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Anspruchsvolle Verfahren, zuverlässig gelöst

Wichtig ist uns, auch neue Produkte mit derselben funktionalen Zuverlässigkeit und Qualität herzustellen, wie sie unsere Kunden seit jeher von uns erwarten und bekommen, sagt Haluk Cimentepe, Bereichsleiter Innovation und Industrialisierung bei Mega Airless. „Darüber hinaus müssen unsere Anlagen in höchstem Maße flexibel, die Rüstzeiten für mögliche Variantenwechsel durch smartes Engineering möglichst klein gehalten werden und der Output durch eine hohe Verfügbarkeit der Maschine zuverlässig planbar sein.“ Dies seien die wesentlichen Gründe gewesen, sich für Pfuderer zu entscheiden, berichtet Haluk Cimentepe: „Das Unternehmen liefert zuverlässige Maschinen mit einer Verfügbarkeit von 90 Prozent, die trotz der zum Teil schwierigen Montageaufgaben mit 50 beziehungsweise 60 Takten pro Minute arbeiten“, so der Bereichsleiter. Mega Airless beliefert Unternehmen in der Kosmetik- und pharmazeutischen Industrie mit Airless Dispensern: Der Druckausgleich ihrer Pumpsysteme wird mittels nachlaufendem Schleppkolben aus Kunststoff  im Produktbehälter gewährleistet. Nachdem das Produkt ausgepumpt beziehungsweise dosiert wurde, läuft der eingebaute Schleppkolben nach, um die entnommene Produktmenge auszugleichen – es gelangt also keine Luft zum Ausgleich in den Produktbehälter. Cremes, Gels, Lotionen und Pasten sind dadurch beispielsweise besser gegen Oxidation und Verunreinigungen geschützt.

Nano: der kleinste unter den Airless Spendern stellt große Anforderungen

Im März 2015 kam der bisher kleinste Dosierspender von Mega Airless auf den Markt: die Nano-Serie mit einem Füllvolumen zwischen 5 und 15 Millilitern für hochwertige Kosmetik, Testmuster, Give-aways und pharmazeutische Anwendungen. Für die Montage der filigranen Bauteile dieses Spendersystems benötigte Mega Airless die entsprechende Automation. Die Wahl fiel auf das Ludwigsburger Unternehmen Pfuderer, das mit seinen platzsparenden Ringtransfersystemen und hohem Prozess-Know-how überzeugte.

In der Zusammenarbeit mit Mega Airless hatte Pfuderer gleich mehrere Anforderungen zu erfüllen. Mega Airless vertreibt seine Dosierspender weltweit. In vielen Ländern unterliegen zum Beispiel Kosmetika ähnlich hohen Hygieneanforderungen wie Lebensmittel. „Das war kein Problem“, erklärt dazu Stefan Hofke, Projektleiter Maschinenbau bei Pfuderer. „Alle unsere Maschinen sind für den Lebensmittelbereich geeignet und können damit nahtlos in ein GMP-gerechtes Qualitätsmanagement integriert werden. Das gilt auch für die Zuführungen der Bauteile. Der Produktschutz ist bei uns gewährleistet.“ Schwieriger dagegen gestaltete sich der Spagat zwischen einer schonenden und zugleich schnellstmöglichen Zuführung der einzelnen Komponenten. „Dellen oder Kratzer darf es auf den Behältern, die wir ausliefern, nicht geben. Unsere Kunden erwarten von uns auch optisch einwandfreie Null-Fehler-Artikel“, erklärt Martin Riesle, Production Director bei Mega Airless. „Gemeinsam mit Pfuderer haben wir hierfür Lösungen gefunden. Beispielsweise Schrägzuführungen, die die Fallhöhe minimieren und entsprechende Wendelförderer, die Komponenten schonend sortieren. Und  wir produzieren trotz dieser Sonderlösungen in der vorgegebenen Kadenz.“ Pfuderer verfügt über ein eigenes Kompetenzzentrum für Zuführsysteme, die Schnittstellensicherheit garantieren und das volle Taktstärken-Potenzial der ausgelieferten Anlagen nutzen.  

Kleinste Toleranzen bei Kindersicherungen

Die größte Herausforderung in der bisherigen Zusammenarbeit stellte die automatisierte Montage einer kindergesicherten Kappe dar. Damit die Kindersicherungen die strikten Vorgaben auch in der Serienproduktion zuverlässig erfüllen, ermittelte Pfuderer die notwendigen Anzugsmomente und Aufpresskräfte bereits im Vorfeld durch Versuchsreihen und wählte das geeignete Equipment für die jeweilige Anwendung aus. Am Ende erhielt Mega Airless ein Ringtransfersystem mit 16 Stationen, in dem neben dem Aufsetzen und Zuführen der verschiedenen Bauteile, Kontrollstationen für die Aufpresskraft und mechanische Sicherheit und damit für die gewünschte Produktsicherheit sorgen. Die Spender werden der Anlage mittels Transportband zugeführt. Anschließend werden die inneren funktionalen Komponenten – nach einer vorgelagerten und kameraunterstützten Lageorientierung – aufgesetzt, drehmomentüberwacht festgeschraubt und anschließend kraftüberwacht gefügt. „Pfuderer hat diese Aufgabe zu unserer vollen Zufriedenheit gelöst“, erklärt Haluk Cimentepe. Und fügt hinzu: „Keine Frage – auch für zukünftige Projekte werden wir Pfuderer als potenziellen Partner berücksichtigen.“

Über die Firma
Pfuderer Maschinenbau GmbH
Ludwigsburg
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