Packmittelproduktion

Modularität spielt beim Umbau alle Trümpfe aus

Die stetig wachsende Nachfrage nach smarten Verpackungslösungen stellt deren Entwicklung und Herstellung immer wieder vor neue Aufgaben. Die Kunden fordern Flexibilität bei kürzesten Lieferzeiten, höchste Qualität und reduzierte Durchlaufzeiten werden als selbstverständlich vorausgesetzt. Bis vor einem Jahr produzierte die B. Heer AG sämtliche Verpackungen an den Standorten Matzingen, St.Gallen, Buchs und Losone. Um die Betriebsabläufe zu optimieren und zusätzliche räumliche Kapazitäten zu schaffen, wurde der Geschäftsbereich Wellpappe- und Schaumstoffverpackungen an einem zusätzlichen Standort in Felben-Wellhausen zusammengefasst. Seit September 2015 stellen hier 22 Mitarbeiter auf 4.500 m2 ausschließlich Transportverpackungen aus Schaumstoff und Wellpappe her. Mit dem Umzug wechselten auch zwei Zünd Cutter G3 XL-3200 ihren Produktionsstandort. Für die Verarbeitung von Wellpappe setzt Heer seit 2009 auf den hochleistungsfähigen G3 Cutter. Des Weiteren verarbeitet Heer seit 2014 sämtliche Schaumstoffe auf einem G3 XL-3200 mit einer Balkendurchlasshöhe von 120 mm.

Modulare Zünd Cutter, jederzeit neu konfigurierbar

Im Zuge der Zusammenlegung wurden die beiden Produktionslinien neu konfiguriert und weiter automatisiert: Der G3 XL-3200 für Wellpappe wurde mit einem Board Handling System BHS aufgerüstet, welches das Materialhandling vollständig automatisiert. Die Tischverlängerungen wurden mit wenigen Handgriffen ab- und am zweiten G3 XL-3200 wieder angebaut. Sie erlauben den unterbrechungsfreien Betrieb, während das Material manuell zugeführt wird. Beim Umbau zeigten sich die Vorzüge der modularen Bauweise der Zünd Cutter; Materialhandlingsysteme wie das BHS lassen sich jederzeit problemlos an bestehende Cutter anbauen.

Kürzeste Produktions- und Lieferzeiten sind entscheidend bei Transportverpackungen. Mit den Zünd G3 Cuttern ist Heer extrem flexibel in Planung und Produktion. (Foto: Zünd)
Kürzeste Produktions- und Lieferzeiten sind entscheidend bei Transportverpackungen. Mit den Zünd G3 Cuttern ist Heer extrem flexibel in Planung und Produktion. (Foto: Zünd)

BHS – höchste Automatisierung für maximale Produktivität

Mit dem BHS setzt Heer seit einem halben Jahr auf die höchste Automatisierungsstufe für den Zuschnitt von Wellpappe. Das Materialhandlingsystem automatisiert das Be- und Entladen des Zünd Cutters und reduziert den Personalaufwand auf ein Minimum. Das Höchstmaß an Automatisierung ermöglicht eine komplett selbstständige und unbeaufsichtigte Produktion, auch über Nacht. Ist ein Bedienereingriff erforderlich, wird vom Zünd Cut Center automatisch eine E-Mail verschickt. Eine erste Zwischenbilanz fällt überaus positiv aus. Joachim Basler, Geschäftsleiter Bereich Wellpappe- und Systemverpackungen: „Seit wir das Board Handling System einsetzen, haben wir die Auftragsmenge um über 10 Prozent gesteigert.

Dieses eindrückliche Plus ist nicht zuletzt auf die Möglichkeit zurückzuführen, dass wir den G3 Cutter mit BHS auch unbeaufsichtigt über Nacht laufen lassen können. Dank solcher Nachtläufe konnten wir unsere Wettbewerbsfähigkeit gegenüber dem internationalen Mitbewerb nachhaltig verbessern. Darüber hinaus brauchen wir auch den Kostenvergleich mit Stanzmaschinen nicht mehr zu scheuen.“

Die Lösung für den wirtschaftlichen Zuschnitt von Schaumstoffen

Mit dem G3 mit einer Balkendurchlasshöhe von 120 mm setzt Heer auf einen Cutter, der perfekt auf die Anforderungen für einen wirtschaftlichen Zuschnitt von Schaumstoffeinlagen zugeschnitten ist. Gerade Schaumstoffeinlagen für Transportverpackungen sind häufig bis zu 110 mm dick. „Früher mussten wir jeweils mehrere Schichten einzeln zuschneiden und anschließend zusammenfügen“, erklärt Joachim Basler. „Die größere Durchlasshöhe von 120 mm verschafft uns enorme Produktionsvorteile. Heute schneiden wir bis zu 110 mm dicke Schaumstoffeinlagen in einem Arbeitsdurchgang und sind dadurch mindestens doppelt so schnell. Das wiederum ermöglicht es uns, unsere Produktion deutlich flexibler zu gestalten.“

