Startseite News KBA hebt Umsatz- und Ergebnisprognose für 2016 an

Geschäftsbericht

KBA hebt Umsatz- und Ergebnisprognose für 2016 an

Gute Geschäftszahlen und eine für den Druckmaschinenbauer sehr erfolgreiche drupa-Messe in Düsseldorf prägten das zweite Quartal 2016 bei Koenig & Bauer (Foto: KBA)
Gute Geschäftszahlen und eine für den Druckmaschinenbauer sehr erfolgreiche drupa-Messe in Düsseldorf prägten das zweite Quartal 2016 bei Koenig & Bauer (Foto: KBA)

In den ersten sechs Monaten waren die Neubestellungen auf Konzernebene mit 618,8 Mio. Euro um 1,9 Prozent höher als im starken Vorjahr. Im gleichen Zeitraum stieg der Umsatz im Vergleich zu 2015 um 29,7 Prozent auf 553,9 Mio. Euro und der Auftragsbestand um 7 Prozent auf 639,8 Mio. Euro. Dazu Vorstandsvorsitzender Claus Bolza-Schünemann: „Dies ist ein gutes Polster für die zweite Jahreshälfte und gibt uns ausreichend Sicherheit, trotz der bestehenden konjunkturellen und politischen Turbulenzen unsere Geschäftsziele für 2016 zu erhöhen. Wir erwarten nunmehr eine EBT-Rendite von rund 4 Prozent bei einem Konzernumsatz zwischen 1,1 und 1,2 Mrd. Euro.“

Bei Umsatz und Ergebnis auf gutem Kurs

Der Mehrumsatz von fast 30 Prozent gegenüber 2015, die gute Auslastung der Werke und Kosteneinsparungen aus dem zu Jahresbeginn abgeschlossenen Restrukturierungsprogramm wirkten sich trotz hoher Messe- und Entwicklungskosten positiv auf die Ertragslage nach sechs Monaten aus. Dem erzielten EBIT von +20,7 Mio. Euro in der aktuellen Berichtsperiode stand im Vorjahr noch ein Verlust von -8,3 Mio. Euro gegenüber. Bei einem leicht negativen Zinsergebnis von -2,9 Mio. Euro wird ein Vorsteuerergebnis (EBT) von +17,8 Mio. Euro ausgewiesen. Das Konzernergebnis nach Steuern erreicht +17,2 Mio. Euro (2015: -9,3 Mio. Euro), was einem Ergebnis je Aktie von 1,05 Euro (2015: -0,55 Euro) entspricht.

Weiterhin gute Nettoliquidität

Höhere Vorräte für die Umsatzrealisierung in der zweiten Jahreshälfte und lieferbedingt gestiegene Forderungen belasteten den Nettozufluss liquider Mittel. Dennoch war der Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit dank des guten Ergebnisses mit -10,6 Mio. Euro deutlich besser als im Vorjahr (2015: –28,9 Mio. Euro). Der freie Cashflow erreichte -14,4 Mio. Euro gegenüber -25,2 Mio. Euro vor zwölf Monaten. Ende Juni 2016 standen 168,7 Mio. Euro an liquiden Mitteln zur Verfügung. Nach Abzug der Bankverbindlichkeiten belief sich die Nettoliquidität auf 154,5 Mio. Euro. Der von 2,4 auf 1,6 Prozent gesenkte Abzinsungssatz für inländische Pensionen führte trotz des Konzerngewinns zu einer etwas niedrigeren Eigenkapitalquote von 25,5 Prozent (Ende 2015: 26,5 Prozent).

Wachstum in allen drei Segmenten

Die starke Marktstellung im Faltschachteldruck unterstrich KBA-Sheetfed mit der größten Bogenoffsetanlage der diesjährigen drupa (Foto) und der Präsentation einer zusammen mit der amerikanischen Xerox Corporation für dieses Segment entwickelten digitalen Bogenmaschine, die 2017 marktreif sein soll (Foto: KBA)
Die starke Marktstellung im Faltschachteldruck unterstrich KBA-Sheetfed mit der größten Bogenoffsetanlage der diesjährigen drupa (Foto) und der Präsentation einer zusammen mit der amerikanischen Xerox Corporation für dieses Segment entwickelten digitalen Bogenmaschine, die 2017 marktreif sein soll (Foto: KBA)

Im größten Segment Sheetfed brachte die drupa-Messe für KBA Aufträge in dreistelliger Millionenhöhe. Rund ein Drittel dieser Bestellungen wirkte bereits im zweiten Quartal, die restlichen werden im weiteren Jahresverlauf eingebucht. Mit 290,8 Mio. Euro erreichte der Auftragseingang bei unverändert guten Margen den geplanten Wert, angesichts der schwächeren Konjunktur in einigen Kernmärkten aber nicht die hohe Vorjahreszahl von 368,1 Mio. Euro. Der Umsatz legte im Vergleich zum Vorjahr um 22,1 Prozent auf 291,7 Mio. Euro zu. Ende Juni standen Aufträge im Wert von 281,9 Mio. Euro in den Büchern. Obwohl bereits sämtliche drupa-Kosten und die Entwicklungsaufwendungen für eine neue digitale Bogendruckmaschine kostenseitig erfasst sind, stieg der Segmentgewinn auf 8,6 Mio. Euro (2015: 3,8 Mio. Euro).

