-

Skinverpackung | Es sind weit über 200.000 Packungen im Jahr, die der schwäbische Spezialist für Do-it-yourself-Systembauteile Dieda Systembau GmbH & Co. KG mit seiner neuen Skinpacklinie von Illig herstellt. Auf diese Weise werden rund 85 unter-
schiedliche Produkte verkaufsfertig konfektioniert: mit einer transparenten Folie auf einem bedruckten Karton fixiert, rundum auf Packungsgröße beschnitten und kopfseitig mit einem Aufhängeloch versehen. Vom Unternehmensstandort Egenhausen in Baden-Württemberg gehen die Skinpackungen dann an rund 1.500 Baumärkte europaweit.

Anzeige

Hervorgegangen ist das heutige Unternehmen Dieda System-
bauteile (www.dieda.de) aus der von Dietrich David 1966 im schwäbischen Pfalzgrafenweiler gegründeten Einmann-Handelsvertretung für Nägel, Schrauben, Dübel und ähnliche Montage-Kleinteile.

Sein mittlerweile umfangreiches Systembau-Sortiment für den Do-it-yourself-Markt verdankt das Unternehmen dem kontinuier-
lichen Wachstum durch mutige Umsetzung innovativer Ideen. Ein typisches Beispiel aus der jüngeren Geschichte ist der Sortimentbereich „Handlauf- und Geländersysteme“, für Dieda mittlerweile ein wesentlicher Umsatzträger. Begonnen hatte es mit einer auf der Eisenwarenmesse 1998 in Köln vorgestellten neuen Geländerstütze aus Metall für den Innenbereich, erstmals konzipiert für die Selbstmontage. Gestützt durch die hohe Marktakzeptanz, konnte man 1999 die Serienproduktion starten – und in kurzer Zeit entstand daraus ein umfangreiches Systemsortiment für Handläufe und Geländer, zugeschnitten sowohl für den Innen- als auch für den Außenbereich. Mittlerweile bietet das Unternehmen auf seiner Website sogar ein „Geländer-Berechnungsprogramm“ für den Außenbereich an. Mit dieser leicht bedienbaren Konstruktionssoftware kann jeder sein neues Geländer aus dem Dieda-Geländerprogramm individuell planen, maßstabgetreu aufzeichnen und sich daraus eine Material-Stückliste zusammenstellen lassen. Diese Stückliste hilft ihm dann beim Einkauf der benötigten Teile im Baumarkt.

Im Systembau-Sortiment für Treppen, Geländer und Balkone gelangen auch die meisten Skinverpackungen in die Baumarkt-Regale. „Die Skinver-packung ist insbesondere für unsere Kleinteile eine ideale Verpackung. Zum einen ist der Inhalt sofort einsehbar, wodurch die Verpackung selbsterklärend wird. Zum anderen kann der Kunde auch haptisch die Wertigkeit des Produkts erfahren, da er es durch das Umhüllen mit einer sehr dünnen und formschlüssig anliegenden Folie quasi direkt anfassen kann. Und eine Skinverpackung ist zudem auch noch zu einem sehr günstigen Preis-Leistungs-Verhältnis realisierbar“, sagt Florian David, Sohn des Unternehmensgründers und heutiger Dieda-Geschäftsführer. Ein Kostenvergleich zeigt, dass die Skinverpackung meist günstiger ist als beispielsweise eine vergleichbare Kartonverpackung. Ein wesentlicher Vorteil der Skinverpackung ist, dass maschinentechnisch keine Werkzeuge erforderlich sind, demzufolge keine Folgeinvestitionen anfallen. „Die Skintechnik bietet uns zusätzlich noch eine hohe Flexibilität, um beispielsweise einen Wechsel in der Zusammenstellung des Verpackungsinhalts in kürzester Zeit vorzunehmen“, erklärt Florian David.

Auf den Arbeitsablauf bei Dieda abgestimmt, ist die Skinpacklinie mit automatischem Einschubtisch, der Thermoformmaschine, dem nachfolgenden Längs-und Querschneider sowie dem Austrags-
band linear hintereinander angeordnet. Die Gesamtfläche des bedruckten Trägerkartons für die darauf zu verpackenden Bauteile wird mehrfach genutzt: als 12er- oder als 18er-Nutzen, je nach Verpackungsinhalt. Beim Kommissionieren verwenden die Mitarbeiterinnen an der Verpackungslinie jeweils entsprechende Schablonen.

