Technik

Eingespieltes Team

Braun aus dem Nordhessischen Melsungen, 1839 gegründet, hat sich von einer einfachen, kleinen Apotheke zu einem weltweiten Konzern mit mehr als 41.000 Mitarbeitern und einem Umsatz-
volumen von über 4,4 Mrd. Euro entwickelt. Heute ist das Unternehmen der größte Hersteller medizinischer Einmalartikel, darunter zum Beispiel auch der Braunüle, der ersten einteiligen Plastikkanüle für Dauerinfusionen im Markt. Am Schweizer Standort Escholzmatt werden von über 200 Mitarbeitern vornehmlich Artikel für Infusionen für den nationalen und internationalen Markt produziert. Damit die großen Mengen rechtzeitig in die ganze Welt verschickt werden können, hat Braun in eine neue, vollautomatische Blisterverpackungsanlage investiert. Gleich drei Industrieroboter und zwei Etikettendruckspender arbeiten hier ohne Pause in einer Zelle und machen die Blisterverpackungen fertig für den Versand. Marco Ramseier, Prozessingenieur bei Braun Escholzmatt berichtet: „In der Vergangenheit wurden diese zahlreichen Arbeitsschritte offline mit einer separaten Etikettiermaschine erledigt. Heute haben wir eine vollautomatische, in die Anlage integrierte Einheit von Robotern sowie Druckspendern von Bluhm Systeme. Die Daten werden über eine SPS ausgetauscht. Die Maschinenführer brauchen die Zellen nur noch betreten, um Etikettenrollen und Farbband nachzufüllen."

Schonend und schnell etikettieren
Fertige Blister werden zunächst von einem Roboter aufgenommen und in Kartons verpackt. Die befüllten Kartons nimmt dann ein zweiter Roboter auf und führt sie zum Etikettieren vor den Spendestempel des Etikettendruckspenders Legi-Air 4050 E. Die Daten für den Druckauftrag - Chargenbezeichnung, das Mindesthaltbarkeitsdatum, ein EAN-Barcode und weitere produktionsrelevante Daten - erhält der Legi-Air von der SPS. Mit 300 dpi Auflösung wird das Etikett bedruckt und präzise auf den Karton aufgebracht. Damit der Spendestempel beim Etikettiervorgang den Karton nicht wegschiebt, wird das Etikett im sogenannten Tamp-blow-Verfahren per Luftstoß auf die Kartonoberfläche aufgeschossen, ohne diese dabei zu berühren. Dieses schonende Verfahren hat noch einen weiteren Vorteil, denn es gibt kaum einen mechanischen Verschleiß am Spendestempel. Ist der Etikettiervorgang abgeschlossen, signalisiert der Etikettendruckspender dem Roboter, dass der Karton fertig etikettiert ist und in den schon bereit stehenden Umkarton gestapelt werden kann.

Schließlich greift ein dritter Roboter den fertig gepackten Umkarton und meldet sich per Schnittstellensignal beim nächsten Leg-Air 4050 E an. Dieser sorgt dann dafür, dass der Versandkarton in der bereits beschriebenen Weise das entsprechende Versandetikett bekommt.

Die zwei Etikettendruckspender Legi-Air 4050 E bearbeiten so mehr als tausend Kartons am Tag. Um dieses Pensum zu schaffen, sind die Etikettierer in der Lage, Etikettengroßrollen mit einem maximalen Durchmesser von 300 mm (bis max. 450 m Lauflänge) zu verarbeiten. Dadurch sind weniger Anlagenstopps für einen Rollenwechsel notwendig.

Für Sie entscheidend

Technik im Detail

  • Etikettendruckspender Legi-Air 4050 E
  • modulare Bauweise für verschiedene Anwendungen
  • maximale Etikettierleistung: bis zu 210 Etiketten pro Minute
  • hohe Betriebslaufzeit durch Großrollenverarbeitung
  • auch RFID-Etikettierung möglich
  • Präzisionsetikettierung
  • Quick-Change-System für schnelles Umrüsten auf andere Etikettenformate

 

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