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Kunststoffverpackungen

RPC will weiter fokussiert wachsen

Behälter mit hoher Barrierewirkung im PP/EVOH/PP-Aufbau und hoher Transparenz. (Fotos: RPC)
Behälter mit hoher Barrierewirkung im PP/EVOH/PP-Aufbau und hoher Transparenz. (Fotos: RPC)

In den letzten Jahren ist die 1991 in Großbritannien gegründete RPC-Gruppe durch zahlreiche Akquisitionen weiter gewachsen: Helioplast, M & H Plastics, Ace, PET-Power, Promens und Innovan brachten seit November 2013  insgesamt 50 neue Produktionsstätten in acht Ländern in die RPC-Verpackungsfamilie ein. Insgesamt zählen heute zur RPC-Gruppe, die 2014 einen Umsatz von umgerechnet 1,7 Mrd. Euro (1,2 Mrd. Pfund) erzielte,  91 Produktionsstätten in 24 Ländern mit mehr als 15.000 Mitarbeitern.

„Diese Akquisitionen bilden das Fundament für unsere Strategie des organischen Wachstums“, unterstreicht Pim Vervaat, CEO der RPC-Gruppe, auf einer Pressekonferenz im Juni in London und erläutert die Vision 2020 des Unternehmens. Er ist überzeugt, dass Kunststoffe auch weiterhin zu Lasten von anderen Verpackungsmaterialien wachsen werden. Wachstumstreiber seien der konstante Trend zu mehr Convenience, die geforderte Differenzierung am Point of Sale sowie der Wunsch nach zusätzlichen Funktionalitäten einer Verpackung im Bereich Lebensmittel sowie neue Ausgießer und Dosiermöglichkeiten im Bereich Getränke. Bei Personal-Care-Produkten sorgten schnelle Designwechsel für zusätzlichen Packmittelbedarf, und im Bereich Healthcare seien eine alternde Bevölkerung und eine weltweit wachsende Zugänglichkeit zu Health-Care-Produkten wachstumstreibend. Bei Non-Food Produkten seien zunehmend leichtere Packungskonzepte und höhere Funktionalität gefragt.

Geografisch will das Unternehmen auf den asiatischen Wachstumsmärkten stärker werden. Bisher generiert RPC 86 Prozent der Erlöse in Europa und lediglich fünf Prozent in Asien. Das soll anders werden, schließlich sollen starre Kunststoffverpackungen in Asien bis 2020 um 9,1 Prozent wachsen, in Europa lediglich um fünf Prozent. Pim Vervaat: „Es gibt nur wenige Player auf dem Markt, die den Globalisierungstrend in der Verpackungsindustrie mitgestalten, wie er von internationalen Kunden gefordert wird.  Wir folgen unseren Kunden weltweit,  unsere exzellenten Design- und Engineering-Fähigkeiten kommen uns dabei zugute.“  

Erste Schritte für einen Einstieg in den asiatischen Markt  waren 2014 der Erwerb des  Spritzgießunternehmens Ace Corp Holdings (Hong Kong/China). Mit der Akquisition von Promens in diesem Jahr will RPC seine Position in Europa weiter ausbauen, außerdem verfügt Promens aber auch über Produktionsstätten in  Nordamerika, Asien und Afrika.

Weltweit alles aus einer Hand

Nicht nur geografisch bekommt RPC durch den Promens-Kauf Zugang zu neuen Märtkten. Technologisch eröffnet das von Promens angebotene Rotationsblasformverfahren neue Möglichkeiten, denn es eignet sich ideal, um komplexe, hohle Kunststoffteile für den Automobilbereich, das Baugewerbe, die Agrarwirtschaft sowie Industrieanwendungen zu fertigen. Damit verfügt die Gruppe über folgende Verfahren zur Kunststoffverarbeitung: Extrusionsblasen, Rotationsblasformen, Spritzgießen, Streckblasen und Tiefziehen.

RPC ist nicht nur im Bereich der angebotenen Techniken zur Kunststoffbearbeitung breit aufgestellt, sondern bedient auch alle wichtigen Endabnehmerbranchen: Lebensmittel (30 Prozent des Umsatzes), Nonfood (23 Prozent), Körperpflege (16 Prozent), Getränke (neun Prozent), Health-Care (vier Prozent) sowie technische Komponenten (18 Prozent). Davon sollen Kunden weltweit profitieren. „Wir transferieren unser Know-how weltweit. Indem wir die wichtigen Branchenlösungen und Kunststoffbearbeitungstechniken unter einem Dach anbieten, ermöglichen wir unseren Kunden ein globales One-stop-shopping“, so Vervaat.

