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Packmittel—Kunststoff

RPC-Gruppe will weiter wachsen

Der Holländer Pim Vervaat ist seit Mai neuer CEO der RPC-Group. Während einer Pressekonferenz im niedersächsischen RPC-Werk Bramlage in Lohne bekräftigt er, die Gruppe wolle durch die Substitution von Glas- und Metallverpackungen weiter wachsen. Zudem könne durch den Einsatz leichterer Verpackungen die Auswirkungen auf die Umwelt verringert werden. „So kann Nachhaltigkeit für RPC ein echtes Wachstumspotential darstellen", erklärt Pim Vervaat. Als Beispiel nennt er die Substitution eines Glasbehälters durch einen Kunststoffbehälter für Hipp Baby-
nahrung. „Dadurch konnte fast 50 Prozent CO2 eingespart werden." Ein weiterer Schritt auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit sei der Einsatz von Kunststoffrecyclaten bei der Fertigung von Verpackungen aus PP, HDPE und PET.

Als Reaktion auf die andauernde Wirtschaftskrise in Europa kündigt Vervaat im Rahmen des Programms „Fitter for the future" die Schließung des Spritzgießwerks in Antwerpen sowie des Thermoformwerks Beuningen, Niederlande, an. Weiter soll das existierende Geschäftsportfolio optimiert werden und Kostensenkungsprogramme in vier Werken in Europa durchgeführt werden. Auch weiterhin soll der Fokus auf Produkte mit hoher Wertschöpfung und Mehrwert gelegt werden. Beispiele seien Multilayer-Applikationen für Lebensmittel oder anspruchsvolle Pharmaanwendungen. „Produkte mit hoher Wertschöpfung sind zwischen 2009 und 2013 mit einer Rate von 15 % pro Jahr gewachsen und repräsentieren heute 31 % des Gruppenumsatzes der RPC-Gruppe. Dabei wächst das Segment Kaffeekapseln und dünnwandige Barriere-Verpackungen besonders stark", so Vervaat. RPC stellt Kaffekapseln für beispielsweise Nescafés Dolce Gusto oder Tassimo her.

Nach der Akquisition von Superfos im Jahre 2011 seien weitere Zukäufe denkbar, sagt Vervaat. Voraussetzung sei, dass dadurch Positionen in den Kernmärkten konsolidiert würden oder weiteres Wachstum generiert werden kann. Weiter will man durch Akquisitionen in stark wachsenden Ermerging Markets am dortigen Wachstum partizipieren.

Im RPC-Werk Bramlage-Wiko in Lohne, in dem mehr als 100 Maschinen für Spritzguss, Mehrkomponentenspritzguss und Spritzblasen im Einsatz sind, werden hochwertige Verpack-
ungslösungen in den Bereichen Kosmetik, Pharma, Lebensmittel und Technische Verpackungen realisiert. Zu den Kunden zählen namhafte Unternehmen der Kosmetikindustrie wie L 'Oreal, Beiersdorf, Lancôme, Dior, Chanel oder Procter & Gamble. So wird in Lohne beispielsweise der weltweite Bedarf an Labello-Hülsen für Beiersdorf gefertigt, seit Kurzem mit weniger Teilen dank eines neuen Mechanismus.

Über RPC
Die RPC-Group erzielt einen Umsatz von 1,1 Millionen Pfund und ist damit Europas größter Hersteller von Kunststoffverpackungen, der alle drei Verfahren (Blasformen, Spritzgießen, Tiefziehen) einsetzt. Das Unternehmen zählt 7.300 Mitarbeiter und 50 Produktions-
standorte in 18 Ländern. Die von RPC hergestellten Kunststoffverpackungen werden zu 58 Prozent in der Lebensmittelindustrie eingesetzt, 42 Prozent werden in den Bereichen Pharma, Körperpflege, Oberflächenbeschichtung und in anderen Non-Food-Anwendungen verwendet.

Airless-Spender mit Drehkappe
Auch im RPC-Werk Bramlage hergestellt wird Twist UP. Dabei handelt es sich um einen Airless-Spender. Twist up ist mit einer Drehkappe ausgestattet. Sie schützt den Spenderkopf und verleiht dem Behälter die Optik eines konventionellen Spenders. Dadurch fügt sich der Spender nahtlos in eine bestehende Produktreihe ein und gewährt zugleich einen unmittelbaren Zugriff auf den Inhalt. Außerdem kehrt die Spendervorrichtung selbsttätig auf die untere „geschlossene" Position zurück.

In Glasoptik
Die sich in Glasoptik gehaltene, dickwandige Empress-Dose erfreut sich einer wachsenden Beliebtheit. Zu denNeukunden gehört Nivea mit „Visage Expert Lift". Entscheidend ist dabei die Kombination aus luxuriösem Glas in nichts nachstehendem Aussehen mit geringerem Eigengewicht.

Frisch gemischt
Der patentierte innovative Gizmo-Verschluss mit eingebauter Druckkammer, der von RPC Bramlage-Wiko hergestellt wird, kommt auf dem amerikanischen Markt bei einer neuen Reihe von naturbetonten Getränken zum Einsatz. Im Verschluss werden die Zutaten eingeschlossen. Dreht man die Kappe auf, werden die Zutaten freigesetzt. Die Mischung und der Farbwechsel erfolgen von selbst. Erst beim Öffnen des Verschlusses werden sie freigegeben. Es entsteht ein Getränk von großer Frische und die Flasche überrascht durch einen attraktiven Farbwechsel. Die Gizmo-Vorrichtung besteht aus einer im Spritzguss hergestellten Mini-Druckkammer in Kombination mit einer Reihe spezifischer Gizmo-Verschlussvarianten.

Im Retro-Look
RPC Barrier Containers hat eine Verpackungslösung mit langer Haltbarkeit bei Raumtemperatur entwickelt, die bei Fertiggerichten von Soulié Restauration zur Anwendung kommt. Der französische Spezialist für den Großküchen- und Gastronomiebereich gehört zur William-Saurin-Gruppe.
Die ovale Schale mit 600 ml Inhalt wird aus mehrschichtigem PP von RPC Bebo Plastik im Tiefziehverfahren hergestellt. Den passenden Deckel aus spritzgegossenem PP steuert RPC Bramlage bei. Die Verpackung, die einem traditionellen französischen Gußeisenbräter nachempfunden ist, wird für eine Reihe typischer französischer Gerichte zum Aufwärmen verwendet, denen sie dank ihrer Barriereeigenschaften eine Haltbarkeit von 18 Monaten bei Raumtemperatur verleiht.

Über die Firma
RPC Bramlage GmbH
Lohne
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