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Deutschland bleibt europaweit größter Markt für die Faltschachtelindustrie

Bedingt durch die erstmalige Einbeziehung der osteuropäischen Faltschachtelmärkte in die europäische Auswertung ist der Anteil Deutschlands am gesamteuropäischen Markt mit 20,9 % aus statistischen Gründen im Vergleich zum Vorjahr um knapp 4 % gesunken. Gleiches gilt für das Produktionsvolumen, das 2014 11.000 Tonnen geringer ausfiel als 2013. Das entspricht einem Rückgang von 1,3 %. Das Verhältnis von Mengen- zu Produktionswertentwicklung liegt 2014 bei 2,24 Euro pro Kilogramm produzierte Faltschachteln und damit 3 Cent beziehungsweise 1,4 % über dem Vorjahreswert. Die Kapazitätsauslastung stieg innerhalb der ersten drei Quartale 2014 an, fiel im letzten Quartal jedoch leicht auf 86,9 %. Die Verluste aus der Finanz- und Wirtschaftskrise konnten dauerhaft ausgeglichen werden. „Wir freuen uns, dass sich die deutsche Faltschachtelindustrie nach wie vor auf einem relativ stabilen, hohen Niveau bewegt und auch nach Einbeziehung der osteuropäischen Faltschachtelmärkte an der europäischen Spitze steht“, so Steffen Schnizer, Sprecher des Vorstands des Fachverbands Faltschachtelindustrie e.V. (FFI).

Mit einem Produktionswert in Höhe von 1,879 Milliarden Euro und einem Produktionsvolumen von 839.368 Tonnen behauptet die deutsche Faltschachtelindustrie im Geschäftsjahr 2014 die Spitzenposition im europäischen Vergleich. (Foto: FFI)
Mit einem Produktionswert in Höhe von 1,879 Milliarden Euro und einem Produktionsvolumen von 839.368 Tonnen behauptet die deutsche Faltschachtelindustrie im Geschäftsjahr 2014 die Spitzenposition im europäischen Vergleich. (Foto: FFI)


Branchenkonsolidierung setzt sich fort

Wie in den Jahren zuvor setzt sich auch 2014 die rückläufige Anzahl der Faltschachtelunternehmen in Deutschland fort – hauptsächlich bedingt durch Unternehmenszusammenschlüsse. Die Anzahl der Mitglieder im FFI ist dagegen gestiegen. Seit der letzten Mitgliederversammlung stehen einem Austritt eines Vollmitglieds sowie eines assoziierten Mitglieds jeweils zwei Neuaufnahmen gegenüber. Damit repräsentiert der FFI nach wie vor drei Viertel des Produktionswerts (74,9 %) und rund zwei Drittel des Produktionsvolumens (67,3 %) der Gesamtbranche, auch wenn ein Rückgang von 1,0 % beziehungsweise 0,5 % im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen ist. Im Detail haben die FFI Mitgliedsunternehmen im Jahr 2014 einen Produktionswert in Höhe von 1,407 Milliarden Euro (-1,3 % gegenüber 2013) und eine Produktionsmenge von 564.855 Tonnen (-2,0 % gegenüber 2013) erzielt. „Der starke Anteil der FFI Mitgliedsunternehmen innerhalb der Gesamtbranche belegt, wie wir als Verband zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit unserer Mitglieder beitragen. Wir nehmen dies als Verpflichtung, die Bedeutung der Faltschachtel als Verpackungs- und Verkaufsmedium weiter zu fördern“, so Steffen Schnizer.

FFI setzt auf Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit

 Eines der bedeutendsten Verbandsprojekte ist die zusammen mit der Vereinigung Maschinenkarton bereits 2012 gestartete Überarbeitung der zuletzt 1998 herausgegebenen „FFI/VMK Qualitätsmerkmale für Faltschachtelkarton“. Anfang 2014 wurden die Qualitätsmerkmale den Mitgliedern zur Verfügung gestellt. Zentraler Aspekt ist darin die Umstellung von der Kartonbestellung und -lieferung nach Gewicht auf Bogenzählung, um das Working Capital zu reduzieren und die Supply Chain zu optimieren. Hinzu kommen intensive Marketingaktivitäten, die Markenartikelindustrie, Handel und Agenturen über die Vorteile von Verkaufsverpackungen aus Karton informieren. „Die ‚Touchpoint Studie 2015’ zeigt, dass Verpackungen nicht nur viele Touchpoints mit Konsumenten erzielen, sondern dass damit auch ein enormer Werbewert für die Unternehmen und ihre Marke erreicht werden kann“, so Steffen Schnizer. Im Mittelpunkt der Studie steht der Media-Äquivalenzwert, der auf Basis der Bruttoreichweite einer Verpackung den Wert der Kontakte erstmalig konkret beziffert und einen Vergleich mit anderen Werbeträgern ermöglicht.


 

Über die Firma
FFI Fachverband Faltschachtel-Industrie e. V.
Frankfurt am Main
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