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Aluminium

Permanent, attraktiv, verbraucherfreundlich

Im Vergleich zu anderen Verpackungsmaterialien zeichnet sich Aluminium durch seine exzellente Barrierefunktion aus. Bereits ab einer Dicke von sechs µm gilt Aluminium als funktionelle Barriere gegenüber Licht, Sauerstoff und Wasserstoff. Dank dieser Eigenschaften schützen Aluminiumverpackungen durch Vermeidung von Produktverderb und -verlusten mehr Ressourcen als sie selbst verbrauchen. Der Gesamtverband der Aluminiumindustrie e. V. (GDA) ist Mitglied in der Safe Food Initiative, um diese Zusammenhänge zu unterstreichen.

Der im Januar 2015 von den Fraktionen der CDU/CSU und der SPD gestellte Antrag „Gesunde Ernährung stärken – Lebensmittel wertschätzen“ enthält – dem Save Food Gedanken folgend – auch die Forderung, die Reduzierung vermeidbarer Lebensmittelabfälle konsequent voranzutreiben und dabei die gesamte Wertschöpfungskette einzubeziehen. Aluminiumverpackungen können hier dank ihrer exzellenten Schutzfunktion, ob als Monomaterial oder Teil einer Verbundverpackung, einen wertvollen Beitrag leisten.

Nachhaltigkeit als Kernaufgabe

Aluminium zeichnet sich im Hinblick auf die ökologische Nachhaltigkeit durch einige beeindruckende Alleinstellungsmerkmale aus, die bei der Materialauswahl den Ausschlag für Aluminiumverpackungen geben können. 75 Prozent des jemals produzierten Aluminiums sind immer noch in Gebrauch. Aluminium hat den höchsten Schrottwert aller Verpackungsmaterialien. Beim Recycling von Aluminium können bis zu 95 Prozent der für die Primärerzeugung notwendigen Energie eingespart und damit wertvolle Rohstoffe und Ressourcen geschont werden.

Aluminium ist ein permanenter Werkstoff im besten Sinne des Wortes, der unendlich oft rezykliert werden kann. Die werkstofflichen Recyclingquoten von Aluminiumverpackungen liegen in Europa bei 60 Prozent und in Deutschland sogar bei beeindruckenden 89 Prozent. Die europäische Metallverpackungsindustrie arbeitet bereits erfolgreich an der Implementierung der neuen Kategorie „permanent material“ neben den bereits in der Gesetzgebung existierenden Kategorien „renewable“ und „non-renewable“, um sich gegenüber anderen Materialien zu differenzieren. Das European Economic and Social Committee der EU-Kommission hat im Dezember 2014 diesen Ansatz bereits unterstützt, weil eine verantwortungsvolle Ressourcennutzung für die nachkommenden Generationen von elementarer Bedeutung ist.

Durch weitere Gewichtsreduzierungen, zum Beispiel bei Getränke- oder Aerosoldosen sowie bei Verbundverpackungen, kann im Vergleich zu schwereren Materialien noch mehr Energie während des Transports gespart werden. Gesamthaft nachhaltig ist – über die ökologischen Aspekte hinaus – jede Verpackung jedoch nur dann, wenn sie sich im Wettbewerb behauptet. Hier werden auch in Zukunft insbesondere zwei Aspekte für den Verbraucher eine große Rolle spielen: der Auftritt im Verkaufsregal und der Verbrauchernutzen.

Überzeugenden Markenauftritt flexibel realisieren

Verkaufsentscheidungen werden von den Verbrauchern in Sekundenschnelle am Point of Sale getroffen. Dabei entscheidet maßgeblich die Attraktivität der Verpackung, denn erst die Verpackung gibt dem Produkt ein Gesicht. Hier spielen optische und haptische Elemente eine entscheidende Rolle. Aluminiumverpackungen kommen aufgrund der edlen Erscheinung des Materials mit einem immanenten Premiumcharakter daher, sind vielfältig verformbar und mit modernsten, auch haptisch erfahrbaren Drucktechnologien veredelt. Sie transportieren überzeugend die Markenwelt und das Produktkonzept und sorgen beim Verbraucher für einen hohen Wiedererkennungswert und entsprechende Markenloyalität, die insbesondere bei zukünftig weiter zunehmendem Internethandel eine entscheidende Rolle spielen wird.

