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Editorial

Die FachPack lockt mit Rahmenprogramm

Verpackung? In den Köpfen der meisten Politiker schrillen bis heute die Alarmglocken, wenn sie dieses Wort nur schon hören: Denn Verpackung wird leider sehr oft verkürzt auf Müll reduziert. Doch das ist falsch. Wie Thomas Reiner, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Verpackungsinstituts, Berlin, während einer Pressekonferenz der NürnbergMesse zur Vorschau auf die FachPack im Herbst betonte, tragen Verpackungen nur zu einem Bruchteil zum Abfallmix in Deutschland bei. 387 Mio. t Abfall produzierten die Deutschen 2011, nur 4 Prozent davon entfielen auf Verpackungen. Das Bau- und Abbruchgewerbe (52 Prozent), Produktion und Gewerbe (15 Prozent) sowie Siedlungsabfälle (9 Prozent) verbuchten die Löwenanteile auf sich. Und mit der eingangs erwähnten Verpackungsverordnung schließt sich hier der Kreis: Sie wurde für ein kleineres, aber sehr öffentlichkeitswirksames Problem geschaffen und zeigte aber eine deutliche Wirkung. Beim Verpackungsabfall ist nämlich der Stoffkreislauf so gut wie geschlossen. Annähernd alle Verpackungsmaterialien aus dem gelben Sack haben ein zweites Leben nach der Entsorgung. Das Problem des Littering, des Vermüllens der Landschaft, konnte damit jedoch nicht beseitigt werden. Da hilft kein Dosenpfand der Welt, da ist einfach nur eine bessere Kinderstube gefragt.

Zurück zur FachPack: Über 37.000 erwartete, investitionsfreudige Fachbesucher (2012: 36.986) haben vom 24. bis 26. September die Qual der Wahl in Nürnberg. Sie können sich über Produkte und Dienstleistungen von rund 1.500 Unternehmen (2012: 1.466) aus den Bereichen Verpackung, Technik, Veredelung und Logistik informieren. Ein umfangreiches Rahmenprogramm steht auch bereit. Darunter der Themenpark „Verpackung in Medizintechnik und Pharmazie", der in der Verantwortung des Teams der neuen verpackung steht. Hier sind die Anforderungen an innovative Konzepte in Bezug auf Design, hochwertiges Material und attraktives Erscheinungsbild besonders hoch. Verpackungen im pharmazeutischen Umfeld leisten weit mehr als Produktschutz. Sie helfen beim richtigen Dosieren und Applizieren, verhindern Produktpiraterie, sind kindersicher und seniorengerecht. In diesem Spannungsfeld bewegt sich die Sonderschau in Halle 9. Und in Halle 7 lockt der Verband Vollpappe-Kartonagen (VVK) gemeinsam mit pfiffigen Studenten vom Institut für Industrie-Design (IFID) an der Hochschule Darmstadt in die Erlebniswelt Vollpappe, um die Vorzüge des vielseitigen, leistungsfähigen und umweltverträglichen Packstoffes zu zeigen. Seien auch Sie dabei!

 

Matthias Mahr, Chefredakteur
Über die Firma
Hüthig GmbH
Heidelberg
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