Faltschachteln

Kama und HP Indigo zeigen End-to-end-Workflow für digital gedruckte Faltschachteln

Rund 450 Besucher aus 34 Ländern, darunter Australien, Japan, Brasilien, Mexiko, USA, Russland sowie europäische Nachbarländer, konnten bei den Kama Finishing Days 2014 den Produktionsablauf für digital gedruckte Faltschachteln sehen. Unter dem Motto „Folding Cartons on demand“ zeigten Digitaldruckmaschinenhersteller HP Indigo und die Kama GmbH einen End-to-end-Workflow: vom unbedruckten Bogen bis zur fertigen Faltschachtel mit Personalisierung und Veredelung - für Kleinauflagen optimiert.

Mitte November stellten Kama und HP Indigo in Dresden einen End-to-end-Workflow für digital gedruckte Faltschachteln vor. (Foto: Kama)
Mitte November stellten Kama und HP Indigo in Dresden einen End-to-end-Workflow für digital gedruckte Faltschachteln vor. (Foto: Kama)

Als Weltneuheit zeigte Kama die Faltschachtelklebemaschine Flexfold 52 mit weitgehend automatisiertem Set-up. Die Neuentwicklung ist für häufige, schnelle Auftragswechsel konzipiert und lässt sich motorisch schnell auf verschiedene Produkte und Schachtelformate einstellen. Umrüstungen, die bei konventionellen Anlagen Stunden dauern können, werden hier in Minuten vorgenommen. Kama hat das für die Flexfold 52 entwickelte APA-System zum Einstellen der Faltriemen (Automated Plough Length Adjustement) weltweit zum Patent angemeldet.

HP Indigo 30000 mit Inline-Lack

Gedruckt und inline lackiert wurden die Faltschachteln bei den Finishing Days im digitalen Bogendruck auf der HP Indigo 30000 im Format B2. HP Indigo zeigte die Digitaldruckmaschine in Dresden voll ausgestattet mit Inline-Primer und Inline-Lackiereinheit Tresu Icoat 30000 für partielles Lackieren mit UV-Lack oder Dispersionslack. Die HP Indigo 30000 druckte mit variablen Daten und Designs, mit sieben Farben einschließlich White Ink auf handelsüblichem Karton und lieferte eine dem Offset vergleichbare Druckqualität samt Lackierung.

Weiterverarbeitet wurden die Digitaldrucke auf der für Kleinauflagen konzipierten Stanz-/Prägemaschine Kama DC 76 wahlweise mit oder ohne Heißfolienprägen mit Autoregister. Letzterer soll per Kamera, mitgedruckter Marke und korrigierender Bogenführung bei jedem einzelnen Bogen die Passergenauigkeit sicherstellen. Die Nutzen wurden inline mit der Kama SBU ausgebrochen und separiert - ohne Werkzeuge. Im letzten Schritt faltete und klebte die neue Faltschachtelklebemaschine Flexfold 52 die Zuschnitte zu lieferfähigen Schachteln mit Längsnaht oder Automatikboden.

Netzwerkintegration für optimale Abläufe

Alle Maschinen im Workflow sind über ein Netzwerk verbunden, eine Voraussetzung, um viele kleine Aufträge zu koordinieren (Track and Trace). Die Produktionssteuerung, Voreinstellungen der Maschinen sowie die Auswertung von Leistungsdaten laufen via JDF (elektronisches Job-Ticket) und JMF. Zentraler Leitstand für die Kama-Maschinen ist das sogenannte Cockpit mit PC und Touchscreen. Es dient nicht nur als Netzwerk-Client, sondern auch als Arbeitsvorbereitungstisch mit Stauraum für Schließrahmen und Werkzeug. Das Klischeepositioniergerät Kama CPX kann in das Cockpit integriert werden.

Kleinauflagen: Vom „Störfaktor“ zum profitablen Job

Mitte November stellten Kama und HP Indigo in Dresden einen End-to-end-Workflow für digital gedruckte Faltschachteln vor. (Foto: Kama)
Mitte November stellten Kama und HP Indigo in Dresden einen End-to-end-Workflow für digital gedruckte Faltschachteln vor. (Foto: Kama)

"Die Komplettlösung für kleine Faltschachtelauflagen trifft den Nerv der Zeit", so Kama-Geschäftsführer Marcus Tralau. Der Anstieg von Kleinauflagen bei Kosmetika, Arzneimitteln/Pharma, Beauty and Care sowie Food stelle Verpackungsmittelhersteller vor neue Herausforderungen. "Kleinauflagen rechnen sich auf den High-Volume-Anlagen nicht, doch sie entwickeln sich gerade vom unliebsamen Störfaktor zum eigenen Wachstumsmarkt. Gebraucht wird eine Lösung mit unkompliziertem Set-up und minimalen Rüstzeiten, die in kurzer Zeit viele Auftragswechsel meistert und die im Verpackungsmarkt erforderliche Qualität liefert", so Tralau.

Die Dresdner Kama GmbH und HP Indigo mit Sitz in Rehovot, Israel, sind seit 2010 strategische Partner. 2011 entstand die gemeinsame Vision, Digitaldruck und hochwertige Weiterverarbeitung zu verbinden mit dem Ziel, das Druckverfahren in die Wertschöpfungskette zu führen und die Vorteile des Digitaldrucks wie Kleinauflagen, Versionierung, unterschiedliche SKU’s (Stock Keeping Unit) und Personalisierung gemeinsam in den Verpackungsmarkt zu bringen.

(mns)

 

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