Technik - Verschließen

Genießen und wiederverschließen

Die Dose ist mit einem „Slider" als Originalitätsverschluss verschlossen, der sich leicht öffnen und durch einen speziellen Dichteinsatz auf der Deckelunterseite wieder völlig dicht verschließen lässt.

Um den Öffnungsmechanismus wirtschaftlich herzustellen, müssen hohe Stückzahlen gefahren werden. Für das Verbinden von Innenslider und Außenslider aus Kunststoff durch den Aluminiumdeckel musste folglich eine Verbindungstechnik gefunden werden, die schnell und präzise arbeitet. Beim Ultraschallschweißen werden die Moleküle durch die Ultraschallvibrationen extrem schnell erwärmt und verschmolzen. Eine Aufheizphase ist nicht erforderlich und die Abkühlzeit der Teile so kurz wie bei keinem anderen thermischen Fügeverfahren - das senkt die Zykluszeit. Prozesszeiten inklusive Haltezeiten liegen oft unter einer halben Sekunde. Ein weiterer Vorteil der Technologie ist die Genauigkeit der Prozesssteuerung über den Ultraschall-Generator. Die Energie zur Erzeugung der Schmelze kann zeitlich und lokal genau definiert und zugeführt werden. Auf diese Art werden im ersten Prozessschritt die vier kleinen Pin-Dome schnell und dicht vernietet. Im zweiten Prozessschritt erfolgt dann die Vernietung des Originalitätsverschlusses.

Druckdichtigkeit bei Kohlensäure
Kohlensäurehaltige Getränke entwickeln einen Druck von 10 bis 12 bar und stellen damit hohe Qualitätsanforderungen an die Verbindung der Kunststoffteile des Verschlusses. Die softwaregesteuerte Generatortechnik beim Ultraschallschweißen ermöglicht es, das Prozessfenster genau zu kontrollieren und zu beeinflussen. Die zwangsläufige, aber geringe Erwärmung des Schweißwerkzeugs bei hohen Taktzahlen kann überwacht und über den Generator ausgeglichen werden. Vor der Marktreife wurde im Ultraschall-Labor die Schnelligkeit der Produktions-
umgebung simuliert und die Taktrate sowie die spielfreie Qualität der verschweißten Nietdome - geeignet für den hohen Innendruck - nachgewiesen.

Keine Investitionen für Abfüller
Marc von Rettberg, CEO Xolution, ist zufrieden mit der Umsetzung des innovativen Designs und der Wahl der Projektpartner. Er bewertet die Synergien mit Alpla und Herrmann Ultraschall als positiv und zukunftsträchtig. Ein weiterer Fakt ist ihm wichtig: Die Abfüller können den vorkonfektionierten Deckel kaufen und in ihren bestehenden Abfülllinien verarbeiten. Das bedeute im Klartext, dass keine riesigen Maschineninvestitionen getätigt werden müssen. In der Schweiz ist bereits der Energydrink OK in der wiederverschließbaren Dose erhältlich; auch in Brasilien ist die Dose auf dem Markt, mit dem Getränk Vulcano. Xolution hat mit Alpla zusammen Kapazitäten für 40 Millionen Deckel pro Jahr eingerichtet. Man gehe von einer baldigen Erhöhung aus, so von Rettberg, denn die Nachfrage sei groß. Xolution wurde 2003 gegründet und bietet innovative Getränkeverpackungen an.


Für Sie entscheidend

Schweizer Premiere
In der Schweiz ist der Energydrink OK seit August 2013 in der wiederverschließbaren 500-ml-Dose erhältlich. Das neue Produkt basiert auf dem von der Xolution GmbH entwickelten wiederverschließbaren Dosenverschluss. Damit können Verbraucher die Dose mehrmals wiederverschließen, nachdem sie sie geöffnet haben, ein echter To-Go-Konsum wird möglich.

Der Energydrink ist eines der erfolgreichsten Produkte der OK.- Eigenmarke von Valora und zielt auf eine junge, urbane Kundschaft.

2009 kam mit dem OK.-Energydrink Exotic, der erste Energydrink mit Fruchtgeschmack auf den Schweizer Markt. Auf diverse weitere Energydrink Innovationen folgt nun - vier Jahre später - der erste Energydrink mit einem Frucht-Gewürz-Aroma, welcher in limitierter Menge während der Wintermonate erhältlich ist. Mit innovativem Birne-Zimt-Geschmack und goldiger Dose komplettiert er das Portfolio.

Über die Firma
Herrmann Ultraschalltechnik GmbH & Co. KG
Karlsbad
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