Technik - Kennzeichnen

It’s teatime

Linda heißt eine Reihe selbst konstruierter Teebeutel-
verpackungsmaschinen beim ostfriesischen Tee-Produzenten. Mit der Maschinentaufe ehrten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine besonders engagierte und flexible ehemalige Kollegin. Derzeit ist bereits die vierte Linda-Generation im Tee-Werk in Norden/Deutschland im Einsatz. Die schnellste „Linda" verpackt 280 Teebeutel in der Minute.

Partner für die Kennzeichnungstechnologie bei der Teebeutel-Verpackung ist Bluhm Systeme aus Rheinbreitbach.

„Unsere Kollegen haben immer wieder gute Ideen, wie wir unsere hochspezialisierten Maschinen verbessern und den Produktionsablauf optimieren und beschleunigen können. Von unseren Zulieferern verlangen wir da schon einiges. Bluhm Systeme hat sich als flexibler Partner erwiesen", lobt Christian Abrams, Werksleiter und Prokurist bei Onno Behrends, die Kooperation mit dem rheinischen Kennzeichnungsspezialisten.

Das ostfriesische Unternehmen greift vor allem auf zwei Produkte aus dem Bluhm-Portfolio zurück: das Compactline Steuersystem der Markoprint-Serie für die Markierung der Briefchen, in die die Teebeutel verpackt werden, und den besonders sparsamen Linx-Tintenstrahldrucker in der Solver-Ausführung. Damit werden in der Maschine „Linda 1" die Unterseiten der Teebeutel-Kartons mit Produktionsinformationen versehen.

„Für die Bedruckung der Teebeutelbriefchen nehmen wir am liebsten die Compactline-Drucker mit HP-Druckköpfen. Die Druckergebnisse sind selbst auf den Folienbriefchen hervorragend", freut sich Christian Abrams. Dass dies so ist, liegt an der schnell trocknenden, wasserbasierten Spezialtinte. Bis zu 25 Millimeter hohe Schriften, Barcodes und Logos können mit einer Auflösung von 600 dpi gedruckt werden, wenn beide Druckköpfe übereinander angebracht und gemeinsam angesteuert werden. Oder es können - bei gegenüberliegender Montage - auch Vorder- und Rückseite eines Produktes gleichzeitig bedruckt werden.

Beste Ergebnisse auch auf Folienbriefchen
Die Druckköpfe des Compactline Tintenstrahldruckers arbeiten bei Onno Behrends allerdings separat an zwei verschiedenen Verpackungslinien, wo die Folienbahnen durchlaufen. Das Steuergerät ist einige Meter entfernt aufgestellt; maximal wären 13 Meter Abstand möglich. An der Steuereinheit verwalten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die verschiedenen Druckinformationen. „Die Mitarbeiter aus der Produktion loben den Bedienkomfort und die gleichbleibend hohe Druckqualität des Tintenstrahldruckers", betont Christian Abrams. Er führt fort „Die Tintenkartusche enthält auch den Druckkopf. Nach jedem Kartuschenwechsel haben wir quasi wieder eine runderneuerte Druckeinheit."

Schlanker Druckkopf hält Abstand

„Linda 1" verbirgt in ihrem Innern wiederum einen Continuous-Inkjet-Drucker Linx Solver. Das spritzwassergeschützte System kombiniert niedrige Betriebskosten mit hoher Druckgeschwindigkeit. Mehr als 2.000 Zeichen schafft der Linx-Drucker in der Sekunde in der Variante mit Hochleistungsdruckoption. Die Software der Steuereinheit stimmt automatisch Tintenrückführung und Lösungsmittelverbrauch optimal aufeinander ab. Um bis zu 40 Prozent weniger Solvent gegenüber vergleichbaren Geräten wird dadurch verbraucht.

