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Weidenhammer konnte Umsatz erneut steigern

Wir sind mit dem Verlauf und dem Ergebnis des Geschäftsjahrs 2012 sehr zufrieden, erklärt Ralf Weidenhammer, Geschäftsführer der WPG. „Angesichts der anhaltenden Wirtschaftskrise in den meisten europäischen Märkten und der harten Wettbewerbs-
situation war eine so positive Bilanz nicht geplant. Trotzdem haben wir unsere Ziele nicht nur erreicht, sondern sogar übertroffen." Mit einem Gesamtgruppenumsatz von 245 Millionen Euro erzielte die WPG 2012 abermals ein positives Ergebnis in ihrer Unter-
nehmensgeschichte. Weidenhammer betont, dass der Umsatz nicht mit Preiszugeständnissen erkauft werden musste. 2012 ist für die WPG bereits das siebzehnte Jahr mit Wachstum. Wenn die Entwicklung so weitergeht, könne 2020 als Fernziel ein Umsatz von 300 Millionen Euro anvisiert werden.

Beide Weidenhammer-Geschäftsbereiche, Karton- und Kunststoffverpackungen, trugen zu diesem Ergebnis bei. Verhalten verläuft die Entwicklung der noch jungen Sparte Weidenhammer Plastic Packaging (WPP) mit Sitz im sächsischen Zwenkau, die sich, trotz innovativer Produkte, noch immer in den Kinderschuhen befindet. Das Kerngeschäft mit Kombidosen bleibt weiter Motor und trägt mit 85 Prozent am Umsatz bei. Das Ziel, dass jeder Standort profitabel sein sollte, konnte 2012 noch nicht erreicht werden und wird dieses Jahr neu angestrebt. „Ziel ist ein gleichbleibend hoher Gesamtumsatz wie 2012", so Weiden-
hammer.

Ausbau der Produktionskapazitäten in Europa
2012 hat die WPG rund 27 Millionen Euro in den weiteren Ausbau ihrer Standorte und Produktionskapazaitäten investiert. „Mit dieser Investitionssumme liegen wir weit über dem Branchendurch-
schnitt", erklärt Weidenhammer. Im ostfriesischen Werk in Bunde wurden die Produktions- und Lagerflächen verdoppelt und im belgischen Mechelen eine neue Hochleistungsproduktionslinie für Snackdosen installiert. An den Standorten Zwenkau und Hockenheim sind zudem neue Spritzgussmaschinen in Betrieb genommen worden. „Unsere Investitionen in den vergangen Jahren zahlen sich dabei aus: In nahezu allen Werken haben wir unsere Produktivität gesteigert - womit wir auch Lohn- und Gehaltssteigerungen auffangen konnten", so Ralf Weidenhammer.

Mit einem Umsatz von 140 Millionen Euro bleibt Deutschland der wichtigste Markt für die Gruppe. Doch auch die übrigen Werke in Europa und Übersee verzeichnen Zuwächse: In Großbritannien konnten neue Kunden im Bereich Kombidosen gewonnen werden, die Produktion wuchs damit um rund ein Viertel an. Außerdem startete Weidenhammer UK im Herbst die erste WPG-Produktion von hochdekorierten Kunststoffverpackungen außerhalb Deutschlands. Erster britischer Kunde ist United Biscuits, für die am nordenglischen Standort Bradford im In-Mould-Labelling-Verfahren eine Keksdose für Gebäck der Marke „Family Circle" hergestellt wird. „Im Bereich Kombidosen sind wir nach nur fünf Jahren in Großbritannien bereits die Nummer zwei im Markt. Bis 2017 wollen wir dann auch dort der Marktführer im Segment der Kombidosen sein."

