Marktstudie

Ceresana sieht Wachstumspotential für Polypropylen

Über die Hälfte des weltweit verbrauchten Polypropylens werde zur Herstellung von Verpackungen eingesetzt, so Ceresana. Das größte Anwendungsgebiet seien flexible Verpackungen aus PP-Folien. Danach folgten starre Verpackungen, zum Beispiel Behälter und Verschlüsse. Fasern und Konsumprodukte aus Polypropylen erreichten einen Anteil von jeweils rund 12 Prozent. Die größte Wachstumsrate werde in den kommenden Jahren voraussichtlich der Einsatz in der Fahrzeugindustrie verzeichnen. Die Bauindustrie sowie der Bereich Elektro und Elektronik erhöhen laut Studie ihren Polypropylen-Verbrauch im Schnitt um rund 4 Prozent pro Jahr.

Die Erschließung neuer Anwendungsgebiete, die Entwicklung von Biokunststoffen aus nachwachsenden Rohstoffen sowie der Ersatz anderer Materialien eröffnen Polypropylen laut Ceresana ein hohes Wachstumspotential. Massiv steige die Nachfrage nach wie vor in China und Indien, weshalb auf die Region Asien-Pazifik im Jahr 2021 voraussichtlich rund 58 Prozent des weltweiten Verbrauchs entfallen werde.

In den USA, dem größten Abnehmer von starren Kunststoffverpackungen, zieht die Nachfrage nach Polypropylen laut Ceresana ebenfalls an. In Deutschland, Italien und Frankreich, den größten europäischen Verbraucher-Ländern, steige die Nachfrage dagegen kaum noch. Der Weltmarkt-Anteil westeuropäischer PP-Hersteller werde in den nächsten Jahren voraussichtlich von 13,9 Prozent auf 11,4 Prozent sinken. Stärker wachse der Absatz in Osteuropa. Besonders in Russland konnte PP im Verpackungssektor gegenüber konkurrierenden Kunststoffen wie Polyethylen und PET stark zulegen.

Preisanstieg gedämpft

Die Produktionskapazitäten für den Grundstoff Propylen würden derzeit besonders in China stark ausgebaut, berichtet Ceresana, vor allem alternative Technologien zur Dehydrierung von Propan (PDH-Anlagen) und zur Nutzung von Kohle (CTO-Technologie). In der Folge entstünden dort zahlreiche neue Anlagen zur Herstellung von Polypropylen. In der detaillierten Analyse der Produktionskapazitäten sieht Ceresana ein aufschlussreiches Bild der zukünftigen Wachstumsregionen: Asien-Pazifik verfüge bereits heute über knapp die Hälfte der weltweiten Kapazitäten und werde diese in den kommenden acht Jahren nochmals um über 40 Prozent ausbauen. Weitere große Anlagen seien in Osteuropa und im Mittleren Osten geplant. Deshalb würden die Polypropylen-Preise und der Umsatz trotz wachsender Nachfrage voraussichtlich nur mäßig steigen.

Westeuropa werde in den kommenden Jahren aufgrund sinkender Produktionszahlen vom Nettoexporteur zum Nettoimporteur von Polypropylen. Die Region Asien-Pazifik werde trotz wachsender eigener Produktionskapazitäten voraussichtlich netto rund 2 Mio. t importieren, so Ceresana. China benötige seine steigende Herstellung in erster Linie, um die inländische Nachfrage zu befriedigen. Sollten alle geplanten Projekte realisiert werden, werde dagegen vor allem der Mittlere Osten seine Exporte in den kommenden Jahren stark erhöhen und die steigende Weltnachfrage abdecken.

Weitere Informationen: www.ceresana.com

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