Für den Linx-Tintenstrahldrucker hat sich Onno Behrends entschieden, weil an der Fertigungslinie zwei Zeilen mit Mindesthaltbarkeits- und Chargendaten auf die Unterseite der Kartons gedruckt werden sollen. Montiert wurde der schlanke Druckkopf - sein Durchmesser beträgt lediglich 42 Millimeter - unter den Drehkranz, der die Tee-Kartons aufrichtet. Die zu bedruckende Fläche ist nach dem Aufrichten manchmal noch nach innen gewölbt. Der Druckabstand schwankt deshalb zwischen 10 und 15 Millimeter. Aber auch bei leicht unterschiedlichen Druckabständen ist das Druckbild dieser Systeme brillant.

Auch die Linx-Drucker punkten bei Onno Behrends mit ihrer einfachen Bedienbarkeit. „Das Gerät ist bei den Kollegen äußerst beliebt", weiß Werner Dettmers, technischer Leiter bei Onno Behrends, „Im Display ist immer in Klarschrift zu sehen, wie es dem Drucker geht. Tinte und Solvent können wir mit wenigen Handgriffen schnell und sauber nachfüllen, ohne das Gerät zu öffnen. Genauso muss es in der Lebensmittelproduktion sein."

Sauber und sicher: Wartungskonzept mit Erfolgsgarantie
Überhaupt sind Linx-Inkjet-Systeme ausgesprochen wartungsarm. Die Wartungsintervalle betragen beim Gerätetyp, der bei Onno im Einsatz ist, bis zu 6.000 Stunden. Entsprechend laufen sie hier auch vielfach im Dreischichtbetrieb an sechs Tagen in der Woche. Lediglich einmal im Jahr möchten sie eine kleine Pause einlegen. Im 1/4-Zoll-VGA-Display der Bedienheit erscheint dann ein Hinweis, dass Filter und Tinte gewechselt werden müssen. Das wiederum ist eine sichere Sache. Unterschiedlich große Einfüllstutzen verhindern, dass die Flüssigkeiten vertauscht werden. Selbst wenn die Wartung versäumt wurde, verweigern die Linx-Drucker nicht ihre Arbeit. Lediglich der Servicezähler geht ins Minus und zeigt dieses Versäumnis an. Die jüngste Gerätegeneration in der Linx-Familie ist der Linx 7900. Er verfügt über nützliche Erweiterungen wie noch größere Wartungsintervalle von bis zu 9.000 Betriebsstunden sowie neue Schriftarten für größere Produktabstände zum Produkt. Ein Highlight ist die Fernsteuerungsfunktion. Damit kann der Bediener via Smartphone, Tablet-PC oder PC ortsunabhängig den Drucker-Status einsehen und bei Bedarf jederzeit reagieren.


Für Sie entscheidend
Onno Behrends im Profil
Auf der Insel Norderney übernahm im Jahr 1886 Onno Behrends einen Laden, in dem er seit 1887 auch selbst abgepackten Tee verkaufte. Schon ein weiteres Jahr später eröffnete er in Norden ein „Special-Thee-Geschäft". Teebeutel stellt das Traditionshaus seit 1958 her. Mittlerweile ist Onno Behrends eine der größten ostfriesischen Teefirmen. Seit 1988 gehört es zur Ostfriesische Tee Gesellschaft Laurens Spethmann GmbH & Co. KG (OTG), die auch Marken wie Meßmer und Milford vertreibt.
Im Werk Norden verarbeitet die Onno Behrends GmbH & Co. KG über 5.000 Tonnen Tee pro Jahr. Das sind mehr als zehn Millionen Teebeutel pro Tag. Wenn man die Teebeutel-Fäden zusammenknoten würde, käme man damit alle zwei Monate einmal rund um die Erde.

Eingesetzte Technik

  • „Compactline"-Tintenstrahldrucker zum Bedrucken von Teebeutelbriefchen aus Folie mit schnell trocknender wasserbasierter Spezialtinte
  • Continuous-Inkjet-Drucker Linx Solver für Produktinformationen am Boden der Teekartons
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