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Wellpappenindustrie muss an der Preisschraube drehen

Die Abnehmer für Wellpappe und Wellpappenverpackungen müssen sich auf Preiserhöhungen einstellen. Nach Einschätzung des Verbandes der Wellpappen-Industrie (VDW), Darmstadt, setzt ein starker Preisauftrieb bei Wellpappenrohpapier - nach VDW-Angaben mit über 50 Prozent der größte Kostenblock dieser Branche - die Wellpappenhersteller so unter Druck, dass sie nun ihrerseits die Abgabepreise für ihre Produkte anheben müssen. Der wichtigste Rohstoff für die Wellpappenindustrie, Papiersorten auf Altpapierbasis (AP-Papiere) sei zum Teil schon im April teurer geworden. Und die Papierhersteller hätten weitere Preiserhöhungen für den Juni angekündigt. Marktbeobachter führen diese Entwicklung auf die angespannte Lage am Altpapiermarkt zurück.

Lage auf dem Altpapiermarkt bleibt angespannt

So gehe ein großer Teil des heimischen Altpapiers in den Export. Zusätzlich würden neue Papier-Erzeugungskapazitäten das Altpapierangebot auf dem Markt verknappen. Wie der VDW mitteilt, fordern die Hersteller von Kraftliner, dem Wellpappenrohpapier auf Frischfaserbasis, derzeit per 1. Juni eine Preiserhöhung um 40 Euro/t. Diese 40 Euro würden auch für Halbzellstoffpapier und White Top-Kraftliner angesetzt. Die bereits auf dem Tisch liegenden Forderungen der deutschen Verpackungspapierhersteller beliefen sich ebenfalls auf diesen Betrag. Wie der VDW betont, komme die Rohstoffverteuerung für die Wellappenindustrie zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Denn die Branche sei bereits durch Kostensteigerungen bei Energie, Frachten und Forderungen aus der laufenden Lohnrunde belastet. Deshalb sei die Preiserhöhung für viele Hersteller auch die einzige Möglichkeit noch rentabel zu arbeiten.

Über die Firma
VDW Verband der Wellpappen-Industrie e.V.
Darmstadt
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