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Fachmesse Süßwaren und Snacks

ProSweets 2015 mit Schwerpunkt Verpackung

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Getreu dem Motto "Was nachhaltig hergestellt ist, soll auch nachhaltig verpackt sein", legen immer mehr Bio- und Fairetrade-Käufer Wert auf eine Bio-Verpackung. Sie dient als Kommunikator für umweltfreundliche und fair gehandelte Produkte und stellt Süßwarenhersteller vor neue Herausforderungen. Das passende Verpackungsmaterial rückt in den Fokus der Markenbildung.

Der weltweite Markt für nachhaltige Verpackungen soll bis zum Jahr 2018 einen Wert von 244 Mrd. US-Dollar erreichen, wie eine Marktstudie des Beratungsunternehmens Smithers Pira berechnet hat. Laut der Studie "The Future of Sustainable Packaging" sind die Nachfrage und die Gesetzgebung weltweit die wichtigsten Treiber für die Entwicklung – wobei heftig darum gerungen wird, was nun eigentlich eine nachhaltige Verpackung ist.

Ökologisch verpackt

Ein Weg ökologischer zu verpacken, ist Material einzusparen, indem man Größe und Gewicht minimiert. Lightweight heißt der Trend zu leichten Grammaturen, der sich bei Faserstoffverpackungen abzeichnet. Ein Materialverzicht, der sich rechnet – von der Kartonfabrik über Faltschachtel-Hersteller und Süßwarenproduzent bis hin zum Handel. Eine Reduktion des Kartongewichts um 15 Prozent entspricht einer Verringerung des CO2-Fußabdrucks um 18 Prozent. Mit dem Einsatz eines 25 g pro Kubikmeter leichteren Karton, lässt sich bei 100.000 Keks-Packungen im Jahr so viel Kohlendioxid einsparen, wie ein Auto auf 1.000 km produziert.

Ebenso gefragt sind Rohstoffe, die nachwachsen oder sich leichter recyceln lassen. Viele Verpackungs-Konzepteure setzen auf Biokunststoffe, wie kompostierbare Folie auf Zellulose-Basis. Wachspapier, das klassische Verpackungsmaterial für den Dreh- und Falteinschlag bei Bonbons, ist heute aufgrund modifizierter Pflanzenöle biologisch abbaubar. Erneuerbare Rohstoffe werden bei der Innenseitenbeschichtung von Verpackungen eingesetzt.

Eines nicht außer Acht gelassen werden: Eine Verpackung muss das Produkt schützen. Steigt beim Einsparen von Verpackungsmaterial gleichzeitig der Produktausschuss, weil die Stabilität leidet, liegt der Kniff darin, den Umweltnutzen genau abzuwägen. Für Süßwarenproduzenten lautet die Frage: Wann rentiert sich eine geringere Materialstärke und die damit verbundene Kohlenstoffdioxid-Einsparung? Gute Erfahrungen haben Verpackungsexperten beispielsweise mit doppelwandigen Konstruktionen mit Innenkragen oder anderen Wiederverschluss-Eigenschaften gemacht.

Eine attraktive Veredelung brilliert

Der Wiederverschluss von Produkten liegt neben Easy-Opening-Eigenschaften als Convenience-Aspekt nach wie vor im Trend. Gefragt sind Produkte, die dem modernen Lifestyle entsprechen. Schnell und mühelos, überall und zu jeder Zeit genießbar, wird es dem On-the-go-Trend gerecht. Daher stehen vorgestanzte Kerben zum Öffnen, ein eingesiegelter Aufreißstreifen, Ring-Pull-Öffnung, Schnappdeckel oder Zip-Verschluss – Mehrportionenverpackungen, die sich bequem öffnen und wiederverschließen lassen, bei Süßwaren weiterhin hoch im Kurs.

Was die Optik von Zuckerwaren angeht, braucht es im Kassenbereich vor allem eins: auffällige Farben und Formen. Knallige Ideen sind ebenso gefragt wie der Trend zu "Weniger ist mehr". Für Premiumauftritte setzen die Hersteller immer häufiger auf gestalterische Zurückhaltung, besonders bei Schokoladen und Pralinen. Understatement, etwa durch schlichtes Weiß oder Schwarz, steht hier für Genuss mit Klasse. Kombiniert mit gestanzten oder gelackten Metalleffekten sorgt die Veredlung von Faltschachteln für einen Hingucker im Verkaufsregal. Beliebt sind schimmernde Druckfarben wie Silber, Gold, Kupfer und Rost, die sich per Folien- oder Prägedruck auf die Festkartonagen aufbringen lassen.

Future Lab

Das Future Lab von Studierenden der Köln International School of Design wird unter Leitung von Professor Jenz Großhans erneut an Verpackungskonzepten für Süßwaren und Knabberartikeln arbeiten. Aussteller der ProSweets Cologne sowie der der parallel stattfindenden Internationalen Süßwarenmesse Köln (ISM) können vor den Messen Themenvorschläge einreichen. Dreimal täglich werden die Ergebnisse und Zwischenergebnisse öffentlich präsentiert sowie auf einer Website.

Im Verbund mit der ISM bildet die ProSweets Cologne die Wertschöpfungskette in der Süßwarenproduktion ab. Der Bundesverband der Deutschen Süßwaren-Industrie e.V. (BDSI), Sweets Global Network e.V. (SG), die DLG e.V. und die Zentralfachschule der Deutschen Süßwarenwirtschaft (ZDS) unterstützen die Prosweets Cologne als ideelle Träger.

Weitere Informationen: www.prosweets-cologne.de

Über die Firma
Koelnmesse GmbH
Köln
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