Kunststoff

Bioplastics Award 2016 - Finalisten veröffentlicht

Fünf Juroren aus Hochschule, Presse und Verbänden aus Amerika, Europa und Asien haben aus einer großen Reihe von Vorschlägen die fünf Finalisten für den international einzigartigen Bioplastics Award ausgewählt. Dabei sind auch wieder zwei Verpackungslösungen, die um die Auszeichnung kämpfen werden. Der Preis zeichnet Unternehmen aus, die durch innovative Ideen, Produkte oder Serviceleistungen hervorstechen und für den Einsatz von Biokunststoffen besipielhaft sind. Die Produkte mussten in 2015 oder 2016 entwickelt oder in den Markt eingeführt worden sein.

Schokoriegel-Verpackung aus stärkebasierter Folie

Stärkebasierter Biokunststoff als Verpackungsmaterial für den Mars-Riegel (Foto: Rodenburg)
Stärkebasierter Biokunststoff als Verpackungsmaterial für den Mars-Riegel (Foto: Rodenburg)

Im Jahr 2010 hatte Mars Chocolate Europe und Eurasia die Vision zu einem biobasierten Verpackungsmaterial für seine Mars und Snickers Produkte zu wechseln, das keinen höheren „Carbon Footprint“ als existierende Verpackungen aufweisen sollte. Mars wollte sicher gehen, dass bei entsprechenden Mengen (economy-of-scale) ein bezahlbares Material zur Verfügung stehen würde. Die Biokunststoff-Type, nach der Mars suchte, war auf dem Markt jedoch nicht verfügbar. „Der Fokus lag auf einem Verpackungsmaterial, das nachhaltig aus einem Rohstoff der zweiten Generation hergestellt werden sollte,“ wie Thijs Rodenburg, CEO von Rodenburg Biopolymers erklärte.

„Eine biologische Abbaubarkeit der Verpackung war für Mars nur ein weniger wichtiger  Nebeneffekt, da das Unternehmen besorgt war, die Endverbraucher könnten die biologische Abbaubarkeit missverstehen; Mars wollte nicht, dass die Verbraucher angeregt würden, die Verpackung unachtsam zu entsorgen.“

Das stärkebasierte Verpackungsmaterial besteht hauptsächlich aus überschüssiger Stärke, die in der industriellen Kartoffelverarbeitung gewonnen wird, also nicht mit Nahrungsmitteln im Wettbewerb steht, und etwas PLA. Taghleef produzierte die Folie auf einer existierenden  BOPP-Anlage, während Mondi für die Bedruckung verantwortlich war. Schokolade gehört nicht gerade zu den am einfachsten verpackbaren Produkten, wenn es um Aspekte wie Geruch, Geschmackserhaltung etc. geht, sagt Rodenburg, aber dieses neue stärkebasierte Verpackungsmaterial erfüllt alle diesbezüglichen Anforderungen bestens.

Erneuerbare und rezyklierbare Wasserflasche - ein ganzheitliches Konzept

Bei der Wasserflasche aus recyceltem PLA ist nicht nur das Material, sondern auch das Rücknahmesystem auf Nachhaltigkeit ausgerichtet. (Foto: Treeson)
Bei der Wasserflasche aus recyceltem PLA ist nicht nur das Material, sondern auch das Rücknahmesystem auf Nachhaltigkeit ausgerichtet. (Foto: Treeson)

Treeson Spring Water wurde geschaffen, um eine nachhaltige Alternative zu den Wasserflaschen aus Kunststoff zu schaffen, die jedes Jahr in Milliarden Stückzahlen verkauft werden und von denen viele (zumindest in den USA) un-recycelt auf Mülldeponien landen. Treeson’s Mission ist es, ein zu 100 Prozent natürliches, nachhaltiges Produkt, System und eine Technologie zu schaffen, welche das Umweltbewusstsein der Bevölkerung stärken und die Leute in die Lage versetzen soll, eine Auswahl zu treffen, die unseren Planeten schützt und erhält.

Weniger als 30 Prozent der Getränkeflaschen werden in den USA heute recycelt. Was nicht recycelt wird, landet auf Deponien oder wird gar nach Übersee verschickt. Treeson’s Philosophie ist es, ihre Flaschen nach Gebrauch zurückzunehmen und in saubere Energie umzuwandeln. „Unser Rücksendeprogramm ist für unsere Kunden kostenlos und es unterstützt die älteste Regierungsinstitution der Vereinigten Staaten, den USPS (United States Postal Service), die Organisation mit der grünsten Flotte auf den Straßen,“ sagt Carlton Solle, Gründer von Treeson Spring Water. “Werft eure Flaschen einfach in den Briefkasten und wir übernehmen den Rest.“

Auch wenn es im ersten Moment einfältig klingt, so müssen leere Flaschen ja ohnehin zu einer Recyclingfabrik transportiert werden. Und da macht es keinen großen Unterschied ob in großen LKWs viel Luft transportiert wird, oder ob die Flaschen einzelnen in den freien Lücken eines Postautos transportiert werden, welches ohnehin fährt. Die ausgeklügelte Geometrie der Flaschen erlaubt es, diese besonders leicht flachzulegen, was den Postversand erleichtert.

Die Flaschen bestehen aus einer PLA-Mixtur, die Carlton Zusammen mit einem Hersteller entwickelt hat. Sie ist ungiftig und zertifiziert GM-frei. Die Etiketten bestehen aus 100 Prozent recyceltem Material und sind komplett umweltfreundlich.

Über die Firma
Polymedia Publisher GmbH Bioplastics Magazine
Mönchengladbach
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