Kunststoffverpackungen

Pöppelmann entwickelt kundenspezifische Pharmaverpackungen

Behälter zur Aufbewahrung von Bullrich Salz mit vorkonfektioniertem Bodenfach und Originalitätsverschluss. (Foto: Pöppelmann)
Behälter zur Aufbewahrung von Bullrich Salz mit vorkonfektioniertem Bodenfach und Originalitätsverschluss. (Foto: Pöppelmann)

Als einstige Korkenfabrik im niedersächsischen Lohne hat sich Pöppelmann seit 1949 zu einem führenden Unternehmen der kunststoffverarbeitenden Industrie in Europa mit rund 1.900 Mitarbeitern sowie 550 Spritzgussmaschinen, Tiefziehanlagen und Extrudern an fünf Produktionsstandorten entwickelt. Qualität, handwerkliche Präzision und eine High-Tech-Produktion tragen maßgeblich zum Erfolg des Unternehmens bei.

Der Kompetenzbereich Pöppelmann Famac entwickelt und produziert technische Funktionsteile und moderne Verpackungen für die Pharma- und Lebensmittelindustrie sowie für die Medizintechnik. Das Besondere: Von der ersten Idee bis hin zur Produktion geschieht bei Pöppelmann alles unter einem Dach. Hochwertige Kunststoffteile mit Sonderfunktionen wie eine Kappe mit Originalitätsverschluss für einen Nasenspray-Zerstäuber sowie ein Behälter zur Aufbewahrung von Bullrich Salz mit vorkonfektioniertem Bodenfach und Originalitätsverschluss sind auf Kundenwunsch im Hause Pöppelmann entwickelt und zur Serienreife gebracht worden.

3-D-Druck bei Pöppelmann

Bei Pöppelmann Famac sorgen computerbasierte Entwicklungs- und Konstruktions-Tools für kurze Entwicklungszeiten. Dabei kommen unter anderem Catia V5, Strukturberechnungen (FEM), Füllanalysen, 3-D-Simulationen und Digital-Mock-up (DMU) zum Einsatz. Diese hochmodernen Verfahren haben einen großen Anteil an der erfolgreichen Entwicklung neuer Produkte. Deshalb stehen den Mitarbeitern bei Pöppelmann mittlerweile mehr als 60 CAD-Arbeitsplätze zur Verfügung.

Auf Kundenwunsch ist im Hause Pöppelmann eine Kappe für einen Nasenspray-Zerstäuber entstanden. (Foto: Pöppelmann)
Auf Kundenwunsch ist im Hause Pöppelmann eine Kappe für einen Nasenspray-Zerstäuber entstanden. (Foto: Pöppelmann)

„Am Anfang hat der Kunde eine Idee und die möchte er natürlich schnell in Serie herausbringen“, sagt Michael Rönnau, Bereichsleiter Prototypenbau bei Pöppelmann. „Ich mache aus dieser Idee mithilfe der CAD-Daten und dem 3-D-Druck einen realistischen Prototypen.“ Die enge Abstimmung mit dem Kunden im Vorfeld verhindert unnötige Korrekturschleifen und spart damit Zeit und Kosten in der Entwicklungsphase.

Im Bereich des Rapid Prototyping greift Pöppelmann Famac auf eigene 3-D-Drucker zurück. Diese können innerhalb weniger Stunden Prototypen aufbauen und selbst komplexe Strukturen detailgetreu abbilden. Dabei lassen sich die Prototypen je nach Bedarf auch aus zwei verschiedenen Werkstoffen oder in transparenter Ausführung erstellen. So können die Kunden des Kunststoffspezialisten schon sehr frühzeitig ein realistisches Muster des späteren Produkts in den Händen halten. Die per CAD-System konstruierten Artikel werden innerhalb weniger Stunden im wahrsten Sinne des Wortes „begreifbar“. Das ist im Fall von individuellen Sonderlösungen für den Kunden sehr profitabel.

Kundenspezifische Lösungen von Pöppelmann

Bei der Zerstäuberkappe mit zusätzlichem Originalitätsring handelt es sich um eine Sonderanfertigung im Bereich Pharma-Verpackungen: Pöppelmann Famac hat dafür eine ganz normale Kunststoffkappe mit einem ringförmigen Verschluss erweitert, um die Erstöffnungsgarantie des Produkts zu gewährleisten.

