Pharmaverpackungen

Gerresheimer nimmt neue Produktionslinie für vorfüllbare Spritzen in Betrieb

Entscheidende Prozessverbesserungen seien vor allem eine Vermeidung von Glas-zu-Glas- und Glas-zu-Metall-Kontakten durch den Einsatz von Pick-and-Place-Robotern und Segmenttransport-Systemen, ein optimierter Wasch- und Silikonisierungsprozess sowie verstärkte, kameragestützte Qualitätskontrollen, so Gerresheimer.

Gerresheimer bietet sterile und unsterile Spritzensysteme an. (Symbolbild, Foto: Gerresheimer)
Gerresheimer bietet sterile und unsterile Spritzensysteme an. (Symbolbild, Foto: Gerresheimer)

Ein Waschprozess auf dem neuesten Stand der Technik stellt die Ein­haltung aktueller und zukünftiger regulatorischer Vorgaben nochmals sicher. Bei der Silikonisierung sorgen eine verbesserte Sprühtechnologie und eine 100-prozentige Online-Kontrolle für die Funktionalität der Spritzen. Durch diese Maßnahmen sollen sowohl die Verarbeitbarkeit der Spritzen bei der Abfüllung als auch die generelle Funktionalität verbessert werden. Die finale Verpackung in PP-Kartons erfolgt bei allen Linien im Reinraum.

Worauf es bei Spritzen ankommt

Vorfüllbare Spritzensysteme aus Glas werden weltweit zur Abfüllung von Arzneimitteln an Kunden in der Pharma- und Biotech-Industrie geliefert. Für Impfstoffe und zahlreiche andere Medikamente sind sie das Primärpackmittel erster Wahl. Gerresheimer bietet sterile und unsterile Spritzensysteme an. Gx RTF-Spritzensysteme erreichen Kunden bereits abfüllfertig, also gewaschen, silikonisiert, montiert mit Ver­schlusskappe und sterilisiert.

Bei der Herstellung von Spritzen ist allerhöchste Sorgfalt geboten. Die Spritze muss absolut sauber sein, denn schon die kleinste Verunreinigung könnte dazu führen, dass sich das Medikament verändert. Weiterhin muss die Spritze absolut dicht sein, das heißt sie darf keine Risse haben und muss fest verschlossen sein, sodass keine Keime an das Medikament kommen können.

Damit sich der Stopfen in der Spritze bewegen lässt, wird die Spritze von innen silikonisiert. Dabei gilt: So wenig Silikon wie möglich und nur so viel Silikon wie nötig. Einerseits soll sich die Spritze auch nach drei Jahren noch genauso gut ausdrücken lassen wie am ersten Tag, ande­rerseits soll auch nicht zu viel Silikon in der Spritze sein, was zu einer Verklumpung des Medikamentes führen könnte. Bei der Herstellung von Spritzen wird jede einzelne Spritze mehrmals geprüft – von Kameras, Sensoren, Computern und dem menschlichen Auge.

(mns)

 

 

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Gerresheimer AG
Düsseldorf
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