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Im Jubiläumsjahr veranstaltete Illig, Systemanbieter für Thermoformung, seine bereits 15. Hausmesse. Am 22. und 23. Juni kamen nahezu 250 Teilnehmer aus Europa und sogar aus Südamerika und Indien zum Firmenstammsitz in Heilbronn. Das Programm aus Vorträgen und Live-Vorführungen an den Maschinen spannte den Bogen von der Verpackungsentwicklung über die Verpackungsdekoration mit der Technologie des In-Mould-Labelling im Thermoformen (IML-T), hin zu Leichtbauwerkzeugen bis zur Endverpackung.

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Foto: Illig

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Geschäftsführer Karl Schäuble verkündete anlässlich der Hausmesse den höchsten Auftragseingang der Unternehmensgeschichte. Er führe dies vor allem auf die in den letzten drei Jahren vorgestellten Neuentwicklungen zurück. „Diese haben außergewöhnlich gute Resonanz bei den langjährigen Kunden gefunden, insbesondere die IML-Technologie“, so Schäuble. Erklärtes Ziel sei es, Marktanteile der IML-Spritzguss-Technologie zurückzugewinnen. Der erfolgreichen Einführung der Thermoform-IML-Technik stand vor einigen Jahren der hohe Labelpreis als bremsender Faktor entgegen. Das hat sich inzwischen geändert. Mittlerweile seien die Produktionskosten im Thermoformen sogar rund 15 Prozent niedriger als beim Spritzguss. Nun kann die Thermoform-IML-Technik ihre Vorteile, wie  geringere Investitions- und Instandhaltungskosten bei den Werkzeugen, geringeres Formteilgewicht, niedrigerer Energiebedarf sowie  höherer Ausstoß und hohe Flexibilität verbunden mit kurzen Produktwechselzeiten, ausspielen. 

Auch die gute wirtschaftliche Entwicklung der außereuropäischen Märkte habe zu dem hohen Auftragseingang beigetragen. Schäuble sieht in den kommenden Jahren weitere Entwicklungsschwerpunkte im Ausbau der Automatisierung sowie dem hygienischen Produzieren: „Wir gehen davon aus, dass auch in Zukunft bei hohen Losgrößen und ausgeprägter Automatisierung die Steigerung der Taktzahl bei Illig-Linien von großer Bedeutung ist. Hierzu werden wir die Geschwindigkeiten im Thermoform- und Stanzprozess weiter steigern, da sich die Qualität und Reproduzierbarkeit der Formteile dadurch weiter verbessern lässt.“

Besondere Aufmerksamkeit bei den Praxisvorführungen fand das IML-T auf der Produktionslinie RDM 70K mit der speziell konzipierten IML-Einheit RDML 70b: Hier entstanden mit einem 18-fach-Werkzeug stündlich 17.280 Rechteck-Becher aus Polypropylen – direkt beim Formen auf allen vier Seitenwänden und auf dem Becherboden in brillanter Fotoqualität dekoriert.

Karl Schäuble (links) und 
Dr. Heinrich Sielemann gestalten seit dem 1. Oktober 2015 gemeinsam als Geschäftsführer die Zukunft des Familienunternehmens Illig. (Foto: Illig)

Karl Schäuble (links) und Dr. Heinrich Sielemann gestalten seit dem 1. Oktober 2015 gemeinsam als Geschäftsführer die Zukunft des Familienunternehmens Illig. (Foto: Illig)

Eine Neuvorstellung war der Vakuumformautomat RV 74d mit im Vergleich zur Vorgängerversion höherer Leistung. Illig hat hierzu die Formfläche vergrößert, den Formdruck um 50 Prozent von 2 auf 3 bar erhöht und die maximale Taktzahl auf 40 pro Minute gesteigert. Kontrollierte Überschneidungen der Maschinenabläufe und optimierte Heizeinstellungen verbessern weiterhin die Formteilqualität. Bei der praktischen Vorführung fertigte die RV 74d mit einem Sechsfach-Werkzeug Menüschalen aus Polystyrol. Besondere Leistungsmerkmale des Vakuumformers sind seine hohe Flexibilität, die kostengünstig im Selbstbau realisierbaren Werkzeuge über das mitgelieferte Werkzeugbauhandbuch und die konstante Maschinenverfügbarkeit.

Gleiches gilt für die Druckluftformautomaten der Baureihen RDK, RDKP und RDM-K. So bieten die Bechermaschinen der RDM-K-Baureihe hinsichtlich Reproduzierbarkeit des Thermoformprozesses und dessen Regelung Lösungen, wie sie Illig derzeit als einziger Thermoformmaschinenhersteller realisieren kann. Mit der neuen RDM 76K (Formfläche von 760 mm x 530 mm) lassen sich in Verbindung mit Leichtbauwerkzeugen höchste Ausbringungen bei zugleich erhöhter Standzeit der Stanzwerkzeuge erzielen. So produzierte die auf der Hausmesse vorgeführte Maschine mit einem 60-fach-Werkzeug 126.000 Siegelrandbecher aus PP in der Stunde.

PS Becher mit beschichtetem Papier Label. (Foto: Illig)

PS Becher mit beschichtetem Papier Label. (Foto: Illig)

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Über Illig
Illig  ist ein weltweit führender Anbieter von Hochleistungsanlagen und Werkzeugen zum Thermoformen von Kunststoffen und von Lösungen für die Verpackungsindustrie. Das Leistungsspektrum umfasst Entwicklung, Konstruktion, Fertigung, Montage und Inbetriebnahme komplexer Fertigungslinien und Einzelkomponenten. Mit eigenen Niederlassungen und Vertretungen in über 80 Ländern ist Illig auf allen Märkten rund um den Erdball vor Ort präsent. Seit 70 Jahren unterstützt das inhabergeführte Unternehmen seine Kunden weltweit als verlässlicher Partner, anspruchsvolle und hochpräzise Formteile aus thermoplastischen Kunststoffen wirtschaftlich herzustellen – mit innovativer Technologie höchster Qualität und umfassendem globalen Service.

Unternehmen

ILLIG Maschinenbau GmbH & Co.KG

Robert-Bosch-Straße 10
74081 Heilbronn
Deutschland

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