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Verbrauchertrend nach mehr Natürlichkeit von Lebensmittelprodukten

Aseptische Abfüllanlage für Standbodenbeutel

Grafik der aseptischen Abfüllanlage von Wild-Indag. (Grafik: Wild-Indag)
Grafik der aseptischen Abfüllanlage von Wild-Indag. (Grafik: Wild-Indag)
 

Seit über fünf Jahrzehnten entwickelt und realisiert Wild-Indag moderne Prozessanlagen, beispielsweise für das Dosieren und Ausmischen von Sirup, sowie Abfüllmaschinen für die Getränke- und Lebensmittelindustrie. Den Grundstein für den Erfolg legte Firmengründer Rudolf Wild mit dem für Capri-Sonne entwickelten Standbodenbeutel aus Aluminiumverbundfolie. Dieser wurde bis heute immer wieder verbessert und zu einer der weltweit effizientesten Verpackungstechnologien entwickelt. Heute wird rund ein Fünftel aller Standbodenbeutel, die international im Einsatz sind, auf Beutelherstellungs- und Abfüllmaschinen von Wild-Indag gefertigt und abgefüllt. Dabei hat sich Wild-Indag in wenigen Jahrzehnten zu einem der führenden Unternehmen in der Pouch-Technology entwickelt.

Wild-Indag investierte in den letzten drei Jahren konsequent in die Entwicklung und Konstruktion einer aseptischen Abfüllanlage für wiederverschließbare Standbodenbeutel. Wild-Indag ist mit seinen Leerbeuteln Vorreiter für aseptische Abfüllung und kann so neue Möglichkeiten für Lebensmittelprodukte mit dieser Verpackung bieten.
Der aseptische Rundfüller von Wild-Indag am Standort Collecchio in Italien (Fotos: Wild-Indag)
Der aseptische Rundfüller von Wild-Indag am Standort Collecchio in Italien (Fotos: Wild-Indag)
 

Am italienischen Standort Collecchio von Wild-Indag wurde die Anlage entwickelt, konstruiert und aufgebaut. Erste Tests und Evaluationsschritte zur aseptischen Abfüllung laufen in Italien schon seit 2012. Der aseptische Rundfüller ist mit einer Füllgeschwindigkeit von bis zu 240 Beutel pro Minute, je nach Verpackungsgröße, besonders effizient. Dabei wird eine größtmögliche Flexibilität für den Kunden durch mögliche Gebindegrößen von 100 g bis 700 g erreicht.

Die Gründe für das Projekt „Aseptische Abfüllung“ liegen auf der Hand: Die Produkte werden bei der aseptischen Abfüllung nicht überkocht, da das Pasteurisieren der Verpackung entfällt. Dies schont zum einen das Produkt, zum anderen ermöglicht es, Lebensmittel und Getränke mit einem pH-Wert von > 4,5 wie beispielsweise UHT Milch überhaupt abzufüllen. Besonders geeignet ist die aseptische Abfüllung in den Standbodenbeutel für 100 % Premium Säfte, Pürees, Fruchtsäfte sowie Sojagetränke. Auch die Abfüllung von diversen Milchprodukten in Standbodenbeutel ist dadurch möglich.

Besonderheiten der aseptischen Abfüllanlage Der Begriff „Aseptik“ kommt vom griechischen Wort „sepsis“ was so viel bedeutet wie Fäulnis. Die Aseptik ist das Wissen um die Keimfreiheit. In den für die Lebensmittelindustrie Anwendung findenden Richtlinien werden aseptische Abfüllanlagen als Verpackungsmaschinen definiert, die ein steriles Füllgut rekontaminationsfrei in ein entkeimtes Packmittel abpacken.
»Sofern alle Tests erfolgreich abgeschlossen sind und die Validierung mit einer Leistungsqualifizierung abgenommen wurde, rechnen wir damit, den aseptischen Rundfüller noch in diesem Jahr potenziellen Interessenten anbieten zu können.«
Mansur Müller-Brockhausen, Managing Director Wild-Indag.
„Sofern alle Tests erfolgreich abgeschlossen sind und die Validierung mit einer Leistungsqualifizierung abgenommen wurde, rechnen wir damit, den aseptischen Rundfüller noch in diesem Jahr potenziellen Interessenten anbieten zu können.“ Mansur Müller-Brockhausen, Managing Director Wild-Indag.
 

