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Partner auf gleicher Wellenlänge

Beide Unternehmen sind nach eigenen Angaben Marktführer auf ihrem jeweiligen Fachgebiet: Bosch Packaging Technology ist ein führender Anbieter von Verpackungslösungen und Herrmann Ultraschalltechnik Spezialist in der Ultraschalltechnologie. Das Ziel der Partnerschaft von Bosch Packaging Technology und Herrmann Ultraschalltechnik lag seit Beginn darin, innovative Technologien für die Nahrungsmittel- und Pharmaindustrie zu entwickeln. So gelang es beispielsweise 2004 das auf Kaffeeverpackungen applizierte Aromaventil mithilfe von Ultraschalltechnologie zu siegeln. Ein weiterer Entwicklungsschritt war kurz darauf die Umsetzung der Quernahtsiegelung auf einer vertikalen Schlauchbeutelmaschine mittels Ultraschall. Wenig später folgte die erste Ultraschall-
anwendung im Hochgeschwindigkeitsbereich auf der horizontalen Schlauchbeutelmaschine Miniwrap BVK für die Verpackung von Süßwaren. Ohne die langjährige Erfahrung beider Unternehmen auf ihrem Gebiet sowie die enge und gute Zusammenarbeit wären diese Entwicklungen nicht möglich gewesen. Eberhard Weiss, Senior Vice President Engineering, Produktbereich Confectionery and Food bei Bosch Packaging Technology betont: „Für die erfolgreiche Umsetzung eines Projektes mit Ultraschalltechnologie muss das Umfeld stimmen. Gemeinsam begleiten wir unsere Kunden von Projektanfang bis zum -abschluss. Umfassende Beratung und Schulung sind dabei essenziell für den Erfolg." Er führt weiter aus: „Es ist wichtig, die Kundenanforderungen bereits in der Planungsphase sehr detailliert zu analysieren, um das Maschinen- und Ultraschallsiegelkonzept exakt auf diese abzustimmen." Thomas Herrmann, Geschäftsführer bei Herrmann Ultraschall, ergänzt: „Die Partnerschaft hilft uns, gemeinsam auf kundenspezifische Bedürfnisse einzugehen und einen lang-
fristigen Erfolg des Projektes zu gewährleisten."

Es rechnet sich
Trotz zahlreicher Vorteile stellen die initialen Investitionskosten für die Ultraschalltechnologie eine Hürde für die Verpackungsbranche dar. Dazu besteht jedoch wenig Grund, wie Thomas Herrmann erklärt: „Ultraschallsiegelsysteme sind teurer als Heißsiegel-
systeme. Jedoch: Einmal in die Technologie investiert, amortisieren sich die Kosten meist in einem Zeitraum von 12 bis 24 Monaten. Entscheidend dafür ist die Senkung der Naht-Defekt-Rate. Durch den Einsatz der Ultraschallsiegelung kann diese auf einen Wert kleiner 1 bei 10.000 Beuteln reduziert werden und rechnet sich über die damit verbundenen Einsparungen sehr schnell." Die Reduzierung ist darauf zurückzuführen, dass die Ultraschall-
schwingungen Produktreste aus dem Nahtbereich verdrängen und so eine dichte Siegelnaht gewährleisten. Bei Produkten wie Nassfutter für Tiere oder Reibekäse, welche vertikal in Standbodenbeutel abgefüllt werden, ist dies besonders wichtig. Bei der heute oft eingesetzten Heißsiegelung können Produktrückstände in der Naht auftreten und somit zu undichten Packungen führen. Der Beutel muss ausgesondert werden und ein erhöhter Ausschuss ist die Folge.

Ein weiteres Anwendungsbeispiel sind wärmeempfindliche Produkte wie Schokolade. Ein Nachteil der Heißsiegelung ist der entstehende Wärmeeinfluss auf das Produkt. Die Ultraschalltech-
nologie bietet den entscheidenden Vorteil, dass die Siegelwerkzeuge kalt bleiben. Damit kann die Siegelnaht nahe an das Produkt gelegt werden ohne dabei die Qualität negativ zu beeinflussen. Zudem entfällt das Erhitzen der Siegelwerkzeuge, wodurch der Energieverbrauch gesenkt werden kann.

Die schmaleren Siegelnähte sparen weiterhin Folienmaterial und die Hersteller können im Vergleich zur Heißsiegelung zudem dünnere und merklich günstigere Folien verwenden. Der hohe energetische Wirkungsgrad ermöglicht kurze Siegelzyklen zwischen 80 und 200 Millisekunden und damit eine Steigerung der Produktion.

