Markt - Packmittel

Coveris: Führende Verpackungshersteller haben sich weltumspannend vereint

Die Rigid-Sparte bei Coveris macht etwa 21 Prozent des gesamten Erlöses aus.  
Im Innovationscenter können gemeinsam mit dem Kunden neue Formen und 
Dekorationen entwickelt werden. (Fotos: Coveris)
Die Rigid-Sparte bei Coveris macht etwa 21 Prozent des gesamten Erlöses aus. Im Innovationscenter können gemeinsam mit dem Kunden neue Formen und Dekorationen entwickelt werden. (Fotos: Coveris)
 

Der sechstgrößte Hersteller von Packmitteln der Welt ist aus dem Zusammenschluss der Unternehmen Exopack, Britton Group, Kobusch, Paccor und Paragon Print & Packaging hervorgegangen. Coveris ist ein Portfoliounternehmen der Sun Capital Partners, einem bekannten Namen aus der Private Equity Branchen. Nach Aussagen von Bergner stehen die Coveris-Anfangsbuchstaben „Co“ unter anderem für die Kooperation mit dem Kunden, aber eben auch für den partnerschaftlichen Umgang unter den zusammengeschlossenen Unternehmen, die künftig ihre Technologien und Kompetenzen effizienter für Kunden in allen Märkten nutzen können. Zielmärkte sind die Bereiche Lebensmittel, Getränke, Wasch- und Reinigungsmittel sowie Medizin.

„Für mich persönlich ergibt sich aus diesem Zusammenschluss die einzigartige Möglichkeit, mehr Service und noch mehr Innovation rund um den Globus anzubieten“, betont der einstige Kobusch-Manager. Coveris ist ein Unternehmen, das über 64 Standorte in 21 Ländern aufweist und daraus auch einen seiner großen Vorteile zieht: „Wir können global auf unsere Kunden zugehen und lokal anbieten“, betont der Manager, der über eine große Erfahrung beim Restrukturieren von Unternehmen besitzt. Als Beispiel nennt er Kobusch, das bisher nur in UK Retail-Verpackungen anbieten konnte, es als Unternehmen der Coveris-Gruppe nun aber auch in den Niederlanden und Polen tun kann. Und das quasi täglich verfügbar und customized. Der Kunde muss heute keine Warenbestände mehr vorhalten, mindestens alle 500 km gibt es ein Coveris-Werk.

Bergner, der CEO der Rigid-Sparte bei Coveris, steht mit seiner Business-Unit für  annähernd 21 Prozent des Erlöses. Den Zusammenschluss nennt Bergner eine Konsequenz der weltweiten Konsolidierung auf Kundenseiten: Große Konsumgüterriesen erwarten von ihren Kunden, dass sie weltweit liefern können. Dies hat aber auch einen marktbereinigenden Effekt im Coveris-Wettbewerbsumfeld. „Kleine Unternehmen aus unserer Branche haben da keine Chance mehr“, weiß er. Kobusch allein hätte es mangels finanzieller Ausstattung schwer gehabt, sich behaupten zu können. Nun jedoch seien die Zukunftsaussichten rosig. Im Verbund mit den anderen Coveris-Unternehmen sei es möglich, Entwicklung betreiben zu können, um langfristig bestehen zu können.

Produktionskosten effizient gestalten Wer weltweit bestehen will, muss nicht nur liefern können, sondern auch bei den Produktionskosten effizient aufgestellt sein. Die Rigid-Sparte mit dem Hauptsitz mit Zell an der Mosel hat Werke in England und Ungarn konsolidiert, um bei den Herstellkosten eine führende Rolle am Markt einnehmen zu können. „Es geht darum, das tägliche Geschäft perfekt zu meistern“, betont Bergner. Coveris hat sich als Ganzes zum Ziel gesetzt, in den jeweiligen Märkten Innovationsführer zu sein. Im eigens gegründeten Innovationscenter können gemeinsam mit dem Kunden technisch neue Produkte entwickelt werden. Derzeit arbeiten die Verpackungsspezialisten unter anderem an extrem dünnwandigen Bechern, die durch einen Papiermantel stabilisiert werden. Das spart Kosten, ist nachhaltig und vermeidet in Deutschland Gebühren für den Grünen Punkt. Die großen Kunden sind auf Nachhaltigkeit getrimmt und da ist jedes Gramm Rohstoff, ein Gramm zuviel. Aber auch an neuen Dekorationsmöglichkeiten arbeitet die Rigid-Sparte, denn in den gesättigten westlichen Märkten müssen sich Produkte im Handelsregal differenzieren, um auffallen zu können. Wie Bergner hervorhebt, wolle Coveris aus Commodities wieder Unique Packaging machen. „Wir wollen uns vom Wettbewerb abheben“, sagt er. Coveris ist offen für Ideen und auch für neue Werkstoffe. Für Danone hat das Unternehmen auch schon den biologisch-abbaubaren Kunststoff PLA verarbeitet, nach Aussagen von Bergner eine Leistung, die im Coveris-Umfeld nicht jeder nachzuweisen hätte.

Die Rigid-Division von Coveris sieht sich für die Zukunft gut gerüstet. Beim Formen ist das Angebot breit gefächert: Extrudieren (PS- & PET/PE-Folie für FFS-Anwendungen, PP-, PP-Evoh-Barrieren), Thermoformen (PS-, PP-, PET-, PLA-Becher, -Schalen, -Deckel, -Tuben), Spritzgießen (PS-, PP-Becher, -Behälter), Papierwickler (Becher, Eissqueezer) und Blasformen (PP-, PE -Flaschen oder -Behälter) werden auf dem technologisch neuesten Stand angeboten. Und auch in Sachen Dekoration hat Coveris vom Offsetdruck bis hin zum Tiefdruck auf Papier oder Kunststoff, Offset-bedruckte Schrumpfetiketten, Papier- und Kunststoffetiketten für das Inmould-Labelling, Papierbanderolen/-mäntel, Etikettieren mit im Flexodruck hergestellten haftklebenden Papier- oder Kunststoff-Etiketten sowie laminierten Filmen alles in petto, was einen guten Markenauftritt am Point of Sale möglich macht.
„Aus Commodities wollen 
wir wieder Unique Packaging machen. Damit wollen wir uns vom Wettbewerb abheben.“

Dieter Bergner, 
CEO Coveris Global Rigid
„Aus Commodities wollen wir wieder Unique Packaging machen. Damit wollen wir uns vom Wettbewerb abheben.“ Dieter Bergner, CEO Coveris Global Rigid
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