg und Tuborg unter den sechs größten Biermarken Europas angesiedelt.

Mehr als 40 Prozent aller Bierabsätze in Nord- und Westeuropa

Betrachtet man die Carlsberg-Region Nord- und Westeuropa, in der neue KHS-Verpackungstechnik für Dosenlinien zum Einsatz gelangt, werden hier mehr als 40 % aller Bierabsätze der Carlsberg-Gruppe weltweit getätigt. Im Heimatmarkt Dänemark agiert Carlsberg ebenso wie in den weiteren skandinavischen und den baltischen Staaten als Marktführer.

Sowohl Bier- als auch Softdrink-Aktivitäten innerhalb Dänemarks sind seit dem Jahr 2008 auf den Standort Fredericia konzentriert. Dort werden jährlich um die 5,3 Mio. Hektoliter Bier und alkoholfreie Getränke hergestellt, wobei der Part Bier mit 3,1 Mio. Hektoliter den Löwenanteil an der Produktion einnimmt.

Ebenso wie an den Standorten Kerava und Gjellerasen, investierte Carlsberg in Fredericia im Rahmen einer KHS-Turnkey-Verpackungslinie in den Shrinkpacker Innopack Kisters SP Advanced, den Tray-Shrinkpacker Innopack Kisters TSP Advanced sowie in das KHS-Palettierkonzept Innopal PB 1 HS mit integrierter Roboter-Gruppierung. Mit diesen neu etablierten Verpackungsmaschinen besteht für Carlsberg die Möglichkeit, bereitgestellte Dosen an allen drei Standorten als kleine Einheiten ausschließlich in Shrinkverpackungen (4-er bis 10-er Packs) oder zusätzlich in Tray- bzw. Pad-Shrinkverpackungen einzubringen. Eine weitere Option stellt die sofortige Einbringung von losen Dosen in Shrink-, Tray-Shrink- oder Pad-Shrinkverpackungen (12-er bis 32-er Packs) dar. Für sämtliche Verpackungsvarianten machbar: Die Aufbringung des der Verpackung entsprechenden optimalen Tragegriffs an der hierfür vorgesehenen Position. Nilsson: „Bislang verpackten wir größere Gebindeeinheiten in Tray-Shrink-Verpackungen und kleinere Dosenformationen in Wrap-Around-Kartonverpackungen. Gerade bei den kleinen Verpackungsgrößen, für die statt Wrap-Around- nun Shrinkpack-Lösungen vorgesehen sind, verhilft uns das neue Konzept dazu, besonders viel an Verpackungskosten zu sparen. Gleichzeitig übertrifft die Attraktivität der bedruckten Folienverpackungen die der Wrap-Around-Packs ."

Die Auslegung der Verpackungsanlage ist in Fredericia - wie auch an den Standorten Kerava und Gjellerasen - ganz an den Gegebenheiten vor Ort orientiert. Nilsson: „KHS entwickelte für jeden Standort Layouts, welche die Vorgaben der jeweils bestehenden Dosenlinien berücksichtigten. Der allgemeinen Konzeptfindung voraus gingen auch rege Diskussionen und umfassende KHS-Beratungsgespräche, ohne die die finale Lösung nicht möglich gewesen wäre."

Leistung bei 72.000 bzw. 90.000 Dosen/h
KHS-Verpackungstechnik verarbeitet in Fredericia sowie in Gjellerasen 72.000 0,33-l-Dosen/h und schließt an eine bestehende Dosenlinie an. In Finnland ist KHS-Verpackungstechnik mit zwei bestehenden Dosenlinien verbunden, von denen die eine 72.000 0,33-l-Dosen/h zur Verfügung stellt während die Leistung der anderen 90.000 0,33-l-Dosen/h beträgt. Was bedeutet, dass die Lösung hier derart gestaltet ist, dass sie sich ganz auf die Leistung der in Aktion befindlichen Linien einstellt und jeweils 72.000 bzw. 90.000 0,33-l-Dosen/h einpackt.

Um den Aufbau und die Arbeitsweise der KHS-Verpackungs-
konzepte für Carlsberg in Dänemark, Finnland und Norwegen etwas genauer zu beleuchten, hier die beispielhafte Darstellung der KHS-Lösung am dänischen Standort Fredericia.

Lose Dosen, deren Einbringung in kleinere Shrinkpacks (4-er bis 10-er Packs) vorgesehen ist, gelangen im Anschluss an den Füll- und Pasteurisationsprozess direkt zum mehrbahnig ausgelegten Shrinkpacker Innopack Kisters SP Advanced. In Fredericia ist innerhalb dieses Shrinkpackers - ganz an der Anzahl der Dosen pro Pack orientiert - eine bis zu dreibahnige Verarbeitung machbar. Gleiches gilt für Gjellerasen. In Kerava dagegen realisiert der Innopack Kisters SP Advanced aufgrund der hier zu realisierenden Maximalleistung von 90.000 0,33-l-Dosen/h die bis zu vierbahnige Verarbeitung von bereitgestelltem Dosenmaterial. Nach Bildung der vorgesehenen Shrinkpack-Varianten bestehen folgende Möglichkeiten: Entweder die Shrinkpacks durchfahren einen Handle-Applikator und werden danach direkt in Richtung Palettierer geführt oder sie laufen dem Tray-Shrinkpacker Innopack Kisters TSP Advanced zu, der eine vorgegebene Anzahl an Shrinkpacks wahlweise in das Tray+Film-, Pad+Film- oder das Film-Only-Pack einbringt.