Insbesondere in Griechenland macht sich die Wirtschaftskrise bemerkbar, wo der WPG-Standort in Inofita bei Athen 2012 nach sieben profitablen Jahren erstmals in die Verlustzone rutschte. Dies soll 2013 durch verstärkten Export in andere südeuropäische Märkte wieder wettgemacht werden. In Frankreich wurde das Werk in Montanay nahe Lyon 2012 nach den Richtlinien des British Retail Consortium (BRC) zertifiziert und erfüllt damit die von mehreren Handelsketten als verbindlich festgelegten Standards für Lieferanten von Packmitteln für Lebensmittel. Bis 2015 soll der Standort weiter umgebaut werden, um die Profitabilität zu erhöhen. Erfreulich verläuft die Geschäftsentwicklung in Nordamerika. Das Werk in Kansas erzielte 2012 ein signifikantes Umsatzplus - ein positiver Trend, der im laufenden Jahr fortgesetzt werden soll. In Russland ist die Kombidose nach wie vor eine relativ „teure" Verpackung. Nur ein knappes Prozent des Gruppenumsatzes wird dort erwirtschaftet.

Internationales Wachstum
2013 wird die WPG einen zweiten Standort in Übersee eröffnen: In einem Joint Venture mit Empack SA Santiago wird im November das erste Weidenhammer-Werk in Lateinamerika seine Produktion aufnehmen. Am neuen Standort in Santiago de Chile werden auf zunächst einer Produktionslinie Snackdosen für den südameri-
kanischen Markt produziert. Insgesamt wird die Gruppe rund vier Millionen Euro in das neue Werk in Santiago investieren und bis Ende 2014 rund 25 Mitarbeiter neu einstellen.

Sorgen bereitet der WPG derzeit vor allem der Kommissions-
entwurf zur Novellierung der Europäischen Tabakprodukt-richtlinie (TPD2). Dieser schließt in seiner vorliegenden Form Kombidosen als Verpackung von Feinschnitttabak aus. Feinschnitttabak dürfte dann nur noch in sogenannten „Pouches" verpackt werden. Sollte die TPD2 in ihrer vorliegenden Form tatsächlich in Kraft treten, hätte dies für das Kombidosengeschäft erhebliche Folgen: „Wir würden alle unsere Kunden im Tabakmarkt verlieren und müssten sogar über die Schließung einzelner Produktionsstätten in Deutschland nachdenken. Es sind 300 Arbeitsplätze in Gefahr, und die Investitionen der letzten Jahre, rund 60 Millionen Euro für Modernisierung, Kapazitäten, Hygiene und Nachhaltigkeit, wären umsonst", so Ralf Weidenhammer. „Wir befinden uns deshalb verstärkt in Gesprächen mit Ministerien und Politikern in Berlin und Brüssel unter Einbeziehung unserer Fachverbände. Wir sind optimistisch, dass diese Regelung bis nach den Sommerferien noch überarbeitet wird."

Auch 2013 wird es wieder Produktinnovationen geben. Im Zentrum für Entwicklungsarbeit steht dabei die „dichte Dose" für besonders sensible Produkte wie Milchpulver oder Kaffee. Mit der Peel-off Top-Kombidose hat die Gruppe im vergangen Jahr eine solche besonders gasdichte Dose auf der Fachpack in Nürnberg vorgestellt. Im Mai kommt nun in Italien die erste Peel-off Top-Kombidose für Baby-Milchpulver der H. J. Heinz Company auf den Markt. Weitere Produkte befinden sich in der Testphase. Auch im Bereich der Kunststoffverpackungen wird es in Kürze neue Anwendungen geben. So wird Mitte 2013 ein neuer im In-Mould-Labelling-Verfahren dekorierter Kunststoffbehälter für Butter- und Käseprodukte auf den Markt kommen. „Seit Kurzem bietet Rügenwalder Mühlenfrikadellen im praktischen Kunststoffbehälter an. Die Markteinführung verlief äußerst erfolgreich. Das Interesse an dieser neuartigen Verpackung steigt", ist sich Ralf Weidenhammer sicher.

Für Sie entscheidend

Weidenhammer Packaging Group: Geschäftszahlen 2012

  • Umsatz: 245 Millionen Euro (Steigerung von rund 6,5 Prozent gegenüber Vorjahr), damit das 17. Jahr in Folge mit Wachstum
  • Anteil Deutschland: 140 Millionen Euro
  • Cash Flow: blieb bei 13 Prozentpunkten
  • Investitionen: 27 Millionen Euro in Ausbau der Standorte und Produktionskapazitäten
  • 12 Werksstandorte
  • Mitarbeiter: 1.090

 

Über die Firma
Weidenhammer Packungen GmbH & CO. KG
Hockenheim
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