Messe

Rekord am Lake Michigan: Pack Expo zog annähernd 50.000 Besucher an

Foto: PMMI
Foto: PMMI

 

Nik Wallenda, siebte Generation der berühmten Flying Wallendas, zeigte zwei rekordverdächtige Hochseilakte: Zuerst wurde die 138 Meter lange Strecke vom Marina City West Tower über den Chicago River hinweg zum Leo Burnett Building erfolgreich überwunden, danach folgte ein Hochseilakt mit verbundenen Augen zwischen den beiden Türmen der symbolträchtigen Marina Towers im Herzen Chicagos. Zu diesem Ereignis versammelten sich mehr als 50.000 Zuschauer am Ufer des Chicago River, darunter auch viele Pack-Expo-Besucher und Anja Breuer, die Anzeigenleiterin der „neuen verpackung“.

Das zweite Rekordereignis betraf die Zusammenkunft von Fachleuten aus der Verpackungs- und Verarbeitungsindustrie in Chicago anlässlich der Pack Expo International und der Pharma Expo 2014, der größten Verpackungs- und Verarbeitungsmesse in Nordamerika. Bei vorläufigen Zahlen von mehr als 48.600 Teilnehmern erwartet der Messeeigentümer und Veranstalter PMMI – Verein für Verpackungs- und Verarbeitungstechnologien – gegenüber dem Jahr 2012 bei den Teilnehmerzahlen einen Anstieg von 6,5 Prozent verzeichnen zu können. Mehr als 7.000 Besucher aus 133 Ländern trugen zur internationalen Bedeutung der Messe bei.

Die viertägige Veranstaltung, vom 2. bis 5. November, belegte mit 2.352 ausstellenden Unternehmen mehr als 110.000 Quadratmeter der Ausstellungsfläche im McCormick Place – eine Zunahme der ausstellenden Unternehmen von mehr als 19 Prozent gegenüber der Pack Expo International 2012.

Die Pharma Expo, welche PMMI in Zusammenarbeit mit der International Society for Pharmaceutical Engineering (ISPE) veranstaltet, trug deutlich zum Anstieg der Teilnehmerzahlen bei.  
Friedbert Klefenz, Geschäftsführer im Bereich Verpackungstechnik der Robert Bosch GmbH, sagte: „Wir freuen uns sehr über die Ergebnisse der Pack Expo International 2014 und der ersten Pharma Expo. Als Aussteller auf beiden Veranstaltungen konnten wir unsere gezeigten Technologien speziell auf die jeweiligen Prioritäten der Besucher und Hersteller aller Größenordnungen anpassen.“

Hersteller nutzten die Pack Expo, die nur sechs Monate nach der interpack in Düsseldorf stattfand, für die Einführung neuer Produkte und Dienstleistungen.

Die Natur als Vorbild genommen
Die BDT Media Automation GmbH, ITW Security and Brand Identity Group und Phoseon Technology präsentierten ein Messeexponat, das den Transport von Medien, das Drucken sowie die Tintenaushärtung im Bereich Verpackungsanwendungen in einer Lösung vereint. Das Tornado-based Product Feeder-Drucksystem (TPF-Drucksystem) bereitet durch Off-Line Verarbeitungsprozesse standardisierte Verpackungsmaterialien – wie beschichteten und unbeschichteten Karton, Wellpappe und dickes Papier sowie exotisches Verpackungsmaterial wie beispielsweise metallische Folien und Plastik – auf. Das System führt zu, richtet aus, bedruckt, trocknet und stapelt – mit nur wenigen Eingriffen durch den Benutzer und mit äußerst kurzen Rüstzeiten.

Die BDT Tornado Technologie verwendet eine stabile Form natürlicher Energie – den sogenannten Wirbelwindeffekt – was zu einem Unterdruck führt. Dieser Unterdruck, kombiniert mit einem Riemenantrieb, ermöglicht es dem Tornado Modul, verschiedenste Substrate von einer großen Distanz anzuheben und zu transportieren.

Den Füllstand kontrollieren; die Anwesenheit, den Sitz und die Dichtigkeit von Verschlüssen überprüfen; unetikettierte Vollbehälter, Bottle-Bursts und Serienfehler erkennen; fehlerhafte Produkte konsequent ausleiten: Mit dem Heuft Prime geht das ganz einfach. Denn die kompakte Vollgutkontrolle des Heuft Prime kombiniert unterschiedlichste, frei wählbare Module mit der Benutzerführung Heuft NaVi. Wenn ein Behälter defekt ist oder während eines Sortenwechsels eine Anpassung erforderlich ist, so leuchten deutliche Symbole, die als Heuft Checkpoints bezeichnet werden, auf der Benutzeroberfläche auf.  