Vorteil flexible Produktion

„Mit den Zünd Cuttern sind wir extrem flexibel in Planung und Produktion. Zudem sind kürzeste Produktions- und Lieferzeiten das A und O bei Transportverpackungen.“

 Joachim Basler, Geschäftsleiter Bereich Wellpappe- und Systemverpackungen. (Foto: Zünd)
„Mit den Zünd Cuttern sind wir extrem flexibel in Planung und Produktion. Zudem sind kürzeste Produktions- und Lieferzeiten das A und O bei Transportverpackungen.“ Joachim Basler, Geschäftsleiter Bereich Wellpappe- und Systemverpackungen. (Foto: Zünd)

Es zähle meistens der Preis, doch der Schnelle fresse den Langsamen, betont Basler im Gespräch: „Mit den Zünd Cuttern sind wir extrem flexibel in Planung und Produktion. Zudem sind kürzeste Produktions- und Lieferzeiten das A und O bei Transportverpackungen. Während andere noch in der Prototypen-Phase stecken, haben wir bereits geliefert. Hinzu kommt, dass wir im Umgang mit Wellpappe und Schaumstoff über die Jahre ein enormes Fachwissen aufgebaut haben.“ Der Verpacker steht naturgemäß am Ende der Produktionskette. Entsprechend hoch ist der Termindruck. Hier ist höchste Flexibilität gefragt. „Unsere außerordentliche Flexibilität erlaubt es uns, mit dem Zünd Cutter in kürzester Zeit einen Prototypen herzustellen. Ist der Kunde zufrieden damit, können wir nahtlos in die Null-Serie gehen.“ Damit treiben auch kurzfristige Kundenwünsche bei Joachim Basler und seinem Team keine Schweißperlen mehr auf die Stirn. Heute ist Heer in der Lage, innerhalb von 12 bis 24 Stunden zu liefern.

Die Ansteuerung der beiden Zünd G3 Cutter übernimmt bei Heer das Zünd Cut Center – ZCC. Die Software ist sehr intuitiv aufgebaut und ausgesprochen bedienerfreundlich. Dadurch ist der Schulungsaufwand sehr gering. „Von unserem achtköpfigen Produktionsteam ist jeder in der Lage, den Cutter zu bedienen. Das ZCC bietet uns mit seiner einfachen Bedienung und der kurzen Einschulungszeit jene Flexibilität in der Personalplanung, die wir in unserer Produktion benötigen.“

Die eigene Wertschöpfungskette ausbauen

„Es war unser erklärtes Ziel, die eigene Wertschöpfungskette weiter auszubauen und so mehr Aufträge komplett inhouse zu fertigen. Im Bereich Handelswaren kauften wir bisher große Mengen an fertig zugeschnittenem Schaumstoff und Wellpappe zu. Hier wollten wir zusätzliche, wirtschaftlich sinnvolle Kapazitäten schaffen. Und wir haben festgestellt, dass wir mit dem Zünd G3 Cutter – sofern man es richtig macht – durchaus mit den Stanz-Preisen mithalten können.“ Ein weiterer Punkt, der im Vergleich zum Stanzen klar für den Cutter spricht, ist die Möglichkeit, verschiedene Aufträge materialsparend zu verschachteln. „Während Sie mit einem Stanzwerkzeug nur den entsprechenden Artikel für den einen Kunden stanzen, ordnen Sie für den Cutter verschiedene Jobs so an, dass möglichst wenig Ausschuss anfällt. Diesem Punkt schenken wir bereits in der Konstruktion größte Beachtung.“ Durch die höhere Wertschöpfung im eigenen Haus wurden laut Basler im Bereich Schaumstoff bereits Kosten von über 10 Prozent eingespart.

 

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Über Zünd Systemtechnik AG
Die Zünd Systemtechnik AG, ein global tätiges Schweizer Familienunternehmen, ist Spezialist für digitale Schneidsysteme. Seit 1984 konstruiert, produziert und vermarktet Zünd modulare Cuttersysteme und zählt weltweit zu den führenden Herstellern. Die Kunden sind gewerbliche Dienstleister und Industrieunternehmen aus der grafischen Branche, der Verpackungsindustrie, der Bekleidungs- und Lederbranche sowie aus dem Textil- und Compositemarkt. Am Hauptsitz in Altstätten befinden sich die Forschung & Entwicklung, das Marketing und die Produktion des Unternehmens. Nebst den eigenen Verkaufs- und Serviceorganisationen in den USA, Hongkong, Bangkok, Indien, den Niederlanden und Italien arbeitet das Unternehmen weltweit mit unabhängigen und langjährigen Vertriebspartnern zusammen.

Über die Firma
Zünd Systemtechnik AG
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