Aluminiumbranche verzeichnet Mengenwachstum

Deutsche Aluminiumindustrie steigert Produktion

Hüttenaluminiumproduktion weiterhin expansiv

In Deutschland wurden von Januar bis Juni 2014 rund 566.000 t Rohaluminium erzeugt. Damit stieg die Produktion um 3,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Herstellung von Rohaluminium teilte sich in diesem Zeitraum auf 257.900 t Hüttenaluminium und 308.100 t Recyclingaluminium auf. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum stieg die Produktion von Hüttenaluminium um 10,5 Prozent. "Damit bleibt die Erzeugung von Aluminium ein wichtiger Wertschöpfungsbestandteil der Aluminiumindustrie in Deutschland“, sagt GDA-Geschäftsführer Christian Wellner. Die Recyclingaluminiumproduktion ging hingegen mit 2,4 Prozent leicht zurück.

Halbzeugproduktion auf solidem Wachstumspfad

Die Erzeugung von Aluminiumhalbzeug belief sich im 1. Halbjahr 2014 auf 1,294 Mio. t. Gegenüber dem 1. Halbjahr 2013 ist dies ein Anstieg von 2,2 Prozent. Dabei blieb das Produktionsvolumen der Walzprodukte nahezu stabil, während das Volumen der Strangpressprodukte deutlich anstieg. In den 35 deutschen Aluminiumhalbzeugunternehmen an 48 Standorten sind rund 16.000 Mitarbeiter beschäftigt. Die Unternehmen produzieren Walzprodukte (Bleche, Bänder, Platten), sowie Strangpressprodukte (Profile, Stangen, Rohre), Drähte und Schmiedeteile.

Der höchste Anteil an der Aluminiumhalbzeugproduktion entfällt auf die Aluminiumwalzwerke. 2013 erreichte die deutsche Walzproduktion ihr bisheriges Allzeithoch. Die Hersteller von Walzprodukten verzeichneten von Januar bis Juni 2014 einen weiteren Produktionsanstieg um 1,1 Prozent auf 991.500 t. Größter Abnehmer von Aluminiumwalzhalbzeugen sind neben Automotive die Märkte Verpackung und technische Anwendungen (Maschinenbau und Elektrotechnik), die zusammen knapp drei Viertel des Bedarfs an Walzprodukten aus Aluminium darstellen. Der verbleibende Teil des Bedarfs geht in die Bereiche Bau, Handel sowie sonstiger Endverbrauch.

Aluminiumweiterverarbeiter mit leichtem Aufwärtstrend

In der Aluminiumweiterverarbeitung wurden in Deutschland von Januar bis Juni 2014 175.819 t hergestellt. Das Produktionsvolumen stieg damit gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 0,6 Prozent an. Die Weiterverarbeitung wird aufgegliedert in die Bereiche „Folien und dünne Bänder“, „Tuben, Aerosol- und sonstige Dosen“ sowie „Metallpulver“. Während die Produktion von Metallpulver deutlich zulegte - nach vorläufigen Zahlen um rund 50 Prozent - stieg sie bei Tuben, Aerosol- und sonstigen Dosen um 2,3 Prozent an. Die Produktion von Folien und dünnen Bändern gab hingegen um 3,3 Prozent nach.

Aufschwung mit Belastungen

Das konjunkturelle Umfeld beurteilt der GDA im 1. Halbjahr für die Aluminiumbranche als erfreulich, insbesondere im Verkehrssektor. Nach Ansicht von Andreas Postler, Leiter Volkswirtschaft und Statistik beim GDA, ist bisher keine Abkehr von dieser positiven Grundtendenz zu erkennen: „Die Unternehmen der deutschen Aluminiumbranche haben sich in den letzten Jahren gut aufgestellt und konnten ihre Marktanteile halten oder ausdehnen. Die wieder bessere konjunkturelle Lage führt zu einem weiteren Mengenwachstum. Trotz dieses zuletzt stabilen Aufwärtstrends bleibt die Erholung der Aluminiumindustrie angesichts hoher Kostenbelastungen und eines starken Wettbewerbsdrucks fragil." Die Ergebnissituation der Unternehmen sei uneinheitlich.

(mns)
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