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Technik - Automatisieren

Die Traumhochzeit

Für den Verbraucher ist es ganz selbstverständlich, dass seine Apotheke Medikamente entweder vorrätig hat oder in wenigen Stunden aus dem Pharmagroßhandel bezieht. Doch der technische Aufwand, der sich dahinter verbirgt, ist enorm. So hält die Stada Arzneimittel AG in ihrem Distributions- und Servicecenter in Florstadt über 4.100 Produkte wie Grippostad, Mobilat oder Paracetamol auf rund 6.000 Quadratmetern Lagerfläche zur Auslieferung bereit. Bis zu 1.000.000 Medikamentenpackungen verlassen täglich das Logistikzentrum in bis zu 11.000 Gebindekartons. Damit alle Kartons mit Sicherheit das richtige Ziel erreichen, setzt das Unternehmen auf modernste Vision-Technologie. Ein von Weber Systemtechnik implementiertes Kameraportal liest Barcodes schnell und zuverlässig mit dem weltweit führenden Vision-System Visionpro von Cognex.

Im Kameraportal vereint

Für ein Höchstmaß an logistischer Effizienz arbeitet der Arzneimittel-Versender mit so genannten Kommissionierwellen. Eine je nach Bestellvolumen variierende Anzahl von Gebinde-
kartons bewegt sich über die rund zwei Kilometer langen Förderbänder des Distributions- und Servicecenters. Zu dem jeweiligen Kundenauftrag zugeordnet wird das einzelne Gebinde erst durch die so genannte „Hochzeit". Diese findet nach der Kommissionierung im neuen Kameraportal statt. Im Vergleich zur Hochzeit im richtigen Leben ist die „Logistik-Hochzeit" eine kurze Sache - mit der richtigen Technik. Der Barcode der eingehenden Kartons wird gelesen, in SAP mit dem Kundenauftrag gekoppelt und für den weiteren Prozessablauf bringt ein Etikettiergerät den Auftragscode als zusätzliches Klebeetikett auf.

Doch wie im richtigen Leben auch, liegen die größten Schwierigkeiten der Logistik nicht im großen Ganzen, sie verbergen sich im Detail. Bei der Anlieferung können Etiketten fehlerhaft aufgebracht oder beschädigt sein, durch Abwesenheit glänzen oder ein mangelhaftes Druckbild aufweisen. Und genau damit hatten die seit 2008 von Stada eingesetzten laserbasierten Scanner zu kämpfen. Bis zu 15 Prozent der gesamten Gebinde-
zahl konnten sie nicht lesen, was zu einem zusätzlichen Aufwand an manueller Nachbearbeitung führte. Natürlich kommt ein solches Gebinde nicht in die Auslieferung und der Kunde bekommt, was er bestellt hat. Dennoch führte der Anspruch an Qualität und Effizienz dazu von Laser- auf Vision-Technologie umzusteigen.
Mit Hilfe der neuen Technik ließ sich die Fehllesequote innerhalb kürzester Zeit auf unter vier Prozent senken - eine deutliche Effizienzsteigerung, die nachhaltig Kosten reduziert.

Von allen Seiten geprüft

Im neuen Kameraportal lesen fünf CCD-Kameras die Barcodes auf den eingehenden Paketen gleichzeitig aus fünf unterschiedlichen Positionen. Zwei Kameras inspizieren auf gleicher Ebene wie das Förderband die Längsseiten der Kartons, zwei weitere Kameras untersuchen in Laufrichtung die Vorder- und Rückseite mit 45 Grad aus der Vertikalen und die fünfte Kamera blickt beinahe senkrecht auf die Oberseite. Mit seinem Rundumblick und der räumlich gleichmäßigen Ausleuchtung erfasst das Kameraportal mit Sicherheit jedes Etikett.

Hierfür sorgt nicht zuletzt auch das intelligente Rückgrat der ID-Anwendung mit der Vision-Software Visionpro. Das PC-
basierte Vision-System ist intelligent genug, unkritische Veränderungen im Aussehen der Codes zu ignorieren und sich auf die kritischen Merkmale zu konzentrieren. So identifiziert Visionsoftware auch problemlos hoch reflektierende und im Einzelfall auch schief sitzende Etiketten innerhalb des nur 400 Millisekunden kurzen Leseprozesses. Einen maßgeblichen Anteil an der starken Leseleistung hat das Visionpro-Tool ID-Max. Die moderne Software zum Lesen von Barcodes und Data-Matrix-
Codes basiert auf der patentierten Pat-Max-Technologie von Cognex und kommt mit unterschiedlichsten Qualitätsverlusten zurecht.

Das vom Systemintegrator Weber-Systemtechnik entwickelte Kameraportal mit der leistungsstarken Bildverarbeitung Visionpro bietet für Stada eine deutliche Effizienzsteigerung durch den optimierten ID-Leseprozess. Anhand des aufgenommenen Bildes können Fehler eindeutig erkannt, dokumentiert und deren Ursachen rasch behoben werden.

 

Für Sie entscheidend

Höhere Leserate = schnelle Amortisation
In den hochautomatisierten Sortieranlagen der Logistik-
unternehmen, Dienstleister, Versandhäuser, von Postunternehmen bis hin zu den Supermärkten sind effizient arbeitende Auto-ID Systemtechnologien unabdingbar. Gefordert ist das Codelesen in Hochgeschwindigkeit und mit absoluter Lesesicherheit durch zuverlässige Bildverarbeitungsalgorithmen. Hier  können schon wenige Zehntel Prozent höhere Leserate erhebliche wirtschaft-
liche Vorteile erzielen.

Nimmt man beispielsweise eine Großsortieranlage mit einer Geschwindigkeit von 2 Paketen pro Sekunde und 22 Betriebs-
stunden, dann ergibt dies eine theoretische Tagesleistung von 158.400 Sendungen. Bei einer Leserate von 99 % müssten 1.584 Pakete pro Tag für die manuelle Nachbearbeitung ausgeschleust werden. Will man beispielsweise durch die Investition von 100.000 € in neue bildbasierte Barcode-Lesesysteme die Leserate von 99 % auf 99,9 % steigern, dann stellt sich die Frage der wirtschaftlichen Auswirkung.

Bei dieser Leseratensteigerung müssten 1.426 Pakete pro Tag weniger ausgeschleust werden. 350 Produktionstage ergäben insgesamt 499.100 nicht ausgeschleuste Sendungen. Legt man eine manuelle Nachbearbeitungszeit von 1,5 Minuten pro Paket und einen Stundenlohn von 12 € zugrunde, dann ergäbe dies ein rein auf Personalkosten beruhendes Einsparpotential von 428 € pro Tag und von 149.730 € pro Jahr. Nach bereits acht Monaten hätte sich die Investition von 100.000 € amortisiert und innerhalb des ersten Jahres hätte man bereits einen Gewinn von rund etwa 50.000 € erwirtschaftet.

Würde man in diesem Beispiel eine Leseratesteigerung von 95 % auf 99,9 % erzielen, dann ergäbe sich ein Einsparpotential von 2.329 € pro Tag. Die Amortisation würde sich schon nach 43 Tagen ergeben und gegenüber vormaliger Arbeitsweise ergäbe sich dazu innerhalb eines Jahres ein Gewinn von 715.000 €.

Über die Firma
COGNEX Germany, Inc.
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