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Markt - Technik

KHS: PET Open House Event

Gleich zur Begrüßung erläuterte Thomas Karell, Geschäftsführer der KHS Corpoplast, dass die entstandene Halle kein für sich alleine stehendes Projekt sei, sondern Teil des Wachstumskonzeptes „PET for Future". Das Werk in Hamburg soll im Zuge dessen auch künftig wachsen. Der Grundstein hierfür wurde mit der neuen Halle bereits gelegt: Den Bau mit einer Montagefläche von 2.300 Quadratmetern kann das Unternehmen jederzeit um eine gleich große Montagehalle oder ein Bürogebäude erweitern. Neben Produktivität und Kapazität soll künftig auch die Belegschaft am Standort wachsen.

Dem Markt begegnen
Bevor es aber zur Besichtigung der Arbeitshalle ging, hielten verschiedene Unternehmensvertreter, sowie Kunden von KHS, Vorträge. Diese sollten den Maschinenpark und die damit abgedeckten Marktsegmente des Herstellers beschreiben, aber auch der Bereich Service war gewichtiger Schwerpunkt der Reihe. Thomas Reise startete die Vortragsreihe, sein Fokus galt der Verbindung von Prozesssicherheit und Kosteneffizienz. Ein Thema, das den roten Faden der gesamten Vortragsreihe bildete. Anhand einer konkreten Anwendung, hier die Blomax 14, erklärte Reise, wie der Maschinenfabrikant in seinen Baureihen eine hohe Leistung bei effizientem Betrieb umsetzt. Und noch ein Punkt war Reis wichtig: „Wirtschaftlichkeit und Qualität dürfen sich nicht ausschließen." Hierzu gehören auch die angebotenen Wartungsverträge, die in einem späteren Vortrag behandelt wurden. Und auch wenn die Anforderungen des Marktes, aber auch des Umfeldes, in der Vergangenheit gestiegen seien: „Mit unseren Anwendungslösungen konnten wir den teils widersprüchlichen Anforderungen des Marktes erfolgreich begegnen."

Servicegedanke
Der Aftersales-Service ist in den vergangenen Jahren nicht nur zum wichtigen Werkzeug geworden, um Bestandskunden zu binden. Mittlerweile ist er in allen Branchen fester Bestandteil der Verkaufsstrategie. Insgesamt bietet das Unternehmen drei verschiedene Arten von Serviceverträgen an: Inspektionsverträge beugen ungeplanten Maschinenstillständen vor, indem Techniker vor Ort Störgrößen frühzeitig erkennen, den Ersatzteilbedarf aufnehmen und hierdurch die Betriebssicherheit erhöhen. Das verringert auch die Instandhaltungskosten. Im Anschluss jeder Inspektion erhalten die Betreiber dann eine genaue Fehleranalyse sowie Empfehlungen für kommende Wartungsmaßnahmen sowie Schulungen. Wartungsverträge erfüllen zuerst einmal die gleichen Leistungen wie die gerade beschriebenen Inspektionsverträge. Ergänzt wird der Serviceumfang durch vorbeugende Planungsmaßnahmen, sprich: Das Team ersetzt Verschleißteile nach einem festen Wartungsplan. Hierdurch verringert sich nicht nur die Störanfälligkeit, was die Maschinenverfügbarkeit erhöht. Gleichzeitig sind die Wartungsstillstände für den Betreiber langfristig planbar und somit optimal in die Produktion zu integrieren. Die Wartungen erfolgen entweder unter Aufsicht eines KHS-Fachmanns, oder aber komplett durch unternehmenseigenes Technikpersonal. Darüber hinaus beinhaltet der Wartungsvertrag einen Online-Support mit Redis (Remote Diagnostic Service). Ein sogenannter Full-Service-Vertrag komplettiert das Angebotsspektrum: Neben allen anderen bereits genannten Leistungen sind die Betriebskosten durch das Implementieren eines Instandhaltungs-Managements für den Anwender noch einmal transparenter aufgeschlüsselt; Lieferung und Austausch sämtlicher Ersatzteile reduzieren nicht nur ungeplante Stillstände, sondern tragen zum Werterhalt der Anlage bei. Optional steht Full-Service-Kunden ein Embedded Engineer vor Ort zur Verfügung. Dieser überwacht die täglichen Wartungsarbeiten, die das Personal des Kunden durchführt, und gibt Verbesserungsvorschläge im praktischen Alltag. Gleichzeitig unterstützt er das Bedienpersonal bei der Fehlerbeseitigung. Eine solche Inhouse-Kraft verfügt stets über die aktuellsten Informationen sowie Verbesserungspotenziale und kann das Kundenpersonal kontinuierlich schulen.

Bezahlbares Premium

Mit Bernd-Thomas Kempa wechselte das Thema dann vom Service hin zu aktuellen Entwicklungen der PET-Branche. Aufgrund des Themas Nachhaltigkeit sind die Konsumenten dem Werkstoff gegenüber sehr kritisch eingestellt. Gleichzeitig ist auch die Problematik der Migration immer wieder in den Medien präsent. Dies war der Ausgangspunkt zur Entwicklung einer Premium-PET-Flasche: Hier ermöglicht eine Siox-Beschichtung von KHS einen funktionalen Schutz, der den Inhalt einer Flasche 80- bis 290-mal besser schützen kann, als es bisher möglich war. Gleichzeitig soll mit der Technik das bisherige Problem des Flaschenwachstums bei Druck und/oder Temperatur, das die dünne Schutzschicht beschädigt, der Vergangenheit angehören. Dieses Fresh-Safe-PET-Konzept kostet den Hersteller, eine gute Maschinenauslastung vorausgesetzt, pro Flasche circa einen Cent.

Den Abschluss der Vortragsreihe machte Dr. Peter Stelter. Auch er widmete sich dem Thema der Migration, diesmal allerdings von außen: Stelter beschäftigt sich mit Low-Migration-Tinte, deren Entwicklung er als sehr komplex beschreibt. Das Trocknungsverfahren via UV-Licht hat das Unternehmen beispielsweise bereits patentieren lassen. Die Ergebnisse lesen sich positiv: Den Monomer-Anteil konnten die Entwickler auf weniger als ein Prozent reduzieren. Stelter und sein Team arbeiten derzeit auch an einer vollwertigen Fünf-Farben-Maschine. Diese druckt allerdings nicht auf Labels, sondern direkt auf die Primärverpackung.

Von Vorteil ist diese Technik beispielsweise bei laufenden Sportevents wie der gerade beendeten Champions-League, bei denen Hersteller den Labelaufdruck schnell den Gegebenheiten anpassen müssen. Gleichzeitig entfällt der sogenannte Labelwaste, den zu lange Lagerzeiten mit sich bringen. Und auch Stillstände kann die Tintentechnik reduzieren: Da das Verfahren ohne Leim und Etiketten auskommt, muss der Bediener diese auch nicht nachfüllen. Generell sieht das Unternehmen den Direktbedruck nicht als unmittelbare Konkurrenz für das herkömmliche Etiketten-Verfahren. Kostenvorteile liegen vor allem dann vor, wenn ein Hersteller nur kleine Auflagen produziert, oder aber das Produkt häufig wechselt. Im Anschluss konnten sich die Tagungsbesucher dann noch einmal durch die neue Werkshalle führen lassen, in der sie sich die in den Vorträgen beschriebenen Maschinen und Technologien noch einmal live ansehen konnten.

Über die Firma
KHS Corpoplast GmbH
Hamburg
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