Computerbasierte Entwicklungs- und Konstruktionstools sorgen bei Pöppelmann Famac für besonders kurze Entwicklungszeiten.
(Foto: Pöppelmann)
Computerbasierte Entwicklungs- und Konstruktionstools sorgen bei Pöppelmann Famac für besonders kurze Entwicklungszeiten. (Foto: Pöppelmann)

Bei der Bullrich-Salz-Verpackung handelt es sich ebenfalls um eine kundenspezifische Sonderlösung für ein pharmazeutisches Produkt, das in Tablettenform oder als Pulver angeboten wird. „An der Entwicklung des Designs war Pöppelmann Famac maßgeblich beteiligt“, erzählt Engelbert Rechtien, Vertriebsleiter bei Pöppelmann Famac. Der Artikel hat ein Bodenfach, in dem noch zusätzlich ein PH-Teststreifen untergebracht werden kann. Außerdem bietet die Verpackung die Möglichkeit, eine kleine Schaufel zur Dosierung des Pulvers und die Verpackungsbeilage mit einzulegen. Besondere Funktionen wie diese bringen dem Kunden aus der Pharmaindustrie einen hohen Zusatznutzen. Zudem ist die Verpackung ebenfalls mit einem Originalitätsverschluss ausgestattet.

Vom Konzept zur Serienreife

Nach der engen Abstimmung mit dem Kunden zu den besonderen Anforderungen an das Produkt, der Funktionsprüfungen anhand von Prototypen ist das Ziel immer die Serienreife. Erst wenn diese erreicht ist, kann mit der aufwendigen Anfertigung eines Werkzeugs für die Serienproduktion begonnen werden. Bei der Zerstäuberkappe für Nasenspray wie auch bei der Bullrich-Salz-Verpackung erfolgte dieser Schritt hausintern, schließlich verfügt Pöppelmann über einen eigenen Werkzeugbau mit sehr erfahrenen Mitarbeitern: Ein Team von mehr als 120 Formenbauern und Werkeugkonstrukteuren sorgt für eine effiziente und qualitativ hochwertige Verarbeitung. Das ist unter anderem immer dann von Vorteil, wenn Projekte mit einem engen Zeitfenster realisiert werden müssen. Bei Werkzeugneuanfertigungen, -änderungen und Instandhaltungen sind die Techniker und Ingenieure bei Pöppelmann in der Lage, schnell und flexibel zu reagieren.

Qualitativ hochwertige Sonderanfertigungen im Bereich der Funktionsteile und Verpackungen für die Medizin- und Pharmabranche bietet Pöppelmann neben einem breitgefächerten Standardprogramm zu wirtschaftlichen Konditionen an. Dabei erhalten die Kunden von der Entwicklung bis hin zur Serienfertigung alles aus einer Hand und profitieren von den Ressourcen, Partnern und Kontakten der Pöppelmann-Gruppe. Für eine enge Abstimmung intern und extern sorgt ein eigener Projektleiter, der dem Auftraggeber über den kompletten Prozess hinweg als fester Ansprechpartner zur Verfügung steht.

Erst wenn die Serienreife erreicht ist, kann mit der relativ aufwendigen Anfertigung eines Werkzeugs für die Serienproduktion begonnen werden. (Foto: Pöppelmann)
Erst wenn die Serienreife erreicht ist, kann mit der relativ aufwendigen Anfertigung eines Werkzeugs für die Serienproduktion begonnen werden. (Foto: Pöppelmann)

Zudem koordiniert er die Arbeit der Fachleute vom Entwickler über den Werkzeugbauer bis hin zum Mitarbeiter in der Produktion. So wird eine konstante Qualität und eine hohe Produktionsleistung gewährleistet. Eine vorbildliche Sauberkeit und ein moderner Maschinenpark mit Schließkräften zwischen 250 kN und 13.000 kN sind zudem die Merkmale einer zuverlässigen Serienproduktion inklusive Spritzgieß- und Tiefziehfertigung, In-Mould-Labelling sowie Zwei-Komponenten- und Etagenwerkzeugen.

Die Herstellung, Kommissionierung und Verpackung von Produkten für die Pharmaindustrie- und Medizintechnik kann bei Bedarf unter Reinraum-Produktionsbedingungen gemäß DIN EN ISO 14644 Klasse 7, GMP-Standard C erfolgen. Im Kompetenzbereich Famac wurden zudem die Einführung und Anwendung eines Qualitätsmanagementsystems gemäß DIN EN ISO 9001:2008 und DIN EN ISO 13485:2010 sowie eines Hygienemanagementsystems HAACP durch ein unabhängiges Institut zertifiziert. Deshalb schätzt man in über 90 Ländern weltweit die Qualität „Made bei Pöppelmann“.

Über die Firma
Pöppelmann Kunststoff-Technik GmbH & Co. KG
Lohne
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