Barrierelösungen

Glas-Barriere: Weniger Plastikstoffe in der Nahrung

Um Kunststoff weniger gasdurchlässig zu machen, tragen Ingenieure der Ruhr-Universität Bochum hauchdünne Glas-Schichten auf die Oberflächen auf. (Foto: Gorczany/Rubin)
Um Kunststoff weniger gasdurchlässig zu machen, tragen Ingenieure der Ruhr-Universität Bochum hauchdünne Glas-Schichten auf die Oberflächen auf. (Foto: Gorczany/Rubin)

Mit seinem Team erforscht Peter Awakowicz, Professor für allgemeine Elektrotechnik und Plasmatechnik an der Ruhr-Universität, wie man ein Objekt mit einer beliebigen Form aus einem bestimmten Kunststoff am besten mithilfe eines Plasmas beschichtet. Viele Parameter beeinflussen das Resultat, zum Beispiel die Plasmadichte, der Sauerstoffgehalt oder die Intensität des Ionenbeschusses. Für PET-Flaschen haben die RUB-Ingenieure den Prozess gemeinsam mit Industriepartnern schon weit optimiert. Das Forschungskonsortium besitzt bereits eine funktionstüchtige Beschichtungsanlage.

Barriereschicht aus Glas

Die aufgetragene Barriereschicht, die den Kunststoff dichter macht, besteht aus hauchdünnem Glas. Die RUB-Forscher bringen sie nicht direkt auf das Plastik auf, da der dafür notwendige sauerstoffhaltige Plasmaprozess die Kunststoffoberfläche zerstört. Daher bedeckt das Team von Awakowicz die Oberfläche zunächst mit einer sauerstofffreien Schutzschicht, anschließend folgt die Glasschicht. Die Ingenieure zeigten auch, dass sich die Schutzschicht beim Auftragen der Glasschicht umwandelt und den Kunststoff so zusätzlich dichter macht. Das Beschichtungsverfahren ist für Lebensmittelverpackungen interessant. Auch künstliche Nieren oder organische Leuchtdioden bestehend aus Kunststoffen könnten davon profitieren.

Ausführlicher Beitrag in Rubin, Wissenschaftsmagazin der RUB: "Kunststoffe dichter machen"

(mns)

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