Wie frisch ist mein Einkauf?

Katja Heinze erhält Wissenschaftspreis für intelligente Lebensmittelverpackung

In dem dreijährigen Projekt "Surfamine" verfolgten die Wissenschaflter den Ansatz der Entwicklung von Lebensmittelverpackungen, die Echtzeitinformationen über den Status der verpackten Güter anzeigen. Die Verpackungsfolien sollen mit der Atmosphäre innerhalb der Verpackung wechselwirken und Informationen über deren Zusammensetzung durch eine Farbänderung, zum Beispiel von grün nach rot, anzeigen.

Für die Entwicklung einer neuartigen Folie zur Anzeige der Frische eines Nahrungsmittels durch Farbänderung hat Katja Heinze den internationalen Wissenschaftspreis erhalten. (Foto: Philip Heier, AK Heinze)
Für die Entwicklung einer neuartigen Folie zur Anzeige der Frische eines Nahrungsmittels durch Farbänderung hat Katja Heinze den internationalen Wissenschaftspreis erhalten. (Foto: Philip Heier, AK Heinze)

Beteiligt sind an dem Projekt die Arbeitsgruppe von Katja Heinze, Professorin am Institut für Anorganische Chemie und Analytische Chemie der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU), Patrick Choquet vom Centre de Recherche Public in Belvaux, Luxemburg, die Abteilung für Wissenschaft und Analyse von Materialen (JUG) sowie die Abteilung für Umwelt- und Agrarwissenschaften des Centre de Recherche Public, Gabriel Lippmann in Belvaux in Luxemburg, das ebenfalls in Belvaux ansässige Novelis Foil Innovation Center und die Arcelor Mittal Plasma Research-Gruppe in Liège in Belgien.

Pigmente zeigen Frische von Produkten an

Die Teams haben zusammen im Surfamine-Projekt neuartige Pigmente entworfen, synthetisiert und charakterisiert. Diese Pigmente verleihen den Folien ihre Farbe und verändern diese Farbe durch die Wechselwirkung mit Aminen, die durch bakterielle Zersetzung frei werden. So kann angezeigt werden, wie frisch das Lebensmittel ist.

Außerdem wurde ein neuer, umweltfreundlicher Beschichtungsprozess entwickelt, mit dem sich auch große Oberflächen mit den intelligenten Beschichtungen versehen lassen. Das multinationale Kooperationsprojekt wurde von der luxemburgischen Forschungsförderung Fonds National de la Recherche gefördert.

Der mit 35.000 Euro dotierte Preis, der zum sechsten Mal vergeben wird, soll die grenzüberschreitende wissenschaftliche Zusammenarbeit fördern und die Profilierung des interregionalen Wissenschaftsraums stärken. Er wird von der Großregion Lothringen, Saarland, Rheinland-Pfalz, Luxemburg und Wallonien vergeben.

(mns)

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