Transportverpackung

Analyse hilft Kosten sparen

Variable Verpackungslösung zur Aufnahme und für den Transport verschiedener Bronchoskope. (Foto: Transpak)
Variable Verpackungslösung zur Aufnahme und für den Transport verschiedener Bronchoskope. (Foto: Transpak)

Der BVMed beziffert zwar das durchschnittliche Umsatzwachstum des deutschen Marktes für Medizinprodukte in seinem Branchenbericht 2015 noch auf 3,4 Prozent, doch die Margen und Gewinne sinken. Der anhaltende Preisdruck der Kliniken und Einkaufsgemeinschaften sowie geringere Versorgungspauschalen im Hilfsmittelbereich zeigen Wirkung. Diese Entwicklung wird sich in den kommenden Jahren weiter fortsetzen.

„Daher ist es gerade jetzt sinnvoll, sich Prozesse im Unternehmen anzuschauen, die normalerweise eher selten im Fokus stehen, in denen aber dennoch hohe Optimierungspotenziale schlummern“, rät Tim Eisert, Vertriebsleiter des Standortes Berlin von der Transpak-Gruppe. Die Unternehmensgruppe ist einer der Marktführer für Verpackungsmittel und hat sich erfolgreich als Systemanbieter für bedarfsgerechte Verpackungskonzepte und als Prozessoptimierer für Versandabläufe in vielen Branchen etabliert. 14 Standorte alleine in Deutschland sorgen für regionale Nähe, kurze Wege und schnelle Lieferzeiten. 320 Mitarbeiter sind täglich für Kunden im Einsatz, 40 Berater permanent unterwegs.

Kostensenkung im Verpackungsprozess um bis zu 30 Prozent

Die Verpackungsspezialisten wissen genau, worauf es in speziellen Branchen wie der Medizintechnik und im Pharmabereich ankommt. Sie analysieren die Beschaffungs-, Verpackungs- und Versandprozesse ihrer Kunden und beraten auf dieser Grundlage bei der Auswahl der geeigneten Materialien. „Nur 20 Prozent der Gesamtkosten entfallen tatsächlich auf Packstoffe. 80 Prozent sind Prozesskosten. Daher betrachten wir stets den kompletten Ablauf und können so die Gesamtkosten im Verpackungsprozess um bis zu 30 Prozent senken“, erklärt Tim Eisert.

Doch es geht nicht nur um Effizienz und Wirtschaftlichkeit. Die Sekundärverpackung hat maßgeblichen Einfluss auf die Qualität und Sicherheit des Produktes in seiner Primärverpackung. Sie muss perfekt auf mechanische und chemische Belastungen während des Transportes und bei der Lagerung abgestimmt sein. Sie schützt vor Licht, Luft, Staub, Kontamination und Feuchtigkeit. Sie gleicht Temperaturschwankungen aus und trägt zum mikrobiologischen Schutz bei. Kurzum – sie muss vor Faktoren schützen, die die Qualität negativ beeinflussen oder die Produkte unbrauchbar machen. Doch Anspruch und Wirklichkeit klaffen hier wie so oft auseinander. „Die Kosten, die durch Transportschäden entstehen, betragen unseren Erkenntnissen zufolge oft das 2,5-Fache der Initialkosten. Bei Medikamenten ist sogar die Mehrzahl aller Rückrufe auf Fehler in der Verpackung zurückzuführen. Und diese Zahlen beinhalten noch nicht die Kosten, die durch Reklamationen, Retouren und Imageverlust entstehen“, ergänzt der Verpackungsexperte der Transpak.

„Es ist sinnvoll, sich Prozesse im Unternehmen anzuschauen, die normalerweise eher selten im Fokus stehen, in denen aber dennoch hohe Optimierungspotenziale schlummern“, rät Tim Eisert, Vertriebsleiter des Standortes Berlin von der Transpak-Gruppe.
(Foto: Transpak)
„Es ist sinnvoll, sich Prozesse im Unternehmen anzuschauen, die normalerweise eher selten im Fokus stehen, in denen aber dennoch hohe Optimierungspotenziale schlummern“, rät Tim Eisert, Vertriebsleiter des Standortes Berlin von der Transpak-Gruppe. (Foto: Transpak)

