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Geschäftsjahr 2015 der Cham Paper Group mit Fortschritten und Gegenwind

  • Währungsbedingt höhere Zellstoffkosten belasten das Betriebsergebnis
  • Anspruchsvolle Verlagerung der Digital Imaging-Produktion
  • Investitionen zur Produktivitäts- und Kapazitätssteigerung umgesetzt
  • Planungsdossier für die Umgestaltung des Papieri-Areals eingereicht
  • Ausschüttung einer unveränderten Dividende von CHF 3,00 pro Aktie
Geschäftsjahr 2015 der Cham Paper Group mit Fortschritten und Gegenwind (Foto: Cham Paper Group)
Geschäftsjahr 2015 der Cham Paper Group mit Fortschritten und Gegenwind (Foto: Cham Paper Group)

Die Gruppe erzielte 2015 einen Umsatz von CHF 194,3 Mio. Das sind 10,4 Prozent weniger als 2014 (CHF 216,8 Mio.), in Lokalwährung wuchs der Umsatz um 2,4 Prozent. Das Betriebsergebnis beläuft sich auf bescheidene CHF 2,4 Mio. (Vorjahr CHF 5,9 Mio.), das Reinergebnis ist mit CHF 0,5 Mio. leicht positiv (CHF 1,8 Mio.). Damit hat sich das Ergebnis im traditionell schwächeren zweiten Halbjahr dank der reduzierten Kosten leicht verbessert.

Die Umsatz- und Gewinnentwicklung des Geschäftsbereichs Papier entspricht nicht den Möglichkeiten, die der Markt geboten hat. Die umfassenden Investitionen in die Papiermaschine 4 in Carmignano zwecks Kapazitäts- und Effizienzsteigerung konnten zwar planmäßig abgeschlossen werden. Doch die Anlaufprozesse nach den Umbauten gestalteten sich schwieriger als erwartet und das erhöhte Produktionspotenzial konnte erst mit Zeitverzug voll genutzt werden. Die Effizienzgewinne sind im Ergebnis noch nicht sichtbar aufgrund des währungsbedingt um rund 10 Prozent verteuerten Zellstoffs, der rund 50 Prozent der Herstellungskosten ausmacht. Die anspruchsvolle Verlagerung der Streichaktivitäten zur Herstellung der komplexen Digital-Imaging-Produkte nach Italien wurde unterschätzt, der Kosten- und Zeitplan konnte nicht eingehalten werden und belastete die Profitabilität.

Die Nachfrage nach den Spezialpapieren der Cham Paper Group war hingegen in allen Segmenten zufriedenstellend bis gut. Die drei Geschäftsbereiche Consumer Goods, Industrial Release und Digital Imaging sind strategisch gut positioniert und ihre Produkte geschätzt im Markt. Die verkauften Tonnagen stiegen trotz der erwähnten Einschränkungen um 2,3 Prozent, der Nettoumsatz des Papierbereichs erreichte CHF 193,4 Mio. Der erzielte Bruttogewinn reduzierte sich insbesondere infolge der um rund CHF 9 Mio. höheren Zellstoffkosten von CHF 28 Mio. auf CHF 18,4 Mio. Dank der reduzierten Kostenbasis wurde ein knapp positives Betriebsergebnis (EBIT) vor Restrukturierung von CHF 0,7 Mio. (Vorjahr CHF 8,6) erzielt, nach Restrukturierung von CHF 2,5 Mio. (CHF 5,6 Mio.).

Geschäftsbereich Immobilien entwickelt sich nach Plan

Die Entwicklung des Papieri-Areals ist im Geschäftsjahr 2015 erneut einen großen Schritt vorangegangen: Die Einwohnergemeinde Cham hat das gemeinsam mit der Cham Paper Group erarbeitete Planungsdossier zur Vorprüfung an die zuständigen kantonalen Ämter eingereicht. Es ist das Ziel, im Herbst 2016 die Urnenabstimmung über den Bebauungsplan und den Umweltverträglichkeitsbericht durchzuführen. Parallel zum Bebauungsplanungsprozess wurde ein mögliches Etappierungskonzept erarbeitet.

Innerhalb der auf dem Fabrikareal frei gewordenen Flächen finden bereits heute etliche Zwischennutzungen durch über 50 verschiedene Mietparteien statt. Auch wurden bereits erste Verträge für neue Dauermieter im gewerblichen Bereich unterzeichnet. Die entsprechenden Bauarbeiten wurden eingeleitet und der Geschäftsbereich Immobilien erzielte 2015 einen Umsatz mit Dritten in Höhe von CHF 0,8 Mio. (Vorjahr CHF 0,7 Mio.) und ein Betriebsergebnis (EBIT) von CHF 0,2 Mio. (CHF 0,2 Mio.). Die Entwicklungsaufwendungen für das Papieri-Projekt wurden aktiviert.

Starke Bilanz und gleichbleibende Dividende

Trotz Dividendenausschüttung, der Aufhebung des EUR/CHF-Mindestkurses und der damit verbundenen Tieferbewertung der italienischen Anlagewerte in CHF verfügt die Cham Paper Group weiterhin über eine starke Bilanz. Die Eigenkapitalquote betrug zum Ende des Berichtsjahres 50,6 Prozent (Vorjahr 52,8 Prozent). Die Gruppe ist fast schuldenfrei und verfügt über Barmittel in Höhe von CHF 41,4 Mio. Das Areal in Cham wird nach wie vor zu Anschaffungswerten bewertet. Der Verwaltungsrat schlägt der Generalversammlung die Ausschüttung einer für Schweizer Privatanleger verrechnungssteuerfreien Dividende von CHF 3,00 pro Aktie (Vorjahr CHF 3,00) vor.

Neue Delegierte des Verwaltungsrates 

Im Verwaltungsrat der Cham Paper Group wird eine Stabübergabe vorbereitet: Susanne Oste, bisherige Head of International Sales bei Ziegler Papier, wird anlässlich der Generalversammlung vom 4. Mai 2016 zur Wahl in den Verwaltungsrat vorgeschlagen. Sie soll als Delegierte des Verwaltungsrates Urs Ziegler ablösen, der sich weiterhin als Mitglied dem Verwaltungsrat zur Verfügung stellt. Susanne Oste wird bereits seit Januar 2016 von Urs Ziegler in ihre Aufgaben eingeführt. Nicht mehr zur Wiederwahl antreten wird Peter Schmid. Das Gremium dankt Herrn Schmid bereits heute für seinen großen Einsatz seit 2011.

Vorsichtig positiver Ausblick

Der Verwaltungsrat und die Geschäftsleitung sind der Ansicht, dass die Gruppe gut für die Zukunft positioniert ist. Der Geschäftsbereich Papier deckt in allen drei Tätigkeitsfeldern interessante und wachsende Märkte ab. Die modernisierten Werke produzieren effizienter als je zuvor und haben zusätzliche Kapazität aufgebaut. Der langjährige, anspruchsvolle Transformationsprozess kommt damit zum Abschluss. Unter Annahme einer Stabilisierung der Rohstoffkosten rechnen wir für 2016 mit einer klaren Verbesserung des Betriebsergebnisses im Rahmen des 2014 erreichten EBITs. Der Geschäftsbereich Immobilien wird sich über die nächste Dekade zu einem starken zweiten Standbein der Gruppe entwickeln.

Über die Firma
Cham Paper Group AG
Cham
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