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Gesteigerte Leserate

In Großbritannien setzt die Verordnung Trading Standard (Weights und Measures Act) strenge Richtlinien für Maße und Gewichte. Damit soll gewährleistet werden, dass sich die Verbraucher in ihrer Kaufentscheidung auf die ausgezeichneten Mengenangaben verlassen können. Diese Verordnung ist ein wichtiges Instrument für die Regulierung und schreibt Folgendes vor: Art und Weise der Angaben, Mengen die verkauft werden dürfen, sowie die Maßeinheit.

Beim Abfüllen des Biers in Mehrweg-Metallfässer kam es bei der Everards Brewery, Midlands, immer wieder zu Problemen beim Scannen der Barcodes. Auf den neuen leeren Fässern werden ID-Barcodeetiketten angebracht. Anschließend werden die Fässer gewogen und damit das Taragewicht bestimmt, das von Fass zu Fass Unterschiede aufweist. Der Barcode wird gescannt und das Taragewicht des neuen Fasses wird in einer Datenbank gespeichert.

Während des Abfüllvorganges wird das Fass auf einem Band zu einer Wägestation transportiert. Das Fass wird gescannt und muss von der Datenbank identifiziert werden. Anschließend wird das Fass gewogen und damit die genaue Menge des Biers berechnet.

Kleine Ursache mit negativen Auswirkungen
Natürlich müssen die Fässer regelmäßig wiederverwendet werden. Im rauen Umgang mit dem Gut Fass, auf dem Transportweg bei jedem Wetter oder bei der Lagerung in den Kellern der Kneipen, können oft erhebliche Beschädigungen an den Barcodes verursacht werden. Früher wurden die ID-Barcodes mit einem Laserscanner erfasst. Aufgrund der häufig beschädigten Barcode-Etiketten erreichten die Scanner nur eine Rate von 60 bis 65 % korrekt gelesener Barcodes. Das verursachte eine ganze Reihe von Auswirkungen, die nur durch manuelles Eingreifen behoben werden konnten. Der Prozess verlief mit Stockungen und damit waren Kosten verbunden. Eine beträchtliche Anzahl von Fässern konnte nicht genau genug erfasst werden und das genügte nicht den Überprüfungen der Trading Standards. Da der Laserscanner den Code entlang einer einzigen Linie entziffert, ergeben sich Probleme im Lesen von dargebotenen Codes in beliebiger Richtung oder orthogonaler Ausrichtung. Hinzu kommt, dass die beweglichen Teile, wie Spiegel, beim Laserscanner eine Fehlerquelle ergeben und sie die Systemlebensdauer beschränken.
Der Laserscanner erwies sich als ineffizient und das Zusammenspiel mit der Wägesoftware entsprach nicht mehr den laufenden Anforderungen. Deshalb suchte Everards nach einer zuverlässigen Lösung, mit der die Qualität und der Produktionsfluss in diesem Prozess auf ein sicheres Niveau angehoben werden.

Flexibilität und Sicherheit
Everards wandte sich an den Systemintegrator Fairfield Labels, Anbieter von Automatisierungslösungen, und ASP (Automation Solution Provider) von Cognex, dem weltweit führenden Technologielieferanten industrieller Bildverarbeitung. Anforderung war eine Systemlösung, bei der die Qualität des Lesevorganges durch extrem hohe Leserate gewährleistet wird und die Einhaltung der Trading Standards garantiert ist. Der Abfüllprozess und das Wiegen der Fässer musste reibungslos erfolgen, und darüber hinaus sollte auch ein deutlicher Mehrwert erzielt werden.

Bildbasierte ID-Codeleser erweisen sich gegenüber den Laserscannern in der Lesesicherheit deutlich überlegen, insbesondere im ganzen Arbeitsumfeld von beeinträchtigten oder beschädigten Codes, da sie durch äußerst effizient arbeitende Bildverarbeitungsalgorithmen einen viel größeren Funktionsumfang haben. Außerdem ermöglichen die bildbasierten Systeme die Übernahme weiterer Aufgaben und eine viel höhere Flexibilität in der Anwendung sowie schnelle Anpassungsfähigkeit an neue Anforderungen. Das sind entscheidende Beiträge für eine schnelle Amortisation der bildbasierten ID-Lesesysteme.

Fairfield Labels entwarf eine Systemlösung basierend auf dem bildverarbeitenden Data-Man 500 ID-Codeleser, der durch seine integrierte Schnittstelle und Steuerungstreiber direkt mit der neuen Wägesoftware kombiniert wurde. Durch das große Aufnahmefeld dieses Codelesers kann die Positionierung des Fasses mit seinem Code-Etikett gegenüber dem Laserscanner wesentlich flexibler gehandhabt werden. Die hochentwickelte Decodiertechnologie des Data-Man garantiert sicheres Lesen unabhängig von der Ausrichtung der Etiketten und auch unter wechselnden Beleuchtungsbedingungen in der Brauerei und bewältigte beispielsweise auch den stark reflektierenden Hintergrund der Fass-Aluminiumoberfläche. Der Codeleser gewährleistet sicheres Lesen selbst schlecht gedruckter, beschädigter, verzerrter, zerkratzter und unscharfer Codes auch auf unruhigem Hintergrund.