Maßgeschneiderte Verpackungslösungen für einen Medizinprodukte-Hersteller

Kunden profitieren von dem Erfahrungswissen und der langjährigen Projekterfahrung der Transpak enorm. Davon konnte sich erst kürzlich ein Hersteller von Spezialprodukten für HNO-Ärzte, Pulmologen und Gastroenterologen überzeugen. Im Rahmen einer Prozessanalyse nahmen die Experten sämtliche, bis dahin genutzten Verpackungen unter die Lupe und schlugen vier Optimierungen vor. In einem ersten Projekt entwickelten sie für sieben verschiedene Bronchoskopie-Tuben und dazugehörige Kleinteile eine universelle Versandverpackung, die aus vier Komponenten besteht und jeweils hochwertig bedruckt und veredelt wird. Transparente Membranen fixieren die Tuben und schützen sie sicher vor Beschädigungen. Von der Entwicklung bis zur Serienreife benötigte Transpak insgesamt nur 45 Tage. Mit dem Ergebnis ist der Kunde hochzufrieden. Das Verpackungssystem ermöglicht sieben Konfigurationen für die sieben Tuben und ist leicht zu handhaben. Auch unter finanziellen Aspekten lohnte sich die Investition in die spezifische Neuentwicklung, da bessere Konditionen durch Mengenvorteile erreicht werden und bei solchen Fixier- und Membranverpackungen kein zusätzliches Füllmaterial notwendig ist. Rund 18 Prozent beträgt die Ersparnis gegenüber den bislang verwendeten Verpackungen.

Spezielle Isolierverpackungen für Mikroorganismen

Um deutliche 56 Prozent reduzierte Transpak die Verpackungsmittelkosten bei einem anderen Kunden. Für den weltweiten Versand von biologischen Mikroorganismen braucht das Unternehmen spezielle Isolierverpackungen, die luftfrachtgeeignet und trockeneisfähig sind. Die Temperatur muss dabei über vier Tage konstant gehalten werden. „Das war auch für uns eine echte Herausforderung“, resümiert Tim Eisert. „Wir haben verschiedene Verpackungen geprüft und optimiert, zahlreiche Temperatur- und Versandtests durchgeführt und etliche Alternativen vorgestellt.“ Am Ende war dann die Ideallösung gefunden. Für ein Optimum an Sicherheit ließen die Verpackungsprofis zusätzlich das Verpackungssystem durch den Paketdienst zertifizieren, der in der Regel mit dem Transport beauftragt wird. Dadurch ist gewährleistet, dass die gesamte Verpackungseinheit inklusive Produkt und Füllmaterial eine stabile Einheit bildet. „Reklamationen, die durch Transportschäden entstehen, bewegen sich damit praktisch im Promillebereich“, so der Verpackungsexperte.

Umfassende Serviceleistungen aus einer Hand

67 Prozent machen solche individuellen Verpackungsentwicklungen im Business des Komplettanbieters Transpak mit seinen rund 25.000 aktiven Kunden mittlerweile aus – auch wenn das Sortiment an Standard-Verpackungsmitteln sehr groß ist. 5.000 Artikel sind direkt ab Lager verfügbar, darunter Membran- und Blisterverpackungen in verschiedenen Größen, PE-Beutel und LDPE-Folien, Luft-, Papier- und PE-/PU- sowie staubfreie Füll- und Polstermaterialien, Klebebänder, Versand- und Stülpdeckelkartons, Etiketten und Exportverpackungen. Zudem kann man aufgrund der jahrzehntelangen Erfahrung auf viel branchenspezifisches Sonderlösungs-Know-how und branchenspezifische Standardlösungen zurückgreifen. Auf Wunsch werden Kartonagen anwendungsgerecht, aufgerichtet oder zusammengebaut geliefert. So lassen sich kundenseitig Zeit, Platz und Personalkosten sparen – wichtige Faktoren in einem Markt, der von starker Spezialisierung, schnellem Durchsatz, hohen Kosten und sinkenden Margen geprägt ist. Dank intelligenter Logistikstrukturen werden die Produkte innerhalb von 24/48h zuverlässig auch bei kurzfristigen Bedarfsänderungen, just-in-time und just-in-sequence geliefert. SOS-Lieferungen außerhalb der normalen Geschäftszeiten sind ebenfalls möglich.

