Packmittel

Große Brötchen backen

Das Unternehmen Ströck Brot ist mit über 1.700 Mitarbeitern, 73 Filialen in Wien und einem Umsatz von 105 Millionen Euro das drittgrößte Backunternehmen in Österreich, aber der größte Bio-Bäcker des Landes.

Das Familienunternehmen liefert seine tiefgefrorenen Brote, Gebäcke und süße Mehlspeisen auch nach Russland, Skandinavien und Deutschland. Die Kartons mit den tiefgekühlten Produkten werden vollautomatisch von einem Transpak-Roboter palettiert, bevor sie in Folie geschrumpft für wenige Tage ins TK-Blocklager einfahren. Bis zu 30 Paletten tiefgefrorene Teigwaren können stündlich palettiert werden. Geschäftsführer Philip Ströck berichtet: „Vorher machten wir das manuell, da war diese hohe Leistung niemals möglich."

300 unterschiedliche Backwaren täglich
Über 300 verschiedene Backwaren produziert das Unternehmen täglich: Brote, Gebäck (Brötchen, Brezeln, Stangen, Kipferl) und süße Mehlspeisen. Das sind dann über 40.000 Brote, 200.000 Stück Gebäck und 120.000 Mehlspeisen auf drei Backstraßen. „95 Prozent der Brote sind fertig gebacken, 80 Prozent des Kleingebäcks sind hingegen noch rohe Teiglinge und werden in den Filialen oder bei unseren Handels-Kunden gebacken. Was wir nicht direkt frisch an unsere Filialen ausliefern, wird schocktief-
gefroren und vorsichtig manuell in Kartons gelegt, die mit einem Schlauchbeutel ausgekleidet sind. Die verschlossenen Kartons erhalten ein Etikett mit Inhalt, Mindesthaltbarkeitsdatum, Los-Nummer, Produzent und Kunde, laufen dann über lange Transportbänder zu einem zentralen Palettierpunkt, hinter dem von Transpak ein Palettierroboter installiert wurde."

Früher manuell, heute mit Roboter
In der Vergangenheit mussten die Angestellten die gefrorenen Teigwaren manuell an verschiedenen Orten im Produktions-
gebäude einpacken und palettieren. „Das war zum einen eine recht anstrengende Arbeit für unsere Mitarbeiter, wurde aber auch durch sie quantitativ limitiert. Wir haben uns daher nach einem Partner für eine neue Palettierlinie umgesehen. Bei Transpak, die schon vor 12 Jahren die ersten Maschinen an uns geliefert hat, fanden wir die passende Beratung und den Lieferanten", berichtet Philipp Ströck, der sich um die Logistikoptimierung kümmert. Das System transportiert die Kartons mit tiefgefrorenen Waren von vier Backstraßen auf Gebindetransporteuren zum Palettierzentrum vor dem Palettierroboter. Dieser stammt aus dem Hause Fanuc Robotics; Transpak übernahm die spezifische Programmierung. Der Fanuc M-410iB/450 hat sechs Handlingachsen, eine Tragkraft von 450 kg und ist mit einem Vakuumkopf ausgestattet. Bedienen kann der Anwender die Palettieranlage auf einem Touch-Panel, mit dem er sämtliche Transporteure einzeln zu- oder ausschalten kann und das auch Fehler anzeigt, inklusive der Anweisung zu deren Behebung.

Bis zu 30 Paletten in der Stunde
Die Anlage richtet die Kartons auf dem Formierer-Tisch zunächst so aus, dass alle Etiketten immer auf eine Seite zeigen. Ist die Anzahl an Kartons für eine Lage vollzählig, hebt sie der Roboter mit einem Vakuum-Saugkopf an und setzt sie auf die Palette: bis zu 62 Lagen (das sind 500 Kartons) in der Stunde bei Broten, 50 Lagen (400 Kartons) stündlich mit Gebäck oder 42 Lagen (167 Kartons) bei süßen Mehlspeisen. „Auf einer Palette stehen zwischen 32 und 72 Kartons - das hängt vom Inhalt ab - das sind bis zu 30 Paletten in der Stunde und somit eine deutlich höhere Leistung, die wir mit wesentlich weniger Personal erreichen", so Ströck. Anschließend sichert die Anlage die Paletten in einem Schrumpfwickler mit Folie für den Transport, bevor das Personal sie manuell ins Blocklager (-18 °C) fährt. Dort ist Platz für rund 300 Paletten. Maximal zwei bis drei Tage verbringen die Backwaren dann im TK-Lager, bevor sie mit Trucks in jeden Winkel von Österreich (Ketten Billa und Merkur), aber auch nach Skandi-
navien, Russland und Deutschland (nach dem Ende von Müller-Brot war man gerne eingesprungen) gelangen. Transpak hat das Palettierzentrum, bestehend aus Roboter, Gebindetransport, Steuerung sowie Einbindung der anderen Komponenten und Maschinen, schlüsselfertig an das Unternehmen Ströck übergeben. „Die Zusammenarbeit mit Transpak war hervorragend, die gingen auf sämtliche unserer Wünsche ein, haben uns sehr gut beraten. Die Inbetriebnahme lief völlig reibungslos innerhalb von ein paar Tagen und auch die Einarbeitungszeit unserer Mitarbeiter am neuen Roboter war in wenigen Tagen erledigt. Normal dauert das viel länger, bis man sich an so eine neue High-Tech-Anlage gewöhnt hat. Ich kann die Zusammenarbeit mit Transpak daher nur empfehlen, das ist für uns der perfekte Partner", lobt Philipp Ströck.

Für Sie entscheidend
Das Unternehmen im Profil
Das Unternehmen Transpak produziert in Murska Sobota, im Nordosten Sloweniens, schlüsselfertige Lösungen auf dem Gebiet der Palettier-, Pack- und Fördertechnik. Gegründet wurde Transpak im Februar 1998 von drei Ingenieuren mit langjähriger Erfahrung bei der Planung, dem Bau und der Konstruktion von Trockenteil-Maschinen. „Von Anfang an haben wir uns auf Ent- und Belader, Neuglas- und PET-Abräumer, Ein- und Auspacker, Gebinde-, Flaschen- und Palettentransport sowie Vertikalförderer und Kistenwascher spezialisiert“, berichtet Andrej Frangez, einer der drei Gründer. Die Kunden des Unternehmens sitzen überall da, wo ein Anwender Behälter in Trays, Kartons oder Kisten setzt und diese dann befördern oder palettieren muss. Zu den Kunden gehören AB-In Bev, Heineken, Carlsberg, Diageo sowie Coca Cola. Rund 70 Mitarbeiter hat das slowenische Unternehmen – die Hälfte davon sind Ingenieure – der Umsatz wächst kontinuierlich und soll 2012 erstmals mehr als 15 Mio. Euro betragen. 

Über die Firma
Transpak d.o.o
Murska Sobota
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