Über eine einfache grafische Benutzeroberfläche können Parameter, wie etwa Blendenöffnung, Kontrast, Fokus und Kommunikationseinstellungen festgelegt werden. Darüber hinaus können zukünftig ohne jeglichen Umbau in einer Funktionser-
weiterung gleichzeitig sowohl Barcodes als auch 2D-Data-Matrix-Codes gelesen werden. Der Data-Man 500 ist der erste Codeleser, der über die Flüssiglinsen-Technologie verfügt und damit blitzschnell auf das Aufnahmefeld fokusiert. Da er keine beweglichen Teile enthält, ist er äußerst robust, erfordert keine Wartung und hat eine sehr lange Lebensdauer.

Sprung auf über 98 % Leserate
Mit dem neuen ID-Lesesystem erreicht man bei Everards inzwischen eine Leserate über 98%. Das ist eine enorme Verbesserung gegenüber dem früher eingesetzten Laserscanner. Damit erzielte man nicht nur die sichere Einhaltung der Trading Standards und dementsprechender Garantie für den Verbraucher, sondern auch eine entscheidende Verbesserung im Abfüll-
prozess. Dies bedeutet letztendlich gegenüber vorher mit manuellen Nacharbeiten auch eine deutliche Kostenreduktion. Das begeisterte die Verantwortlichen bei Everards Brewery.

„Der Data-Man 500 liest Codes, von denen wir nie erwartet hätten, dass irgendein Lesegerät auch nur in der Lage wäre, sie zu lesen", erklärt Graham Armstrong, Engineering Team Leader von Everards Brewery. Hinzu kommt, dass die Installation und Inbetriebnahme schnell und reibungslos erfolgte, ohne den Produktionsplan einzuschränken. Diese sehr positiven Ergebnisse bewirkten bereits eine Überprüfung in weiteren Produktions-
bereichen, um diese Technologie nutzbringend einzusetzen.

Die einfache Bedienungsoberfläche gewährleistet nun, dass das Personal das System selbst einstellen und verändern kann, ohne technischen Beistand zu benötigen.

Durchgängige Technologie
Cognex vermittelt mit seinem weltweiten Netz von System-
integratoren und Partnern - neben seiner umfangreichen Hard- und Software der Bildverarbeitung - ein sehr vielseitiges Know-how. Sein breites Produktportfolio garantiert ein durchgängiges Track & Trace einschließlich der Kommunikation mit der SAP-Welt. Markante Vorteile dieser bildbasierten Codeleser sind:

  • Lesegeschwindigkeit
  • deutliche Steigerung der Leserate
  • langfristige Zuverlässigkeit und Lebensdauer
  • omnidirektionales Code-Lesen
  • 2D-Code-Lesen
  • Mehrfacherfassen eines Codes und Ausgabemöglichkeit
  • Bildarchivierung erfolgreicher oder gescheiterter Erfassung
  • benutzerfreundliches Einrichten, Bedienen und Aktualisieren
  • Feedback zur Barcode-Qualität
  • Darstellung und Kommunikation
  • Investitions- und Zukunftssicherheit

Für Sie entscheidend
Mächtige Winzlinge
Für das schnelle Lesen von 1D- und 2D- Codes wurden von Cognex neben den Vision-Systemen der Produktfamilien In-Sight und In-Sight Micro die mit Bildsensoren ausgerüsteten ID-Lesegeräte der Produktfamilie Data-Man 100/200, 8000er Serie, Data-Man 500 und die neuen 300 entwickelt. Die weltweit kleinsten bildbasierten stationären Lesegeräte Data-Man 100 und 200 verfügen über integrierte Beleuchtung, Laserausrichtung, Ethernet-Anschluss, Wechseloptik oder Flüssiglinsen-Optik. Integriert sind sicher und schnell arbeitende speziell für das Codelesen entwickelte Bildverarbeitungsalgorithmen. Für alle Modelle der Data-Man-Reihe liefert die neue Lesesoftware 1DMax+ und 2DMax+ herausragende Leseleistung. Der Data-Man 200 und die mobile Serie DataMan 8000 sind weltweit die ersten ID-Lesegeräte, die mit der Flüssiglinsen-Technologie ausgestattet sind. Diese optionale Ausstattung ergibt für den Anwender eine ganze Reihe von Vorteilen. Durch die Einwirkung einer elektrischen Ladung direkt auf die Flüssiglinse und daraus folgender Verformung wird die Brennweite laufend unmittelbar per Softwarebefehl direkt gesteuert. Diese Optik bietet einen außergewöhnlichen Feldtiefen- und Sichtfeldbereich. Da sie über keine beweglichen Teile verfügt, die im Einsatz versagen können, ist sie robust und resistent gegen Stöße, Vibrationen und Verschleiß. Zwei integrierte LED-Laser-Ausrichter machen das Setup einfach und rationalisieren damit das Einrichten von Code und Lesegerät. Die mobilen ID-Handlesegeräte Data-Man 8000 verfügen über einen hochauflösenden Bildsensor (1.280 x 1.024 Pixel) und Flüssiglinsen-Technologie. Das modulare Design, die UltraLight Beleuchtung und die enorme Leistungsfähigkeit der Lesesoftware 1DMax+ mit der neuen Hotbars-Technologie und 2DMax+ gewährleisten einzigartige Funktionsfähigkeiten und eine große Bandbreite der Anwendungen.

Über die Firma
COGNEX Germany, Inc.
Karlsruhe
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