Sind lose Dosen in Großformationen (12-er bis 32-erPacks) zu verpacken, werden diese dem Innopack Kisters TSP Advanced auf direktem Weg zugeleitet und dort in der gewünschten Formation wahlweise in die Tray-, Pad- oder die Shrinkverpackung eingebracht. Am Standort Fredericia besteht durch Integration einer patentierten KHS FullyEnclosed FilmPack Option innerhalb des Innopack Kisters TSP Advanced darüber hinaus die Möglichkeit, einzigartige Shrinkverpackungen ohne Schrumpfaugen, die sogenannten Fullyenclosed Filmpacks zu bilden. Das erst gewährleistet eine ausreichende Stabilität der Shrinkpacks auch bei Großgebinden (z. B.: 20-er Packs in der Variante 5 x 4 oder 24-er Packs in der Variante 6 x 4). Die Verwendung dieser Lösung gewährleistet, dass ein mögliches „Vernesten" der Dosen, das während des Transports innerhalb der Linie ebenso auftreten kann wie am Point of Sale oder auch beim Handling durch den Endverbraucher, nicht stattfindet. Zudem ist ein sicheres Transportieren der Fullyenclosed Filmpacks durch einen am Ende der Verpackung aufgesetzten Tragegriff möglich. Nilsson: „Derzeit testen wir die Verbraucherakzeptanz der Fullyenclosed Filmpacks im dänischen Markt. Erhalten wir hier positive Ergebnisse, lässt sich diese Option auch an anderen Carlsberg-Standorten mit jüngst installierten KHS-Verpackungs-
maschinen kurzfristig nachrüsten." Einen bedeutenden Pluspunkt der Fullyenclosed Filmpacks sieht Nilsson auch in einem mit dieser Verpackungsform direkt verbundenen ganz konkreten Einsparpotenzial. So können bislang für größere Dosen-
formationen aus Gründen der Stabilität notwendige Tray- bzw. Pad-Unterlagen entfallen.

Werden im Innopack Kisters TSP Advanced Tray-Shrinkpacks oder reine Shrinkpacks gebildet, laufen diese im Anschluss an den Verpackungsvorgang direkt in Richtung Palettierer. Darüber hinaus besteht zur Steigerung der Convenience die zusätzliche Möglichkeit der Aufbringung eines Tragegriffs am Ende der Verpackung innerhalb eines Handle-Applikators.

„Ganze Arbeit geleistet"
Niels Sogaard, Projektingenieur Carlsberg-Standort Fredericia und Christian Malmstrom, Projektmanager, Carlsberg-Standort Fredericia, sind sich einig: „KHS leistete hier ganze Arbeit. Wir sind mit dem Ablauf des Projekts genauso zufrieden wie mit dem Ergebnis und schätzen es, dass KHS uns nach Inbetriebnahme der neuen Verpackungslinie noch über mehrere Monate hinweg einen Ingenieur zur Seite stellte, der unseren Mitarbeitern zu sämtlichen aufkommenden Fragen Rede und Antwort stand." Ergänzt Fabricius: „Durchaus erwähnenswert ist meiner Meinung nach auch, dass KHS die von uns geforderte, ganzheitliche Verpackungslösung innerhalb einer besonders kurzen Zeitspanne bereitstellte. Ende 2010 geordert, stand uns die neue Verpackungslinie pünktlich vor Beginn der Saison 2011 zur Verfügung. Gleiches gilt für die Verpackungslinien in Gjellerasen und Kerava. Das war uns sehr wichtig - und eine echte Leistung."

Bei so viel Zufriedenheit mit KHS-Verpackungslösungen für Fredericia, Gjellerasen und Kerava verwundert es nicht weiter, dass KHS erst kürzlich drei weitere Aufträge für an Dosenlinien anschließende Verpackungskonzepte, die ebenfalls in der Lage dazu sind, sämtliche in Nord- und Westeuropa nachgefragten Verpackungsformate herzustellen, erhielt: für die Carlsberg-Standorte Okocim, Polen, Saku, Estland und Lübz, Deutschland. Nilsson: „Die Standardisierung von Verpackungstechnik ist auch mit den drei neuen Linien noch lange nicht abgeschlossen. Letztlich geht es uns darum, dass wir unsere Kunden jederzeit und überall mit den von ihnen gewünschten attraktiv gestalteten Verpackungsvarianten versorgen können. Denn im Mittelpunkt steht bei uns der Kunde, der Kunde und nochmals der Kunde. Diese Einstellung soll uns schließlich mit dazu verhelfen, unserem Ziel ‚als die am schnellsten wachsende Brauereigruppe weltweit zu agieren' noch näher zu kommen. Gemeinsam mit KHS-Technik, versteht sich." Dem ist nichts hinzuzufügen.

 

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Worms
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