Von der Natur inspiriert. 
(Foto: BDT Tornado Technologie)
Von der Natur inspiriert. (Foto: BDT Tornado Technologie)

 

Per Smartphone bekommt der Verbraucher die Echtheit des Produkts bestätigt.
(Foto: Avery Dennison)
Per Smartphone bekommt der Verbraucher die Echtheit des Produkts bestätigt. (Foto: Avery Dennison)

 

Somic drängt in den nordamerikanischen Verpackungsmarkt. (Foto: Somic)
Somic drängt in den nordamerikanischen Verpackungsmarkt. (Foto: Somic)

 

Produktschutzventile für Kaffeeverpackungen (Foto: Bosch)
Produktschutzventile für Kaffeeverpackungen (Foto: Bosch)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Somic ist jetzt auch in Amerika am Start
Somic, ein weltweit führendes Unternehmen im Bereich Entwicklung und Bau von kompakten Endverpackungsmaschinen für die Lebensmittel-, Süßwaren-, pharmazeutische und Tiernahrungs-Industrie, hat mit der Gründung von Somic America Inc. seine Präsenz auf dem nordamerikanischen Markt verstärkt. Die Anlage in der Nähe von Chicago wird für das Unternehmen als Vertriebs- und Dienstleistungszentrum im nordamerikanischen Markt dienen. Auf der Ausstellung war der Somic 424 zu sehen, eine kompakte Lösung, die jedoch verkaufsfertige Verpackungseinheiten bei einer Geschwindigkeit von bis zu 40 Einheiten/Minute hervorbringen kann. Ein modulares, ergonomisches Design und einfache, werkzeugfrei bedienbare Sortenwechsel-Funktionen sorgen für eine optimale Leistung. Flexibilität ist in den 424 eingebaut, so dass er auch als Traypacker, Faltschachtel-Packer oder Tray-/Kartonaufrichter betrieben werden kann. Das System kann verschiedene Verpackungsformate bearbeiten. Dazu gehören Flach- oder Standbeutel, in Schlauchbeutel verpackte Produkte, Tiegel, Dosen, Becher, Gläser, Flaschen, Tuben, Blister und thermogeformte Verpackungen.

Das Versprechen von Funkerkennungschips auf den Verpackungen konnte aufgrund der hohen Chipkosten noch nicht vollständig eingelöst werden. Um eine direkte Schnittstelle zwischen Etikett und Kunden bieten zu können, beinhaltet die neue Etikettierungstechnologie Direct Link von Avery Dennison eine Funktion zur Nahfeldkommunikation (NFC), mit der Informationen direkt vom Etikett auf das Smartphone des Verbrauchers gesendet werden können. Mit der Direct-Link-Technologie kann der Verbraucher sein Smartphone an ein NFC-markiertes Produkt halten und bekommt sofort die Echtheit des Produkts bestätigt.

Um der wachsenden Nachfrage nach hochwertigem Kaffee in Nordamerika gerecht zu werden, brachte Bosch Packaging Technology das externe Schutzventil V55 für Kaffee auf den Markt. Die Lösung wird bei Kaffeeverpackungen angewandt, um zu verhindern, dass die Produktqualität nachlässt. Das neue Ventil ist kleiner als die vorherige Generation, es verbessert den Produktschutz und bietet Einsparmöglichkeiten bei Material, Logistik und Lagerplatz sowie verringerte Umrüstzeiten. In Verbindung mit der bewährten Applikationstechnik von Bosch, die weiche Beutel oder Dosen mit verlässlichen externen Ventilen bestückt, können US-Kaffee-Hersteller nun bis zu 150 Ventile pro Minute anbringen.

Nach Messeende veröffentlichte PMMI seinen Bericht des Jahres 2014 zur Konjunktur im Bereich Verpackungsmaschinen. Insgesamt sind die US-Auslieferungen von Verpackungsmaschinen für den Binnenmarkt und für den Export im Jahr 2013 um sechs Prozent gestiegen und liegen jetzt bei 7,9 Milliarden US-Dollar. Der Gesamtkonsum (einschließlich der Importe) für Verpackungsmaschinen stieg im Jahr 2013 um sechs Prozent und liegt nun bei 9,0 Milliarden Dollar.  Exporte von Verpackungsmaschinen stiegen in 2013 um vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr und liegen bei  0,683 Milliarden. Auch die Importe haben sich im Jahr 2013 erhöht und liegen nun bei 1,854 Milliarden US-Dollar, eine Steigerung von sieben Prozent gegenüber dem Jahr 2012.

Über die Firma
PMMI Packaging Machinery Manufacturers Institute
Reston, VA 20190
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