Der Tiegelinhalt wird geschützt und durch eine einfache Schiebebewegung, ähnlich wie auf einem Touch-Screen, wird eine exakte Einzeldosis freigegeben. (Foto: RPC)
Der Tiegelinhalt wird geschützt und durch eine einfache Schiebebewegung, ähnlich wie auf einem Touch-Screen, wird eine exakte Einzeldosis freigegeben. (Foto: RPC)

Keimfrei bis zum Schluss

Im Bereich Kosmetik und Körperpflege positioniert sich RPC als Anbieter, der den ganzen Prozess vom Konzept bis zur Endverpackung beherrscht. Alfons Böckmann, Director bei RPC Bramlage, betont, dass Invesitionen im Bereich Design und Engineering RPC zu einem der führenden Hersteller von Verpackungen für Körperpflegeprodukte gemacht haben. Ein Blick auf den Kundenkreis liest sich wie ein „Who is who“ in der Kosmetikindustie: So gehören beispielsweise Beiersdorf, L’Oreal, Garnier, Yves Saint Laurent, Unilever, Yves Rocher, Lancome, Vichy oder P & G zu den Kunden von RPC. Gerade im Bereich Airless und Air-free Dispenser, bei Cremedosen, Deorollern und Lippenpflege hat sich RPC eine führende Position erarbeitet. Ein Beispiel ist das Spendersystem D.E.F.I. (exclusive intact formula device):  Das System macht es möglich, steril verpackte Kosmetika ohne Konservierungsstoffe bis zum Schluss keimfrei zu halten.  Dadurch, dass der Inhalt auch bei angebrochener Verpackung keimfrei bleibt, lassen sich problemlos auch Verpackungen anbieten, die eine größere Produktmenge beinhalten. Die vierteilige Kappe beinhaltet eine Membrane, die bei Druck in der Tube aufsteigt und dann wieder in die normale Position zurückkehrt, wenn der Druck nachlässt. Die erforderliche Maßgenauigkeit für dieses hochpräzise System liegt bei einem Hundertstel Millimeter. Dank dieser geringsten Toleranzen sind die Einzelteile perfekt aufeinander abgestimmt: Die Kappe sitzt hundertprozentig genau auf dem Deckel und wird durch eine originalitätssichere Abreißlasche ergänzt.

Dieses Verschlusssystem ist gemeinsam mit dem französischen Kosmetikspezialisten Avène entwickelt worden, einem Unternehmen der Pierre-Fabre-Gruppe. Avène, der für seine auf empfindliche Haut abgestimmte Kosmetika bekannt ist, hat sich die Exklusivrechte für das System gesichert.

Günter Pohlmann, Director Sales & Marketing RPC Bramlage, präsentiert eine Lösung, ebenfalls aus dem Bereich Airless-Dosierung. Slidissime, der neue Airless-Tiegel von RPC Bramlage Barcelona, findet auch bei Verpackungen für hochwertige Cremes und Lotionen Anwendung. Slidissime zeichnet sich durch die besondere Haptik ihres „Touch-&-Slide“-Pumpsystems aus: Der Inhalt wird geschützt,  und durch eine einfache Schiebebewegung  – ähnlich wie auf einem Touch-Screen – wird eine exakte Einzeldosis freigegeben. Die Öffnung der Dose, die sich in der Fortsetzung des „Touch-&-Slide“-Pumpsystems befindet, schließt sich nach jedem Dosierungsvorgang selbsttätig, was das Eindringen von Luft und das Austrocknen des Inhalts vermeidet. Die Dose wurde Ende 2013 auf den Markt gebracht. Zu den neuesten Produkten, für die sie als Verpackung dient, gehört „Skin Total“ von Tegoder Cosmetics.

Das Airless-System macht es möglich, steril verpackte Kosmetika ohne Konservierungsstoffe bis zum Schluss keimfrei zu halten. (Foto: RPC)
Das Airless-System macht es möglich, steril verpackte Kosmetika ohne Konservierungsstoffe bis zum Schluss keimfrei zu halten. (Foto: RPC)

RPC investiert in das Spritz-Streck-Blasformverfahren

Die Investition in das Spritz-Streck-Blasformverfahren versetzt RPC Containers Corby in die Lage, Behältern mit hoher Barrierewirkung im PP/EVOH/PP-Aufbau eine nochmals verbesserte Transparenz zu verleihen. Diese Technologie ermöglicht die Erschließung neuer Marktpotenziale im Einzelhandel, insbesondere bei Fertigsoßen, löslichem Kaffee, Fertiggerichten, Obst und Kindernahrung. Die erhöhte Kontaktklarheit sorgt für einen Premium-Auftritt im Regal.  Genauso wichtig ist die Reduzierung des Eigengewichts. Kunststoffbehälter helfen Einzelhandel und Markenunternehmen, ihre Umweltziele in Sachen Nachhaltigkeit zu erreichen.

„Es gibt nur wenige Player auf dem Markt, die den Globalisierungstrend in der Verpackungsindustrie mit gestalten, wie er von internationalen Kunden gefordert wird.  Wir folgen unseren Kunden weltweit,  unsere exzellenten Design- und Engineering-Fähigkeiten kommen uns dabei zugute“. Pim Vervaat, CEO der RPC-Gruppe (Foto: RPC)
„Es gibt nur wenige Player auf dem Markt, die den Globalisierungstrend in der Verpackungsindustrie mit gestalten, wie er von internationalen Kunden gefordert wird. Wir folgen unseren Kunden weltweit, unsere exzellenten Design- und Engineering-Fähigkeiten kommen uns dabei zugute“. Pim Vervaat, CEO der RPC-Gruppe (Foto: RPC)
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