Das Besondere der aseptischen Abfüllung in Standbodenbeutel ist die Möglichkeit, Produkte, die bisher als leicht verderblich galten, nun erstmals auch in diesen Gebinden abfüllen zu können. Und das ohne nachgeschalteten Pasteurisations- oder Sterilisationsprozess, um die Haltbarkeit zu gewährleisten. Auch ohne Kühlung ist so eine Lagerung von bis zu einem Jahr möglich. Dies ist speziell für empfindliche Lebensmittel eine Sensation. Aus diesem Grund ist die aseptische Abfüllung ein großer Fortschritt gegenüber der traditionellen Heißabfüllung. Es wird damit die Haltbarkeit in Verbindung mit einem hervorragenden Geschmack erreicht, die mit konventioneller Abfülltechnik nicht realisierbar ist.

Und so entsprechen aseptisch abgefüllte und verpackte Produkte immer mehr dem Verbrauchertrend nach Natürlichkeit sowie Funktionalität von Lebensmitteln. Denn Produkte, die auf dem aseptischen Rundfüller von Wild-Indag abgefüllt werden, erhalten mehr Nährstoffe und weisen eine natürlichere Textur, Farbe und Geschmack auf.

Zusammenarbeit mit SGS-Prüflabor Bei den Vorbereitungen auf das Projekt aseptische Abfüllung entschloss sich Wild-Indag Unterstützung durch das SGS Institut Fresenius für den Bereich der mikrobiologischen Validation einzuholen.

SGS Institut Fresenius, als Teil der SGS-Gruppe, eines der bekanntesten Unternehmen für nicht-medizinische Laboranalysen, betreut die Validierung von Beginn an. Als einer der bedeutendsten Anbieter für chemische und mikrobiologische Laboranalytik in Deutschland genießt SGS Institut Fresenius vor allem bei der Sicherheit und Qualität von Lebensmitteln, Getränken und Verbraucherprodukten einen ausgezeichneten Ruf.

Andreas Wilken, Consumer Testing Services Food bei der SGS, beschreibt den aseptischen Prozess wie folgt: „Um einen sicheren aseptischen Prozess zu garantieren, bedarf es einer vollständigen Betrachtung aller, für die Hygiene relevanten Einflussfaktoren und Aggregate. Wir unterstützen Wild-Indag im Rahmen der fachlichen Begutachtung in der mikrobiologischen Vorvalidierung bei der Phase Funktionsqualifizierung am Standort Collecchio/Italien seit April 2012. Seit mehreren Jahren sind wir in weiteren Projekten für Wild-Indag mit unserem Know-how im Bereich spezieller mikrobiologischer Fragestellungen tätig.“

Die Unterstützung dient dazu, potenzielle hygienische Herausforderungen, wie zum Beispiel Auffälligkeiten und Schwachstellen unter dem mikrobiologischen Fokus, bereits im Vorfeld zu erkennen und mögliche Alternativen aufzuweisen beziehungsweise Vorschläge zur Kontrolle dieser Punkte über qualitätssichernde Maßnahmen zu geben. Dadurch wird ein optimaler, mikrobiologischer Status der Anlage auch im laufenden Betrieb sichergestellt.

Zur Validierung der Maschine wurde ein Team aus fünf Wild-Indag Ingenieuren, sowie drei Capri-Sonne Qualitätsmanagement- und Produktionsmitarbeitern zusammengestellt, um das Know-how direkt an den ersten Kunden – dem Capri-Sonne Produzenten Deutsche SiSi-Werke – zu transferieren. So können Synergien genutzt werden, da die Mitarbeiter die Tests direkt am echten Produkt begleiten können.

Zum jetzigen Zeitpunkt ist die Phase der Planung im Technikum in Italien abgeschlossen und die Anlage wird am Produktionsstandort in Eppelheim aufgestellt. Hier erfolgt die eigentliche Validierung der aseptischen Abfüllung unter realen Produktionsbedingungen. Auch dies erfolgt im Rahmen der mikrobiologisch und hygienischen Fragestellungen mit Unterstützung von SGS Institut Fresenius. Die dort durchgeführte mikrobiologische Validation dient dazu, die Verbindung zwischen gewähltem Prozess und Effektivität zu demonstrieren.

Mansur Müller-Brockhausen, Geschäftsführer von Wild-Indag, ist zuversichtlich: „Sofern alle Tests erfolgreich abgeschlossen sind und die Validierung mit einer Leistungsqualifizierung abgenommen wurde, rechnen wir damit, den aseptischen Rundfüller noch in diesem Jahr potenziellen Interessenten anbieten zu können.“
Über die Firma
INDAG GmbH & Co. Betriebs KG
Eppelheim
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