Auch in der Pharmaindustrie kommt die Ultraschalltechnologie zum Einsatz. Die Nachverfolgbarkeit von Produktionsschritten ist hier ein Muss. Der Ultraschallgenerator ermöglicht eine Validierung des Verpackungsprozesses und Rückverfolgung der Siegelqualität für jeden einzelnen Beutel, da alle Prozessdaten gespeichert und über Soll-Ist-Vergleiche kontinuierlich die Qualitätsparameter der Naht geprüft werden.

Erfolgreiche Projekte in der Praxis
Der Vorteil der Partnerschaft von Bosch und Herrmann liegt klar auf der Hand: Die Unternehmen profitieren von der Kernkompetenz des anderen. Die Zusammenarbeit lebt dabei von einem kontinu-
ierlichen Austausch und der Abstimmung technischer Aspekte. Erfahrung, verknüpft mit technischer Kompetenz ermöglicht die Entwicklung ausgereifter Anwendungen und führt zu sichtbaren Erfolgen der Ultraschalltechnologie in der Verpackungsindustrie.

Kürzlich wurde ein Projekt zur Verpackung von schokoladen-
umhüllten Produkten auf einer vertikalen Schlauchbeutelmaschine realisiert. Durch die Umstellung des Siegelverfahrens von Heißsiegelung auf Ultraschall kann dieses empfindliche Produkt ohne negativen Wärmeeinfluss verpackt werden. Verunreinigungen der Maschine und ein damit verbundener hoher Reinigungsaufwand werden wesentlich reduziert. Mit dem Wechsel zur Ultraschallsiegelung profitiert der Hersteller von einer erhöhten Maschinenlaufzeit und damit gesteigerter Produktivität. Obwohl die Produktion erst seit Kurzem bei voller Leistung läuft, konnte der Süßwarenhersteller bereits jetzt die Gesamtbetriebskosten (Total Cost of Ownership - TCO) reduzieren. Ein weiteres, erfolgreiches Projekt wurde im Pharmabereich realisiert. Dem Hersteller von Inhalatoren war es wichtig, die Siegelnahtqualität überprüfbar und nachverfolgbar zu machen. Gleichzeitig sollte die Produktionsgeschwindigkeit der horizontalen Schlauchbeutelmaschine nicht beeinträchtigt werden. Das Ergebnis der Zusammenarbeit überzeugt: Bei Validierbarkeit des Prozesses und Verifizierung der Produktionsdaten erzielt die Anlage gleichzeitig eine hohe Ausbringung.

Fundierte Entscheidungsgrundlage
Die Kooperation von Bosch und Herrmann sichert nicht nur die erfolgreiche Umsetzung gemeinsamer Projekte, sondern auch Innovationskraft im Bereich der Ultraschallsiegeltechnologie. Im Augenblick arbeiten die Partner an einer Methode mit der bereits vor der Investition Gesamtbetriebskosten und Rentabilität (Return on Investment - ROI) der Ultraschalltechnologie ermitteln werden können. Die Methode soll Herstellern eine fundierte Entscheidungsgrundlage liefern.

Für Sie entscheidend
Über Bosch Packaging Technology
Der Bosch-Geschäftsbereich Packaging Technology mit Hauptsitz in Waiblingen bei Stuttgart ist mit 4.700 Mitarbeitern einer der führenden Anbieter von Prozess- und Verpackungstechnik. An mehr als 30 Standorten in über 15 Ländern entwickeln und fertigen hochqualifizierte Fachkräfte Gesamtlösungen für die Pharma-, Nahrungsmittel- und Süßwarenindustrie. Ein umfassendes Service-Portfolio rundet das Angebot ab. Das weltweite Service- und Vertriebsnetzwerk bietet Kunden Ansprechpartner auch vor Ort.

Über Herrmann Ultraschalltechnik
Die Firma Herrmann Ultraschalltechnik setzt als Hersteller von Ultraschallschweißmaschinen, Generatoren und Siegelwerkzeuge technische Benchmarks und ist weltweit vertreten. Im Geschäfts-
bereich Packaging steht schnelles und dichtes Siegeln von Verpackungen für kontinuierliche und intermittierende Anwendungen im Mittelpunkt. Herrmann entwickelt und liefert komplette Systemlösungen für das Ultraschall-Siegeln von Beuteln, Blistern, Spouts, Kartonagen und Pods.

Über die Firma
Syntegon Technology GmbH
Waiblingen
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