Im Segment Digital & Web lag der Auftragseingang mit 66,0 Mio. Euro auf Vorjahreshöhe. Der Umsatz stieg um über 75 Prozent auf 64,5 Mio. Euro, wobei Digitaldruckanlagen für den Dekor- und Wellpappenmarkt einen bedeutenden Anteil hatten. Der Auftragsbestand blieb mit 71,8 Mio. Euro auf einem guten Niveau. Obwohl Entwicklungsaufwendungen für den Wachstumsmarkt Digitaldruck das Ergebnis belastet haben, konnte der Segmentverlust über die gesamte Berichtsperiode durch ein positives Ergebnis im zweiten Quartal weiter auf -0,9 Mio. Euro reduziert werden (2015: -8,9 Mio. Euro). Damit ist auch dieses neu ausgerichtete Segment dem Jahresziel schwarzer Zahlen wieder nähergekommen.

Die erfreulich gestiegene Nachfrage im Wertpapier-, Blech-, Kennzeichnungs-, flexiblen Verpackungs- und Glasdirektdruck ließ im Segment Special den Auftragseingang gegenüber 2015 um 47,7 Prozent auf 294,0 Mio. Euro ansteigen. Darüber hinaus wurde im Vergleich zum Vorjahr ein klarer Umsatzanstieg von 37,7 Prozent auf 233,9 Mio. Euro erzielt. Der Auftragsbestand zur Jahresmitte war mit 310,2 Mio. Euro um 38,2 Prozent höher als vor zwölf Monaten. Der höhere Umsatz und der Nachholeffekt aus einem nunmehr abgeschlossenen, größeren Wertpapierprojekt führten im zweiten Quartal zu einem Segmentgewinn von 20,1 Mio. Euro. Für die ersten sechs Monate beträgt das Segment-EBIT 20,3 Mio. Euro (2015: 3,6 Mio. Euro).

86,1 Prozent Exportquote und weniger Beschäftigte

Die Exportquote im Konzern stieg im Vergleich zum Vorjahr von 84,9 Prozent auf 86,1 Prozent. Ins europäische Ausland gingen 28,4 Prozent, nach Nordamerika 14,1 Prozent, in die Region Asien/Pazifik 30,4 Prozent und nach Lateinamerika und Afrika 13,2 Prozent der Lieferungen.

Ende Juni 2016 waren in der KBA-Gruppe 5.201 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tätig, 65 weniger als im Vorjahr. Ohne Auszubildende, Praktikanten, freigestellte Mitarbeiter und solche in Altersteilzeit sank die Belegschaft auf 4.719.

Anhebung der Umsatz- und Gewinnziele für 2016

Auch die KBA-Gruppe ist mit ungünstigeren weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen konfrontiert. Die positive Book-to-Bill-Ratio bei einem gegenüber 2015 in den ersten sechs Monaten um fast 30 Prozent höheren Konzernumsatz, der hohe Auftragsbestand, viele aussichtsreiche Kundenprojekte und das wachsende Servicegeschäft haben den Vorstand dennoch dazu veranlasst, die Umsatz- und Ergebnisziele für 2016 anzuheben.

Das im Verpackungsdruck hervorragend positionierte Segment Sheetfed ist bei der Umsatz- und Ergebnisentwicklung auf Kurs und mit dem vorhandenen Auftragsvolumen bereits über den Jahreswechsel hinaus ausgelastet. Im Segment Digital & Web visiert das Management bis zum Geschäftsjahresende schwarze Zahlen an. Im Segment Special erwartet KBA 2016 ein deutliches Wachstum mit einer signifikanten Ergebnisverbesserung. Das Wertpapiergeschäft hat den Auftragseingang gegenüber 2015 nahezu verdoppelt. Die Bestellungen aus den Druckmärkten für flexible Verpackungen und Glaskörper sind ebenfalls zweistellig gestiegen.

Vor diesem Hintergrund und angesichts der positiven Umsatz- und Ergebnisentwicklung im ersten Halbjahr will der Vorstand den Konzernumsatz über die ursprüngliche Prognose hinaus auf einen Wert zwischen 1,1 und 1,2 Mrd. Euro steigern und eine ebenfalls höhere EBT-Rendite von rund 4 Prozent erreichen.

Über die Firma
Koenig & Bauer AG (KBA)
Würzburg
Newsletter

Das Neueste von
neue verpackung direkt in Ihren Posteingang!