In der Zukunft werden sich im Zuge einer zunehmenden Individualisierung der Gesellschaft und damit verbundener kleinerer Produktionslosgrößen flexible Technologien, wie zum Beispiel der Digitaldruck, verstärkt durchsetzen. Flexible Technologien erlauben es, das Erscheinungsbild der Verpackung auf die individuellen Bedürfnisse einzelner Verbraucher zuzuschneiden. Einige Markenhersteller bieten bereits auf ihren Webseiten Design-Tools an, die diese Individualisierung ermöglichen. Und auch die neue Technologie der 3-D-Drucker könnte der Verpackungsindustrie in Zukunft ganz neue Geschäftsfelder eröffnen.

Ist die Ware erst einmal, dank ihres erfolgreichen Auftritts im Verkaufsregal, im Einkaufskorb gelandet und nach Hause befördert, spielt der durch die Verpackung generierte Verbrauchernutzen in einer alternden aber gleichzeitig technologisch hochgerüsteten Welt eine entscheidende Rolle. Hier können Aluminiumverpackungen, wie zum Beispiel Aerosoldosen und Tuben, mit ihrer Stabilität und Leichtigkeit sowie mit einfacher Handhabung und exakter Portionierbarkeit des Füllguts punkten. Und es wird mit Hochdruck an neuen Lösungen für die Zukunft gearbeitet. Die Getränkedose, die mit einer komplett aus Aluminium bestehenden Wiederverschließbarkeitsvorrichtung versehen ist, wird es in nicht allzu ferner Zukunft sicherlich geben.

Mit Blick auf den anhaltenden Trend zu Single- und Klein-Haushalten werden zukünftig verstärkt kleinere Mono- oder Verbundverpackungseinheiten mit Aluminium gefragt sein, die ausreichenden Produktschutz bieten. Kaffee und Tee werden schon heute nicht mehr kannen- sondern portionsweise in Aluminiumkapseln gekocht. Und es ist durchaus denkbar, dass sich die Erfolgsgeschichte von Nestlés Nespresso-System auch auf Kaltgetränke übertragen lässt. Unterschiedlichste Varianten von Saft, Cola oder sogar Bier aus Kapseln könnte in Zukunft den Getränkemarkt revolutionieren.

Verpackungen als intelligenter Kommunikator

Neben Ästhetik und Verbraucherfreundlichkeit ist in unsere hochtechnologisierte Welt mit mobiler Webnutzung auch ein anderer Aspekt getreten, den die Verpackung in Zukunft verstärkt leisten muss: Interaktivität. Das Einkaufen und Erleben von Marken erfolgt heute auf allen Kanälen – offline und online. Wer seine Zielgruppen erreichen will, spricht sie also am besten auf allen Kommunikationskanälen an. Neben die haptisch und optisch erfahrbare Ware tritt verstärkt die virtuelle Verfügbarkeit von Produktinformationen. Kunden können in Echtzeit direkt am Verkaufsregal Informationen und Anreize bekommen. Verpackungen generieren so einen Mehrwert für den Verbraucher. In Zeiten des mobilen Internets können sogenannte Augmented Reality Anwendungen wie QR-Codes helfen, die Vorteile des Online- und „Offline“-Handels miteinander zu verknüpfen.

Intelligente Verpackungen informieren und kommunizieren mit dem Verbraucher. Sie machen mit Radiofrequenztechnik (RFID) und Nahfeldkommunikation (NFC) über Sensoren oder sogar in Form der kostengünstigeren, gedruckten Elektronik mit flüssigen, elektronischen Funktionsmaterialien, die mit dem Smartphone gelesen werden können, Produkte nicht nur rückverfolgbar und fälschungssicher sondern bieten auch neue Marketingmöglichkeiten. All diese Features sind auch auf Aluminium- beziehungsweise aluminiumhaltigen Verpackungen realisierbar, und die Vielzahl der Möglichkeiten ist noch längst nicht ausgeschöpft.

Über die Firma
GDA Gesamtverband der Aluminiumindustrie e.V.
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