Schere wird größer

Wellpappe: Sinkende Erlöse bei steigenden Kosten

Rund die Hälfte der gesamten Kosten entfallen in der Wellpappenindustrie auf die Rohstoffe. Bei dem Wellpappenrohpapier, stellten die Wellpappenhersteller seit Anfang 2012 eine Verteuerung von 12,9 Prozent gegenüber dem Stand von Ende 2011 fest – laut VDW auch als Folge der politisch gewollten Energiewende und der damit verbundenen Energiekostensteigerungen bei der Papierproduktion. Vom gleichen Zeitpunkt an sanken die Preise für Wellpappenprodukte leicht. Die durchschnittlichen Erlöse der Wellpappenhersteller lagen 2011 bei 54,6 Cent pro Quadratmeter und sind seitdem auf 53,2 Cent gefallen. "Bei sinkenden Erlösen und deutlich steigenden Kosten sind unsere Mitglieder inzwischen mit negativen Deckungsbeiträgen konfrontiert", so Wolfrum.

Wellpappenhersteller verzeichnen Absatzplus / Steigender Kostendruck

Besser als die Erlöse entwickelten sich die abgesetzten Mengen der Wellpappenhersteller. 2012 betrug das arbeitstäglich bereinigte Absatzplus 0,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, 2013 waren es 2,1 Prozent. In den ersten neun Monaten dieses Jahres haben die VDW-Mitglieder 1,5 Prozent mehr abgesetzt als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Die gute Absatzentwicklung reiche aber nicht aus, um die Kostensteigerungen zu kompensieren: "Obwohl unsere Mitglieder immer mehr absetzen, steigt der Kostendruck. Der seit 2012 andauernde Preisanstieg bei den Rohpapieren wurde bisher nahezu vollständig von den Wellpappenherstellern getragen." Marktbeobachter rechnen laut VDW daher in den nächsten Monaten mit steigenden Preisen für Wellpappe.

(mns)

Über die Firma
VDW Verband der Wellpappen-Industrie e.V.
Darmstadt
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