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Bosch Packaging Technology wächst zweistellig

  • Umsatz steigt 2015 um 10,2 Prozent auf 1,3 Mrd. Euro
  • Auftragseingang liegt 14,5 Prozent über Vorjahresniveau
  • Vorstand erwartet moderates Wachstum für das Geschäftsjahr 2016
  • Komplett- und Industrie 4.0-Lösungen bilden strategische Wachstumsfelder
Friedbert Klefenz, Vorsitzender des Bereichsvorstands von Bosch Packaging Technology (Foto: Bosch)
Friedbert Klefenz, Vorsitzender des Bereichsvorstands von Bosch Packaging Technology (Foto: Bosch)

An weltweit über 30 Standorten arbeiteten zum Jahreswechsel rund 6 200 Mitarbeiter. „Wir sind zufrieden mit dem zweistelligen Umsatzsprung, besonders im Vergleich zur moderaten Entwicklung der Branche insgesamt. Es ist uns 2015 wieder gelungen Marktanteile zu gewinnen“, bilanziert Friedbert Klefenz, Vorsitzender des Bereichsvorstands von Bosch Packaging Technology. Für das Geschäftsjahr 2016 erwartet Klefenz ein moderates Wachstum.

Stärkster Zuwachs in der Region Asien-Pazifik

Der Umsatz in Europa war 2015 leicht rückläufig und betrug 37 Prozent des Gesamtumsatzes. In Nordamerika wuchs der Umsatz um fast 18 Prozent, was angesichts eines insgesamt stagnierenden Maschinenbau-Marktes bemerkenswert ist. Insgesamt trägt Nordamerika nun 27 Prozent zum Gesamtumsatz bei. In Lateinamerika betrug das Umsatzwachstum knapp 25 Prozent. Das größte Wachstum auf Kontinentalebene erzielte Bosch mit etwas über 27 Prozent in den Regionen Asien-Pazifik und Afrika. Insgesamt erwirtschaftete Bosch Packaging Technology 2015 rund 90 Prozent des Umsatzes außerhalb Deutschlands. Die Bedeutung der aufstrebenden Märkte nimmt dabei weiter zu.

Akquisition von drei Unternehmen im Nahrungsmittelbereich

Teil der Wachstumsstrategie von Bosch Packaging Technology ist es, sich durch gezielte Zukäufe zu verstärken. Neben der Gründung eines Joint Ventures mit dem indischen Unternehmen Klenzaids (Fokus auf Pharmasektor) akquirierte der Sondermaschinenbauer im vergangenen Jahr drei weitere Unternehmen im Nahrungsmittelbereich: Ende Mai die Osgood Industries Inc. in Oldsmar, Florida, und im Dezember die beiden Schwesterunternehmen Kliklok-Woodman Corporation mit Sitz in Decatur im US-Bundesstaat Georgia und Kliklok International Ltd. mit Sitz im englischen Bristol. Bosch baut so seine Position in der Pharma-, Nahrungsmittel- und Süßwarenindustrie weiter aus und stärkt vor allem die Kompetenz als Komplettlösungsanbieter. Die unterjährig übernommenen Unternehmen wurden in der Bilanz 2015 nicht konsolidiert.

Moderates Wachstum für 2016 erwartet

Aufgrund eines in Summe eher verhaltenen Jahresstarts 2016 einerseits und eines hohen Auftragsvolumens aus dem Jahr 2015 andererseits rechnet der Vorsitzende des Bereichsvorstands für das laufende Geschäftsjahr insgesamt mit einem moderaten Wachstum im mittleren einstelligen Bereich. Als Wachstumstreiber sieht Bosch Packaging Technology den weiteren Ausbau seiner Linien- und Systemkompetenz und die Entwicklung von Lösungen für die vernetzte Produktion der Zukunft.

Komplettlösungen aus einer Hand

Ein wichtiges Zukunftsthema bleibt für Bosch Packaging Technology die Linien- und Systemkompetenz. Bosch versteht sich dabei nicht nur als Anbieter der gesamten Produktionslinie von der Prozesstechnik bis zum fertig verpackten Produkt inklusive Dienstleistungen, sondern denkt diesen Ansatz noch einen Schritt weiter: Das Unternehmen sieht vor allem außerhalb Europas großes Potenzial bei sogenannten Turn-key-Projekten. Das sind Komplettlösungen aus einer Hand, das heißt von der Planung der Abläufe für Material und Personen, der Gebäudetechnik und den Reinräumen bis hin zu den eigentlichen Produktionsanlagen. Erfolgreiche Projekte wurden bereits mit Kunden aus der Pharma-Industrie in Lateinamerika, dem Mittleren Osten und Russland umgesetzt.

Industrie 4.0: Know-how der Bosch-Gruppe auf Zielindustrien anwenden

Ein weiterer Wachstumstreiber ist Industrie 4.0: Die moderne Fabrik ist intelligent und vernetzt und verknüpft klassischen Maschinenbau mit Sensoren, Software und Services. Bosch Packaging Technology arbeitet gemeinsam mit Kunden in Pilotprojekten, um bedarfsorientierte Lösungen zu entwickeln. Dabei kann das Unternehmen auf langjährige Erfahrungen der Bosch-Gruppe zurückgreifen. „Wann immer es um Vernetzung geht, profitieren wir von der Kompetenz der Bosch-Gruppe als Leitanwender und Leitanbieter in diesem Bereich. Wir starten 2016 eine ganze Reihe von Pilotprojekten, um bei Bosch vorhandene Softwarelösungen auf die Bedürfnisse unserer Zielindustrien Pharma und Nahrungsmittel anzuwenden“, sagt Klefenz. Ein Beispiel, das bereits bei Kunden aus aller Welt eingesetzt wird, ist die Track-and-trace-Software von Bosch.

2015 hat Bosch Packaging Technology unter anderem mit Hikma Pharmaceuticals in Jordanien und Saudi-Arabien Track-and-trace-Projekte zur Nachverfolgung von Pharmazeutika umgesetzt. Das Unternehmen bedruckt und prüft mit Bosch-Technik bis zu 400 Faltschachteln in der Minute. Möglich sind Seriennummern, 1D- und 2D-Codes, Chargen-Daten und das Verfallsdatum. Die neue Software von Bosch stellt sicher, dass Software und Maschinen innerhalb des Prozesses zuverlässig miteinander verbunden sind. Die verschiedenen Verpackungslinien lassen sich nun von einem zentralen Büro aus überwachen. Dank der Lösung ist Hikma auch in der Lage, die Daten in eine externe Datenbank – beispielsweise einer Regulierungsbehörde – zu exportieren. Weitere Kunden in den USA, Großbritannien und Österreich rüsten im Jahr 2016 ihre Produktion mit Track-and-trace-Systemen von Bosch aus.

Über die Firma
Syntegon Technology GmbH
Waiblingen
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