E-Procurement beschleunigt die Beschaffungsprozesse

Zusätzliche Effekte ergeben sich, wenn auch der Einkauf in die Betrachtung einbezogen und in ein weitgehend automatisiertes Bestellsystem mit elektronischem Artikelkatalog, Bestell- und Belegwesen umgewandelt wird. Transpak hinterlegt dafür in seinem bedienerfreundlichen Webshop die kundenindividuellen Produkte und Konditionen. Allen Niederlassungen eines Unternehmens stehen so über entsprechende Login-Daten einheitliche Produkte und Preise zur Verfügung. Tagesaktuelle Daten, Verfügbarkeiten und die virtuelle Einkaufstour mit Warenkorb fließen über Schnittstellen, wie beispielsweise OCI für SAP, in das ERP-System des jeweiligen Kunden ein. Über eine EDI-Schnittstelle können zusätzlich auch Bestellformulare, Auftragsbestätigungen, Lieferscheine und Rechnungen mit Unterstützung von Transaktionsstandards wie EDI und XML ausgetauscht werden. Die Vorteile liegen auf der Hand: Der automatisierte Beschaffungsprozess ist zeitsparend, papierlos, transparent und reproduzierbar.

Für Unternehmen, die ständig mehrere oder sehr viele bestimmte Artikel ordern und bei denen die Abruf-, Jahres- oder auch Mindestmengen im Vorfeld festgelegt wurden, lohnt sich das eigens entwickelte, scannergestützte Bestellsystem (TP-Ban), das auch problemlos mit Smartphones funktioniert. Noch mehr Komfort bietet das auf die jeweiligen Bedürfnisse abgestimmte Vendor-Managed Inventory (VMI), mit dem der Bestand an Verpackungsmitteln mithilfe von Verbrauchswerten oder Kennzahlen selbstständig von Transpak gesteuert und Bedarfsschwankungen optimal gemanagt werden.

Zwei Drittel der Kunden nutzen die verschiedenen Logistik- und Servicedienstleistungen des Anbieters bereits, um sich auf ihr eigentliches Geschäft konzentrieren zu können. Zunehmender Beliebtheit erfreuen sich auch die Schulungen für Fach- und Führungskräfte in Lager, Einkauf, Versand und Logistik. Denn die Qualität eines Medikaments oder eines Medizinproduktes wird in allen Prozessschritten beeinflusst – beim Einkauf von Rohstoffen, Materialien und Komponenten, in der Herstellung, beim Verpacken, während des Transports und bei der Lagerung. Tim Eisert: „Es ist daher wichtig, verantwortliche Mitarbeiter zu motivieren und sie mit den nötigen Fachkenntnissen auszustatten, selbst wenn es um scheinbar triviale Themen wie C-Teile geht. Denn auch sie tragen wesentlich dazu bei, Risiken und Fehler zu reduzieren und das eigene Unternehmen wettbewerbsfähig und fit für die Zukunft zu machen.“

 

Für Sie entscheidend
Zu Transpak
Die Unternehmensgruppe mit Hauptsitz in Solms blickt auf eine 40-jährige Erfolgsgeschichte zurück, die 1975 mit dem Vertrieb von Containern für amerikanische Van Lines an Übersee-Spediteure begann. Diese Ansätze wurden später dann auf Überseespediteure und Möbelfachspeditionen ausgeweitet. Die Transpak-Gruppe hat sich inzwischen zu einem der Marktführer in Deutschland für Verpackungsmittel und Beratung im Bereich der Verpackungslogistik entwickelt. Mit seinem umfassenden Know-how, dem Aufbau der eigenen Lagerkapazitäten und des Fuhrparks sowie dem Ausbau des bundesweiten Vertriebsnetzes etablierte sich das Unternehmen schließlich als Systemanbieter für bedarfsgerechte Verpackungskonzepte in unterschiedlichen Branchen. Der von Beginn an erfolgreiche Versandhandel – die dritte Säule – wurde 1993 mit dem ersten Katalog begründet, der damals in einer Auflage von 10.000 Exemplaren erschien und nunmehr auf 400.000 Stück erweitert wurde.

Das Spektrum des Unternehmens reicht von der Entwicklung und Konstruktion spezieller Produktverpackungen über die Herstellung, Beschaffung und Entsorgung bis hin zur individuellen Verpackungsbedruckung und eigenem After-Sales-Service für Maschinen.

Über 320 Mitarbeiter an 14 Standorten in Deutschland und drei weiteren Standorten in Österreich, Schweiz und Tschechien sowie 40 eigene Lkw-Züge und mehr als 40.000 Palettenstellplätze in eigenen Lägern sorgen für Liefertreue und eine effiziente Logistik. In 2014 erwirtschaftete die Gruppe einen Gesamtumsatz von rund 95 Mio. Euro.

Über die Firma
Transpak AG
Solms
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