Studie zu Metallverpackungen

Metallverpackungsindustrie verbessert Ökobilanz

Verbraucher können Lebensmitteldosen
sehr lange und energiefrei lagern. Nach
ihrer Verwendung im Haushalt gelangen
die Dosen über den gelben Sack oder die
Wertstofftonne in die Sortieranlagen. (Foto: Verband Metallverpackungen)
Verbraucher können Lebensmitteldosen sehr lange und energiefrei lagern. Nach ihrer Verwendung im Haushalt gelangen die Dosen über den gelben Sack oder die Wertstofftonne in die Sortieranlagen. (Foto: Verband Metallverpackungen)

Die ISO 14040/44 konforme Ökobilanz basiert auf Daten aus dem Jahr 2013, die von führenden Metallverpackungsherstellern und deren Zulieferern zur Verfügung gestellt wurden. Sie deckt die Bereiche Aerosoldosen, Lebensmitteldosen, Verpackungen für chemisch-technische Produkte sowie Spezialverpackungen ab. Die Untersuchung wurde von der unabhängigen internationalen Beratungsfirma RDC Environment mit Sitz in Brüssel durchgeführt. Das zugehörige Gutachten (peer review) erfolgte durch das in Paris ansässige Beratungsunternehmen Solinnen, das sich auf Ökobilanz-Themen spezialisiert hat.

Entwicklung des CO2-Fußabdrucks im Durchschnitt – RDC Environment

Die Studie belegt, dass die Metallverpackungsindustrie weitere Fortschritte beim Umweltschutz verbuchen kann. Verglichen mit der Datenlage aus dem Jahr 2006 wird eine deutliche Reduzierung des CO2-Fußabdruckes für Verpackungen aus Stahl und aus starrem Aluminium sichtbar: Die Einsparungen liegen bei 20 beziehungsweise 39 Prozent. Vor allem drei Faktoren sind für die erzielten Einsparungen an CO2-Äquivalenten verantwortlich:

  • Der Energiemix, der bei der Herstellung von Metallverpackungen verwendet wird, wird immer „grüner“, weil der Anteil der erneuerbaren Energien beständig wächst.
  • Die durchschnittliche Recyclingrate von Metallverpackungen in Europa steigt kontinuierlich an.
  • Bei der Produktion werden immer weniger Rohstoffe pro Verpackungseinheit eingesetzt, was zu niedrigeren durchschnittlichen Verpackungsgewichten führt.

Geringerer Wasserverbrauch verbessert Ökobilanz

Neben anderen Indikatoren betrachtet die Studie auch den Netto-Wasserverbrauch, der eine Schlüsselrolle spielt, wenn man den CO2-Fußabdruck und damit die Ökobilanz eines Produkts ermitteln möchte. Für eine durchschnittliche Verpackungseinheit aus Stahl konnte die Branche demnach ihren Anteil am Wasserverbrauch um imposante 60 Prozent reduzieren (Jahr 2013 gegenüber 2006). Erreicht wurde dies vor allem durch leichtere Verpackungsgewichte in Verbindung mit optimierten Herstellungsverfahren.

Folgende Empac-Mitglieder haben zu der aktualisierten Scorecard beigetragen und ihre Daten aus dem Jahr 2013 zur Verfügung gestellt: Ardagh Group, Blechwarenfabrik Limburg, Colep, Crown, Glud & Marstrand, Huber Packaging, Massilly, Mivisa, New Box, Pack2Pack, Sarten, Silgan Metal Packaging. Weitere Daten kamen von Apeal und European Aluminium, die die europäischen Hersteller von Verpackungsstahl beziehungsweise Aluminium vertreten. Insgesamt waren 74 Verpackungswerke aus 16 Ländern beteiligt.

Hintergrundinfo: Empac

Die Aufgabe von Empac ist es, die Metallverpackungsindustrie in Europa durch Öffentlichkeitsarbeit zu unterstützen. Dabei sollen vor allem die Nachhaltigkeit und die vielen einzigartigen Vorteile von Metallverpackungen vermittelt werden. Der Verband bietet seinen Mitgliedern und den Gremien der Europäischen Union Informationsmaterial und Beratung. Zudem informiert er durch seine technischen Kommissionen, die anerkannte Experten auf den jeweiligen Gebieten vereinen, über optimale Fertigungsverfahren und Richtlinien. Die Industrie umfasst europaweit mehr als 300 Unternehmen mit 60.000 Beschäftigten, die pro Jahr mehr als 85 Milliarden Verpackungen und Verschlüsse produzieren. Im Jahr 2014 erreichte Verpackungsstahl eine Rekord-Recyclingrate von 76 Prozent in Europa. Dabei steigt die Zahl der Länder, die mehr als 80 Prozent erreichen, kontinuierlich an.

Über die Firma
Metal Packaging Europe GIE
Brüssel
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