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Metsä Board investiert im schwedischen Husum

Metsä Board startet die Erprobung der Foam-Forming-Technologie im Produktionsmaßstab. 
(Foto: Metsä Board)
Metsä Board startet die Erprobung der Foam-Forming-Technologie im Produktionsmaßstab. (Foto: Metsä Board)

Die Investitionen umfassen eine neue Faltschachtelkartonmaschine (BM1) mit einer Produktionskapazität von 400.000 Tonnen pro Jahr. Die Inbetriebnahme ist für Anfang 2016 geplant, die volle Produktionskapazität soll bis Ende 2016 erreicht werden. Weiter ist eine Konzentration der Liner-Produktion auf BM2 geplant. Ziel ist eine Produktionskapazität von ca. 300.000 Tonnen pro Jahr.

Metsä Board, europäischer Hersteller von Faltschachtelkarton und weißem Liner aus Frischfaser sowie Hersteller von Marktzellstoff, investiert derzeit 170 Millionen Euro in sein Produktionswerk im schwedischen Husum.

Der Faltschachtelkarton, der in Husum produziert wird, soll hauptsächlich auf den nordamerikanischen Markt und für den Food-Service-Bereich weltweit verkauft werden. „Wir können deutlich geringere Flächengewichte anbieten als unsere Wettbewerber“, betont Ari Kiviranta, Senior Vice President, Produktion and Technology, Metsä Board, und ist überzeugt, dass der nordamerikanische Markt noch Potenzial für Metsä Board bietet.

Erprobung der Foam-Forming-Technologie

Weiter startet Metsä Board in seinem Werk in Kyro die Erprobung der Foam-Forming-Technologie im Produktionsmaßstab. Foam-Forming ist eine Technologie, bei der die Faserstoffsuspension im Rahmen des Formungsverfahrens aufgeschäumt wird. Dabei werden raffinierte Frischfasern mit einem Gemisch aus Wasser, einem Schäummittel und Luft versetzt.

Frischfasern wurden im Rahmen dieser Technologie bislang nur in Labors und anderen Forschungseinrichtungen eingesetzt. Metsä Board ist ein Vorreiter in der Entwicklung der Foam-Forming-Technologie und hat an zwei vom VTT Technical Research Centre of Finland koordinierten Entwicklungsprogrammen teilgenommen.

Ari Kiviranta: „Wir gehen davon aus, dass die Foam-Forming-Technologie mit Vorteilen für unsere Kunden verbunden ist, weil die Kartonstruktur dank dieses Verfahrens an Volumen gewinnt, wodurch das Kartongewicht reduziert wird. Außerdem werden die Fasern gleichmäßiger in der Bahn verteilt und so die Formation des Kartons optimiert – für eine höhere Konstanz der Eigenschaften und ein einheitlicheres Erscheinungsbild. Neben all diesen Vorteilen reduziert diese Methode außerdem den Rohstoff-, Energie- und Wasserbedarf und sorgt so für mehr Nachhaltigkeit.“

Die Foam-Forming-Technologie müsse allerdings noch im Bereich der Weiterverarbeitung und Logistik getestet werden, um zu gewährleisten, dass sich der so hergestellte Karton auch dort bewährt.

„Diese Entwicklung zielt nicht auf die Substitution von Kunststoff in bestimmten Anwendungen, sondern es geht uns darum, unseren Faltschachtelkarton noch mehr in Richtung Nachhaltigkeit durch eine weitere Reduzierung des Kartongewichts zu verbessern“, betont Ari Kiviranta.

 

„Wir gehen davon aus, dass die Foam-Forming-Technologie mit Vorteilen für unsere Kunden verbunden ist, weil die Kartonstruktur dank dieses Verfahrens an Volumen gewinnt, wodurch das Kartongewicht reduziert wird.“ Ari Kiviranta, Senior Vice Presdient, Produktion und Technologie, Metsä Board (Foto: Metsä Board)
„Wir gehen davon aus, dass die Foam-Forming-Technologie mit Vorteilen für unsere Kunden verbunden ist, weil die Kartonstruktur dank dieses Verfahrens an Volumen gewinnt, wodurch das Kartongewicht reduziert wird.“ Ari Kiviranta, Senior Vice Presdient, Produktion und Technologie, Metsä Board (Foto: Metsä Board)

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Über Metsä Board
Metsä Board ist ein führender europäischer Hersteller von Faltschachtelkarton und weißem Liner aus Frischfaser sowie Hersteller von Marktzellstoff. Außerdem zählt das Unternehmen zu den führenden Anbietern von Tapetenrohpapieren. Metsä Board verfolgt seit einigen Jahren die Strategie, sich künftig ausschließlich auf die Herstellung von Karton zu konzentrieren, und will die Papierproduktion bis zum Jahr 2017 einstellen. Der Jahresumsatz von Metsä Board beläuft sich auf etwa zwei Milliarden Euro, bei einer Produktionskapazität von 1,5 Millionen Tonnen pro Jahr. Das Unternehmen beschäftigt etwa 3.100 Mitarbeiter an acht Produktionsstandorten in zwei europäischen Ländern.

Metsä Board investiert derzeit 170 Millionen Euro in sein Produktionswerk im schwedischen Husum. (Foto: Metsä Board)
Metsä Board investiert derzeit 170 Millionen Euro in sein Produktionswerk im schwedischen Husum. (Foto: Metsä Board)
Über die Firma
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Wiener Neudorf
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