Strategie

Heidelberg baut Digitalbereich weiter aus

Individualisierte Etiketten und Kleinauflagen Heidelberg hat erste konkrete Schritte in der Kooperation mit Fujifilm bekannt gegeben. Für den Herbst ist die erste Technologiepräsentation einer Etikettendruckmaschine als Kombination von Flexo- und Inkjetdruck für die wirtschaftliche Herstellung von Kleinauflagen und individualisierten Etiketten geplant. Dabei handelt es sich um ein digitales Inlinedrucksystem auf Basis der Inkjettechnololgie von Fujifilm, die in eine Etikettendruckmaschine der Firma Gallus integriert sein wird.

"Heute werden erst 5 Prozent des Volumens im Etikettendruck digital produziert. Auf der anderen Seite steigen in diesem Marktsegment die Anforderungen an individuelle, kosteneffiziente und flexible Drucklösungen. Wir werden mit unseren Partnern Fujifilm und Gallus eine Lösung präsentieren, die diese Anforderungen erfüllen wird", so Jason Oliver, Leiter Geschäftsbereich Digital bei Heidelberg.

Gleichzeitig wurde mit Fujifilm die gemeinsame Entwicklung eines neuen Digitaldrucksystems auf Inkjetbasis für den industriellen Akzidenz- und Verpackungsdruck gestartet.

4-D-Drucklösung auf Inkjet-Basis "Für den Ausbau unseres Digitalangebots investieren wir unter anderem in den Inkjet-Digitaldruck und erschließen mit dem Bedrucken von dreidimensionalen Objekten gänzlich neue Marktsegmente für Heidelberg. In Summe schätzen wir das Umsatzpotenzial für uns im Digitalgeschäft mittelfristig auf jährlich über 200 Mio. Euro", so Gerold Linzbach, Vorstandsvorsitzender von Heidelberg.

Mit der Heidelberg Jetmaster Dimension hat das Unternehmen eine Digitaldruckmaschine auf Inkjet-Basis für das Bedrucken von dreidimensionalen Objekten entwickelt: Als erstes Anwendungsbeispiel wird Flyeralarm, eine der führenden Onlinedruckereien in Europa, mit diesem System für ihre Kunden handelsübliche Sportbälle nach den jeweiligen Kundenwünschen individuell beschriften.

Im nächsten Schritt soll der Einstieg in industrielle Anwendungen erfolgen, beispielsweise in die Automobil- oder Flugzeugindustrie. Hier sei es denkbar, mittels Inkjet-Technologie Autos beziehungsweise Lkw oder Flugzeuge individuell und mehrfarbig zu bedrucken und damit personal- oder materialintensive Prozessschritte zu ersetzen. Das gesamte Marktvolumen für das Bedrucken von Objekten im Konsumgüter- und Industriebereich schätzt Heidelberg mittel- bis langfristig auf einen dreistelligen Millionen-Euro-Betrag.

(mns)

 
Newsletter

Das Neueste von
neue verpackung direkt in Ihren Posteingang!