Die mit dem Packgut belegten Kartons werden anschließend automatisch in die Skinpackmaschine transportiert. Dort wird die erwärmte Folie mit hoher Saugleistung mit dem Karton sicher verbunden, woraus mit dem nachfolgenden Längs- und Querschneider die nacharbeitsfreien Endverpackungen entstehen. Als Siegelfolie dient eine hochtransparente Folie, die eine niedrige Siegeltemperatur bei zugleich hoher Siegelnahtfestigkeit und sehr hoher Durchstoßfestigkeit aufweist. Dadurch können selbst Teile mit großem Höhenunterschied, was im Dieda-Sortiment durchaus vorkommt, sicher verpackt werden.

Vielseitige Maschinentechnik
Die Skinpackmaschine Illig SB 74e hat eine maximale Formfläche von 505 mm x 775 mm. Wesentliche Merkmale der Ausbaustufe 74e-4, wie sie bei Dieda eingesetzt wird, sind das integrierte Längs- und Querschneidsystem mit Lochstanze. Kontrolleinrichtungen am Längs- und Querschneider verhindern durch automatischen Maschinenstopp Beschädigungen an den Messern. Die Längsschneidmesser sind auf einer Trägerleiste montiert und können außerhalb der Maschine auf das erforderliche Rastermaß eingestellt werden. Eine Schnellwechseltechnik erlaubt einen Austausch der kompletten Einheit.

Die Positionen des mit einer Schnittgenauigkeit von ± 0,5 mm arbeitenden Querschneiders und der Lochstanze lassen sich digital einstellen, speichern und bei Bedarf aufrufen. Das entlastet den Bediener immer dann, wenn die Anzahl der Nutzen eines Trägerkartons wechselt. Die Neupositionierung des Quer-
schneiders und der Lochstanze ist nach jedem, die Thermoformstation einzeln durchlaufenen Trägerkarton möglich, was einer „Losgröße-Eins-Produktion“ entspricht. Nach dem Längs- und Querschnitt ist keine Nachbearbeitung an der Verpackung mehr erforderlich.

Erfahrungen mit der Skintechnik von Illig hatte Dieda Systembauteile bereits mit dem Vorgängermodell der jetzigen SB-Anlage. „Unsere neue Anlage mit Technologie auf dem neuesten Stand der Technik lässt sich natürlich viel komfortabler bedienen. Auch die Umstellung der Anlage auf ein neues Produkt geht viel schneller als mit der älteren Anlage; wir können jetzt gut zwei Drittel der zuvor benötigten Umrüstzeit produktiv nutzen. Und mit der neuen Antriebstechnik ist auch die Schnittgenauigkeit des Querschneiders deutlich höher, was der gleichmäßig hohen Verpackungsqualität zugutekommt“, begründet Florian David, weshalb er bei der Neuanschaffung wieder auf Illig-Technologie vertraut hat.

Für Sie entscheidend
Illig im Profil
Illig ist ein weltweit führender Anbieter von Hochleistungsanlagen und Werkzeugen zum Thermoformen von Kunststoffen und von Lösungen für die Verpackungsindustrie. Das Leistungsspektrum umfasst Entwicklung, Konstruktion, Fertigung, Montage und Inbetriebnahme komplexer Fertigungslinien und Einzelkomponenten. Mit eigenen Niederlassungen und Vertretungen in über 80 Ländern ist Illig auf allen Märkten rund um den Erdball vor Ort präsent. Seit über 65 Jahren unterstützt das inhabergeführte Unternehmen seine Kunden weltweit als verlässlicher Partner, anspruchsvolle und hochpräzise Formteile aus thermoplastischen Kunststoffen wirtschaftlich herzustellen – mit innovativer Technologie höchster Qualität und umfassendem globalen Service.

  • Die zu verpackenden Teile werden auf dem Trägerkarton positioniert und automatisch in die Thermoformstation transportiert (oben) – nach dem Versiegeln werden daraus die Packungen konfektioniert (unten li.) und aus der Packlinie ausgeschleust (unten re.).
  • Systembauteile der Marke Dieda im Baumarktregal: Viele Bauteile insbesondere aus dem Sortimentbereich „Handlauf- und Geländersysteme“ werden als Skinverpackung angeboten.

Unternehmen

ILLIG Maschinenbau GmbH & Co.KG

Robert-Bosch-Straße 10
74081 Heilbronn
Deutschland

Zum Firmenprofil